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Marianengraben
Verfasser: Jasmin Schreiber (1)
Verlag: Eichborn (158)
VÖ: 28. Februar 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (2899)
Seiten: 256
Themen: Begegnungen (2611), Depression (119), Lebenswille (3), Unfälle (1064)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Marianengraben« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (7)     Blogger (4)     Tags (5)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 24. Mai 2020 um 2:39 Uhr (Schulnote 1):
» Roadmovie mit Trauerbewältigung

Paula trauert um ihren kleinen Bruder, so sehr, dass sie an Depressionen leidet. Dann trifft sie Helmut, einen alten Herrn, unter seltsamsten Umständen. Kurz entschlossen bricht sie mit ihm auf eine gemeinsame Reise auf zu Helmuts Elternhaus, und diese Reise verändert Paulas Sichtweise enorm.

Paulas Depression, ihre Schuldgefühle um Tims Tod, ihr fehlender Lebenswille, das ist sehr überzeugend und feinfühlig beschrieben. Als skurriles Element bricht hier Helmut ein, den sie nachts auf dem Friedhof trifft. Aus dieser Begegnung, ungeplant und überraschend für beide, folgt die gemeinsame Fahrt – eine Fahrt für sie zurück ins Leben. Die Autorin Jasmin Schreiber kann in der Geschichte auf eigene Erfahrungen als Sterbebegleiterin zurückgreifen, und kombiniert diese dabei mit einer äußerst humorvollen Geschichte, die von mancherlei Situationskomik lebt. So lassen sich auch die vielen traurigen Momente dieses Buches gut verarbeiten.

Dieser Roadmovie hat mich sehr berührt, der Mix aus ernsthaften Themen und vielen humorvollen Szenen finde ich gut gelungen. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.«
  8      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 21. Mai 2020 um 11:03 Uhr (Schulnote 1):
» Fische mochte er immer besonders gern, Tim, Paulas kleiner Bruder. Und tausende Fragen an die Welt hatte er, die ihm die große Schwester versuchte zu beantworten. Doch jetzt ist Paula allein, vor allem allein mit ihrer Trauer nach Tims Unfalltod. Immer mehr verkriecht sie sich, das Leben hat sie aufgegeben, sie vegetiert nur noch vor sich hin, die Doktorarbeit wartet vergeblich auf ihre Fortsetzung. Auch ein Therapeut kann ihr nicht helfen, doch er rät ihr das Grab des Bruders zu besuchen, aber so am helllichten Tag, wenn noch andere Menschen dabei sein könnten, das will sie nicht. Also bricht sie nachts in den Friedhof ein. Doch ihr ruhiger Plausch mit dem Bruder wird jäh gestört, denn noch jemand ist auf nächtlicher Mission: Helmut, bereits über 80 und mit Schaufel bewaffnet. So absurd ihr Kennenlernen, so absurd auch der Trip, den das vermeintlich ungleiche Gespann unternimmt, denn bald schon merken sie, dass sie gar nicht so verschieden sind, Trauer und Verlust führen sie immer näher zusammen.

Jasmin Schreiber setzt in ihrem Debütroman gekonnt Erfahrungen als Sterbebegleiterin in eine traurige, aber auch urkomische Geschichte um. Es geht ums Sterben und ums Leben und vor allem ums Leben nach dem Sterben. Paula wie auch Helmut müssen mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen und bilden so eine unerwartete Schicksalsgemeinschaft, die es ihnen jedoch erlaubt, das Leid und die Trauer zu teilen. Dominiert zu Beginn noch Paulas tiefe Depression, die sie geradezu handlungsunfähig macht, kehrt zunehmend Leben zurück und damit auch wieder Hoffnung.

»Ich glaube … ich würde nur wieder gerne leben, irgendwie. Und das auch genießen.«
»Na, endlich«, seufzte er, »damit kann man doch schon arbeiten.«

Wie kann man den Verlust betrauern und weiterleben, wenn man sich selbst die Schuld gibt? Paula wird von den Vorwürfen, die sie sich macht, innerlich aufgefressen und findet kein Ventil und keinen Menschen, um den Druck, der auf ihr lastet, entweichen zu lassen. Zu dem fremden alten Mann fasst sie Vertrauen und kann sich öffnen, denn Helmut weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Welt sich einfach weiterdreht, während man selbst noch auf der Stelle steht und sich nicht bewegen kann, der Verlust von Sohn und Frau hat auch Spuren bei ihm hinterlassen. Aber er hat bereits Wege gefunden, damit umzugehen. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise zu Helmuts Elternhaus in den Bergen, denn dort hat er noch etwas zu erledigen, er hat ja die Urne des Nächtens nicht ohne Grund ausgebuddelt.

Viel Situationskomik wechselt sich ab mit liebevolle Erinnerungen an den kleinen Bruder, der neugierig die Welt erforschte und mit der Trauer, die Paula immer wieder übermannt. Der Autorin gelingt dabei die perfekte Mischung, die einem immer wieder schmunzeln lässt, bevor einem die negativen Gefühle selbst übermannen. Perfekt austariert, um zu zeigen, dass es immer ein Morgen gibt und der Blick zurück gut und erlaubt ist, der Weg aber nur in eine einzige Richtung führen kann.«
  19      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
Kommentar vom 4. Mai 2020 um 8:46 Uhr (Schulnote 1):
» 11000 irgendwas, so tief ist Paula in den Abgrund ihrer Trauer gestürzt. Zwei Jahre ist es her, dass ihr kleiner Bruder tödlich verunglückte und nichts mehr so ist, wie es war. Eine extreme Depression beherrscht ihr Leben, sie gibt sich die Schuld und kann an nichts anderes als an ihren Bruder denken. Auf ungewöhnliche Weise lernt sie Helmut, einen über Achtzigjährigen mit einer Mission, kennen. Auch er hat ein trauriges Schicksal, ist brubbelig und direkt. Beide schenken sich nichts, sind direkt bis an die Schmerzgrenze und helfen sich genau dadurch. Jasmin Schreiber hat eine zutiefst emotionale Reise beschrieben, bewahrt mit diesem Roman ihrem Bruder ein liebevolles Gedenken und lässt den Leser teilhaben an einer wunderbaren Geschwisterliebe. Unglaublich, aber auch ein feiner Humor ist spürbar und ein Weg zurück in eine optimistische Einstellung wird sichtbar. Sehr angenehm, dass die Kapitelüberschriften die 11000, symbolisch für die Tiefe des titelgebenden Marianengrabens auf 0 abgebaut werden und so einen schweren Weg verdeutlichen. Eine wunderbare und ergreifende Lektüre.«
  14      0        – geschrieben von SanneL
Kommentar vom 23. April 2020 um 18:26 Uhr (Schulnote 1):
» In einer ausdrucksstarken, bildreichen Sprache erzählt Jasmin Schreiber die Geschichte von Paula, deren Leben zwei Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihres Bruders immer noch stillsteht. Durch eine verrückte Zufallsbegegnung nachts auf dem Friedhof trifft sie den kauzigen Herbert und unternimmt schließlich mit ihm und diversen Haustieren einen Roadtrip, bei dem sie sich ihren Gefühlen stellen muss.
Das Buch zeichnet sich durch seinen sensiblen Umgang mit Depressionen, Trauer und Schuld aus, ohne dabei selbstmitleidig-kitschig zu werden. Neben den traurigen, bewegenden Szenen gibt es immer wieder skurrile Schmunzelmomente, sodass die Geschichte eine wirkliche Achterbahn der Gefühle auslöst. Sehr berührend und überraschend lebensbejahend!«
  8      0        – geschrieben von lizlemon
Kommentar vom 20. April 2020 um 10:48 Uhr (Schulnote 1):
» Trauer um einen geliebten Menschen kann so tief sein wie der Marianengraben. Auch Paula ist sehr deprimiert, weil ihr Bruder Tim bei einem Schwimmunfall gestorben ist und sie gibt sich die Schuld daran. Ihre Gedanken kreisen seit zwei Jahren ständig um das Vorgefallene. Sie kann das Grab von Tim tagsüber einfach nicht besuchen, weil sie niemandem begegnen will, daher versucht sie es auf Anraten ihres Therapeuten nachts. Dabei begegnet sie dem alten schrulligen Helmut, der die Urne seiner Gefährtin aus dem Grab holen will. Durch Helmut fasst Paula wieder Lebenswillen und dann machen sich die beiden auf eine Reise in die Alpen. Die Gespräche mit Helmut verändern Paulas Leben.
Es ist eine sehr emotionale Geschichte. Sie ist traurig und mutmachend; sie bringt einen zum Weinen, aber auch zum Lachen.
Die Charaktere sind wirklich liebevoll und glaubhaft gezeichnet. Man kann gut mit Paula und Helmut mitfühlen. Ihre Reise läuft nicht immer glatt. Obwohl die beiden vom Alter her sehr unterschiedlich sind, haben sie auch Gemeinsamkeiten. Die beiden tun einander gut.
Ich habe diese berührende Geschichte sehr gerne gelesen.«
  11      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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