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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15976)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11369)
Seiten: 443
Themen: Magie (2248), Widerstand (116)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     "Tjordi was..."
     Mit plötzlich ernstem Gesicht legte er ihr hektisch die Hand über den Mund. "Still!" Wieder sah er sich um. Langsam nahm er die Hand herunter. "Du musst sofort gehen!"
     "Was ist denn los?" Suil war sofort alarmiert. Hier war definitiv nicht der Ort, an dem sie ernsthafte Besorgnis erwartete. Vor einem Monat war es mal zur einer Massenpanik gekommen, weil vermutet wurde, dass der kleine Hund von Mark, einem von Tjordis Kunden, abhandengekommen war. Die ganze Meute hatte stundenlang frenetisch nach ihm gesucht. Suil war in diesem Chaos angekommen, stellte einige Fragen und schon sehr bald hatte sich heraus gestellt, dass Mark gerne einen kleinen Hund hätte, allerdings keinen hatte und somit auch niemand abhandengekommen war. Das war die Sorte von Ernsthaftigkeit, die Suil im Lagerhaus erwartete. Doch Tjordi schien ganz und gar nicht zu Späßen aufgelegt.
     "Seitdem du das letzte Mal hier warst, sind 14 von uns verschwunden."
     "Verschwunden?", fragte Suil ungläubig nach. So langsam beschlich sie der Verdacht, dass Tjordi heute Nacht wieder selbst sein bester Kunde war.
     "Bist du high?"
     "Natürlich bin ich high. Ich bin immer high, das ist doch der ganze Sinn der Sache. Und mit verschwunden meine ich weg, einfach weg. Irgendwas ist hier im Gange, ich bin mir sicher. Du musst sofort wieder gehen. Ich glaube, wir werden beobachtet." Tjordi packte sie am Arm und begann Suil in Richtung Ausgang zu zerren.
     "Jetzt warte doch mal, du schiebst wahrscheinlich nur einen krassen Film!" Suil versuchte sich aus seinem Griff zu befreien, doch Tjordi schien entschlossen sie aus dem Lagerhaus zu bringen.
     "Belästigt dich der Typ?"
     Aus dem Nichts war ein Baum von einem Mann gewachsen. Weder Tjordi noch Suil hatten ihn trotz seiner Baumhaftigkeit kommen sehen. Verwirrt starrten die beiden den Baummann an.
     "Ich versuche nur, die junge Dame davon zu überzeugen, dass dies nicht der richtige Ort für sie ist, um die Nacht zu verbringen", gab Tjordi mit erstaunlich fester Stimme zur Antwort, während er allerdings an die Decke starrte und nach etwas griff, was zumindest für den Rest der Anwesenden nicht sichtbar war.
     "Da stimme ich voll und ganz zu. Ich werde sie nach Hause bringen", erwiderte der Mannbaum und griff nun seinerseits Suils Arm.
     Diesen Teil der Unterhaltung hatte Suil nicht mitbekommen, da sie zu sehr damit beschäftigt war, den plötzlich gewachsenen Mann zu begutachten. Zunächst hatte sie sich ausführlich mit der Frage beschäftigt, ob er zu groß war, was sie im Laufe der Diskussion mit sich selbst verneinte. Dann hatte sie seine körperliche Statur geprüft, musste dieses Unterfangen jedoch abbrechen, da das Resultat zu positiv ausfiel und sie merkte, wie ihr die Röte ins Gesicht schoss. Bevor sie am Geschehen wieder aktiv teilnahm, widmete sie sich seinen Augen, die unter dem dichten, nicht kurzen, aber auch nicht langen braunen Haarwust und über dem wilden Vollbart, braun mit einem leichten gelben Schimmer funkelten. Funkelten sie zu sehr? Suil konnte diese Überlegung nicht mehr abschließen, denn der neu erschienene Herr schleppte sie gerade aus dem Lagerhaus.
     "Ey!", befand Suil für eine passende erste Bemerkung im Prozess des Kennenlernens.
     "Wir müssen nach Hause gehen, Suil. Dein Vater sucht nach dir", erklärte der Baummann ungeduldig mit sonorer, leicht raspeliger Stimme.
     Die Stimme war definitiv nicht zu raspelig befand Suil, bevor sie sich endlich von ihren Gedankengängen losriss und sich der Situation mit voller Aufmerksamkeit widmete.
     "Ich dachte, dass ich die Verrückte hier bin. Tjordi kannst du mir mal bitte erklären, was hier los ist? Und wer ist der Baum?"
     Tjordi begann sich wieder hektisch umzusehen und wand sich sichtlich in Unbehagen, als er antwortete.
     "Menschen verschwinden spurlos. Offensichtlich besonders häufig Menschen, die nicht vermisst werden. Und was siehst du hier, Suil? Genau. Einen Raum voller Leute, auf die diese Beschreibung exakt zutrifft. Du musst gehen, bevor sie dich auch holen."
     "Was denn für ein Baum?", fragte der Neuling dazwischen und schaute Suil verwundert an.
     "Hört mir denn hier eigentlich kein Schwein zu?", beschwerte sich Tjordi sichtlich aufgebracht.
     Suil hatte von dem Zirkus zusehends die Nase voll. Sie war hierhergekommen, um für ein paar Stunden ihre Ängste und Sorgen zu vergessen, nicht um noch mehr davon abzuholen.
     "Wie heißt du?", fragte sie den Baummann, ohne auf Tjordis Worte einzugehen.
     "Otis. Dein Vater schickt mich."
     Tjordi quetschte sich zwischen die beiden, deutete kurz begeistert in die Leere nach oben und schob Otis dann seine Hand entgegen.
     "Tjordi, angenehm."
     Otis ignorierte ihn, Suil schnaufte verächtlich. Das war alles ein bisschen zu viel für einen Abend. Erst die Halluzination, jetzt Tjordi mit seiner Paranoia und dann noch dieser Otis, der offenbar keine Ahnung hatte, wovon er sprach.
     "Mein Vater hat sich vor vier Monaten von mir abgewandt und mehr als deutlich gemacht, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben möchte. Wenn es stimmt, was du sagst, Otis, ist das eher ein Grund, hier zu bleiben und nirgendwo hinzugehen. Zu spät, zu wenig, das kannst du ihm ausrichten. Er und die bescheuerten Bàs sind für mich gestorben!"
     Sie versuchte, sich zusammenzureißen und dennoch schaffte es eine Träne, sich aus ihrem Auge zu befreien, als sie sich entschlossen umdrehte und die beiden einfach stehen ließ.
     "Mir hört hier echt keiner zu", beschwerte sich Tjordi immer noch entrüstet die ausgestreckte Hand in der Luft haltend. Dann bemannte ihn plötzlich ein schrecklicher Gedanke. "Oh Gott! Vielleicht bin ich tot und die Menschen können mich nicht mehr wahrnehmen. Ich dachte, ich werde ignoriert, dabei bin ich schon die ganze Zeit tot. Oh mein Gott!" Hektisch befingerte er sein Gesicht, kniff sich in den Handrücken, schrie kurz vor Schmerz auf und kam dann auf die wenig glorreiche Idee seine beängstigende These mit Hilfe des Baummanns Otis zu prüfen. Zunächst baute er sich ganz nah vor Otis auf und schaute prüfend auf dessen Hals. Das war nicht zwangsläufig gewollt, sondern nur das Ergebnis des beachtlichen Höhenunterschieds. Doch Tjordi wusste sich zu helfen und begann nun dynamisch in ausladenden Halbkreisen mit seinen Armen vor Otis‘ Gesicht herum zu wedeln. Bei der zweiten Wedelrunde kam Tjordis Hand versehentlich an Otis‘ Nase, was ihn verzückt aufschreien ließ.
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