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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15522)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11146)
Seiten: 443
Themen: Magie (2205), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats März 2020 nominieren
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


"Ich begreife immer noch nicht, warum sie nach den vielen Jahren des Herumziehens jetzt auf einmal ein Lager aufschlägt und das ausgerechnet hier." Javad lief sichtlich beunruhigt in dem dunklen Kellergewölbe rastlos auf und ab.
     "Es sind exakt 18 Jahre und es ist nicht gerade ein Lager. Lita baut eine gigantische Anlage." Ryan fuhr sich nachdenklich mit der Hand durch den dichten, graumelierten Bart. "Nach allem, was wir wissen, hat sie die meisten Gebiete gut im Griff. Die ständige Gehirnwäsche zeigt auch aus der Entfernung ihre Wirkung und die Rogmocan stellen für sie sicher, dass dort niemand mehr auch nur auf die Idee kommt, Widerstand zu leisten. Ich fürchte Litas Entschluss, hier und ausgerechnet jetzt ihr Hauptquartier zu errichten, bestätigt meine Vermutung."
     Javads Brauen vollführten einen Tanz aus Ungeduld, Neugier und Sorge über seinen hellbraunen Augen. Ryan und die anderen Mitglieder des Kerns der Bàs lachten oft ausführlich über Javads buschige Augenbrauen und was er damit alles anstellte. Es war ein wahrer Gesichtsfasching. Momentan war Ryan allerdings jegliches Lachen vergangen. Litas Ankunft in Berlin konnte nur eins bedeuten. Ihre Welt und ihre Zukunft waren noch bitterer und aussichtloser geworden.
     "Welche Vermutung?", fragte Javad mit brüchiger Stimme. Er fürchtete, die Antwort bereits zu kennen, und es trieb ihm Tränen in die Augen.
     Ryan blickte müde auf. "Versammele den Kern, wir müssen reden."
     Wenig später saß die Kerntruppe der Bàs an einem massiven Eichenholztisch, der vor langer Zeit in dem Kellergewölbe zurückgelassen und nun langsam aber sicher zum Opfer des lichtlosen, feuchten Klimas dort unten wurde. Fünf erwartungsvolle Gesichter schauten Ryan an. Javad, ein brillanter Stratege, der seit dem ersten Tag des Widerstands an Ryans Seite kämpfte und dessen Augenbrauen ein Eigenleben zu führen schienen. Ihm gegenüber saß Bobby mit ihren furchteinflößenden, eisblauen Augen und dem Auftreten einer Adligen, die sich ständig vom Pöbel umzingelt sah, zuständig für die Ausrüstung der Truppen. Wie immer an ihrer Seite war Marcello, ein kleiner, rundlicher Mann um die 50 Jahre alt, der sich selbst als Informationskoordinator bezeichnete. Einen Farbklecks in der Runde stellte Sherin dar, deren möhrenrotes Haar seidig schimmernd ihr reizendes Gesicht einrahmte. Ryan war jedes Mal aufs Neue erstaunt über die gläserne Zartheit ihres Gesichts. Denn jenes zierlich anmutende, elfengleiche Gesicht, umrahmt von diesen betörend möhrenroten Haaren, auf denen stets ein Schimmer von Perlmutt tanzte, ging weitgehend halslos in massive Schultern über, dicht gefolgt von einem äußerst kompakten Brust-, Bauch- und Beckenblock, der in überaus robusten, säulenartigen Beinen mündete. Sherin bildete die Truppen aus und es gab nichts, was die Männer und Frauen der Bàs mehr fürchteten, als eine Eins-zu-eins-Trainingseinheit mit ihr.
     Der Kern der Bàs war eine gute Führungseinheit und Ryan wäre fast ein wenig stolz auf sich gewesen, diese fähigen Leute für den Widerstand gewonnen zu haben. Doch der fünfte im Bunde trübte seine Zuversicht. Oft genug hatte es bereits Anfeindungen und Befehlsverweigerungen gegeben, obwohl an seiner Loyalität für den Widerstand und auch an seiner Befähigung nicht der geringste Zweifel bestand. Ryan hatte gehofft, dass er als Symbol der Hoffnung wahrgenommen werden würde, aber die Truppen waren skeptisch und in seiner Gegenwart stets vorsichtig. Er würde sich beweisen müssen. Ryan wollte ihm die Leitung der Bàs übergeben, wenn er selbst den Widerstand nicht mehr führen konnte. Ein hörbares Seufzen entfleuchte seiner Kehle, als er sich dem jüngsten Mitglied des Kerns zuwandte.
     Finley glich im Äußeren seiner Mutter, was nicht gerade zuträglich in einer Widerstandszelle war, die eben jene bekämpfte. Rubinrotes Haar, nur hier und da durchzogen von dunkelbraunen Strähnen, fiel ihm üppig ins Gesicht und versperrte den fast schwarzen Augen teilweise die Sicht. Spuren früherer Kämpfe zogen sich von seiner linken Wange über Hals, Schulter und Arm. Die gerunzelte Stirn und die chronisch schwarzen Schatten unter seinen Augen ließen ihn wesentlich älter erscheinen. Niemand würde bei seinem Anblick vermuten, einen 18-Jährigen vor sich zu haben. Ryan hatte Finley in dem Wissen aufgezogen, dass es immer jemanden geben würde, der den Sohn der selbst ernannten Göttin, welche die Menschheit seit 18 Jahren unterjochte, lieber tot sehen würde. Seine Erziehung und Ausbildung hatten sich somit auf Überleben und Kampf konzentriert, was nicht nur äußerlich Spuren bei Finley hinterlassen hatte.
     Es war für sie beide eine harte Zeit gewesen. Damals, als die Welt, wie Ryan sie kannte, unterging und Finley nur knapp den todbringenden Anwandlungen seiner Mutter entkam. Lita hinterließ eine Schneise von Zerstörung, Tod und Hoffnungslosigkeit auf ihrem Streifzug durch die Welt. Nur wenige Tage nach der Erweckung des ersten Rogmocan, hatte sie drei weiteren neues Leben eingehaucht. Zwei Wochen später standen ihr Regierungen und Armeen bereits weitgehend chancenlos gegenüber. Wer nicht das Knie beugte und ihr Gefolgschaft schwor, wurde mit bestialischer Gründlichkeit beseitigt. Europa fiel als Erstes, Afrika folgte schnell, die Inder und Russen leisteten beachtlichen Widerstand, doch auch sie gingen unter. Australien und Nordamerika schienen für Lita eher eine Formalität, denn eine wahre Herausforderung darzustellen. 14 Jahre lang fiel ein Land nach dem anderen, ging ein Kontinent nach dem anderen unter. Die Zahl der erweckten Rogmocan war zu Hunderttausenden angewachsen. Jedes Gebiet, das Lita einnahm, sah sich derselben Prozedur ausgesetzt. Sie nahm sich stets die Zeit, die einflussreichsten Meinungsführer in den Reihen der Zivilbevölkerung zu identifizieren, nachdem sie die offiziellen Speerspitzen der politischen, wirtschaftlichen und religiösen Institutionen entfernt hatte. Lita versammelte diese Meinungsführer und demonstrierte vor ihnen ihre Kraft, ihre Gabe, ihre Macht. Diese Show wurde von Mal zu Mal ausgefeilter und beeindruckender. Nach Litas imposanter Zurschaustellung teilte sich die zusammengetriebene Zuschauerschaar meist relativ gleichmäßig auf. 50 Prozent fielen, beeindruckt ob des beigewohnten Wunders, auf die Knie, priesen die einzig wahre Göttin und wurden von den Rogmocan direkt den lokalen Zuständigen für ein imponierend effizientes Gehirnwäscheprogramm übergeben. Die Teilnahme an einem solchen Programm betrug drei Monate bis zu einem Jahr, abhängig von der Beeinflussbarkeit und Willigkeit des Individuums. Nach einer erfolgreichen Programmteilnahme, im Durchschnitt schafften dies angesichts der überaus effizienten, dem menschlichen Körper und Geiste allerdings nicht so zugeneigten Methoden nur 27 von 100 Teilnehmern, war das Individuum nicht mehr in ursprünglicher Form existent, sondern ganz und gar der einzig wahren Religion und seiner Göttin verschrieben. Diese neuen Anhänger wurden wieder in die Gesellschaft entlassen, um gemeinsam mit den Rogmocan Litas Macht auch in ihrer Abwesenheit zu sichern. Das globale System, dem sie über die Jahre weitere Feinschliffe verpasste, zeichnete sich dank dieser Vorgehensweise durch Stabilität und Konfliktarmut aus. Wer aufbegehrte, wurde von einem Nachbarn, einem Freund oder der eigenen Familie gemeldet. Mal aus Angst um die eigene Haut, mal aus Sorge um andere Angehörige, oft jedoch, weil der Nachbar, Freund oder das Familienmitglied Litas Erwähltenprogramm absolviert hatte und nun felsenfest davon überzeugt war, dass jegliche abweichende Haltung Verderbnis bringen werde. Zudem zeichnete sich Litas neue Welt durch Wohlstand in dem Sinne aus, dass niemand mehr Hunger oder Durst leiden musste. Diejenigen, die vor Lita das Knie gebeugt hatten, wurden so in das globale System integriert, dass sie produktiv zu ihrem eigenen Überleben beitrugen. Jeder Mensch hatte Arbeit, eine Aufgabe und konnte die Resultate dieser Arbeit selbst verwerten. Landwirtschaft, medizinische Versorgung, Bebauung, alles Notwendige wurde in den jeweiligen Regionen lokalisiert, Menschen mit benötigten Fähigkeiten umgesiedelt, so dass Lita nun über eine Welt autarker Regionen herrschte.
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