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Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, verklagt den Menschen
Verfasser: Jürgen Zwilling (5)
Verlag: Rediroma (16)
VÖ: 2019
Genre: Gegenwartsliteratur (3536)
Seiten: 318 (Taschenbuch-Version), 258 (Kindle-Version)
Themen: Anwälte (866), Naturschutz (16), Tiere (811), Tierschutz (41)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Dr. Rodolfo vertritt die Tiere gegen die Menschen. Aus seiner tierischen Anwaltspraxis schilderte er in einzelnen Mandaten, die ihm die Tiere übertragen haben, das Leid, das die Menschen den Tieren zufügen. Seine Assistentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Katze Mimi, ergänzt dies mit ihren philosophischen Gedanken.

Die Perversion des Menschenhandelns gegen das Lebewesen Tier wird in den einzelnen Mandaten gnadenlos dargestellt.

Die Grausamkeit des Homo sapiens wird ohne Rechtfertigung sichtbar. Zusammen fordern Rodolfo und Mimi, dass die Tiere nicht nur im Grundgesetz durch ein Staatsziel, was eine Blendbestimmung ist, geschützt sind, sondern ein Grundrecht auf Tierschutz erhalten, was den gleichen Rang hat wie die vorhandenen Grundrechte. Nur dann können wir von Tierschutz reden, denn dann muss in Güterabwägungen das Tierrecht gleich wie andere Grundrechte beachtet werden. Unterstützen Sie Dr. Rodolfo und Katze Mim im Einsatz für die Tierrechte.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. November 2021 um 17:07 Uhr (Schulnote 5):
» Dr. Rodolfo, eine Katze als Anwalt und seine Gehilfin - die Katze Mimi - nehmen tierische Mandanten auf, um ihr Recht gegen den Menschen einzuklagen.

Das Cover soll Dr. Rodolfo darstellen. Die Katze gefällt mir sehr gut, allerdings wirkt das ganze Cover sehr nüchtern und etwas einfallslos.

Der Schreibstil des Autors ist leider gar nicht gut. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sind Grammatik- und Rechtschreibfehler leider keine Mangelware in diesem Buch. Zudem beginnt und endet jedes Kapitel - am Ende immerhin fast eine halbe Seite - mit genau den gleichen Worten wie die anderen Kapitel.

Das Buch wirkt zwar gut recherchiert, als Quellenangabe kann dann aber nur Wikipedia und der Brockhaus aufwarten.

Auch die persönliche Meinung des Autors wird mir zu oft hervorgeholt - und das wiederholt in mehreren Kapiteln. Scheinbar ist der Autor ein veganer Atheist. Ok, jeder soll sein, was und wie er will. Allerdings will ich das nicht in einem Buch lesen - v.a. wenn es sich andauernd wiederholt.

Positiv waren die philosophischen Gedichte von Mimi, die mir sehr gut gefallen haben.

Insgesamt fehlte dem Buch auch einfach die Lockerheit. So wäre es besser gewesen die Fakten in einer Handlung unterzubringen - gerne auch mit Humor bzw. Sarkasmus.

Und ich finde es wirklich schade, denn das Buch hat so eine wichtige Message. In dieser Form kann ich es allerdings nicht weiterempfehlen.

Fazit: Message top, aber Umsetzung leider sehr mangelhaft. 2 von 5 Sternen«
  13      1        – geschrieben von SaintGermain
Kommentar vom 25. Februar 2020 um 21:50 Uhr (Schulnote 2):
» KURZMEINUNG:
ungewöhnliche Erzählperspektive intensiviert Einblick in die übelkeiterregende Folter-Realität des Alltags geschundener Tiere

**** leidenschaftlicher Appell für die Rechte der Tiere und eine Ausmerzung jedweder Quälereien –
Mensch denke um! ****

Dem Autor nach ist der Begriff "Menschen" verfehlt, "Raubtiere" für sie wäre passender. Nach der Lektüre der zahlreichen Schilderungen über übelste Körperqualen, maßlose Schmerzen, immense Enge, Angst und Horror aus der Sicht und Gefühlswelt der Tiere kommt man/frau zu dem Schluß: nein, das ist eine Beleidigung für die Raubtiere-Fraktion, Menschen sind regelrecht krank vor Gier nach Geld und (Lust-)Gewinn jedweder Weise, ohne Geist wie vom Teufel besessen, da wäre ja die Beschimpfung als Bestie noch ein Loblied auf sie.

Wie geht der Mensch nur mit den Tieren und der Umwelt um, und das auch noch in einem erschreckenden, routinierten Vorgehen, nicht nur bzgl. Massenabfertigung, die tagtäglich von statten geht - was für Sünden laden wir uns auf (evtl. sogar unbewußt)?!

Um dies in aller Deutlichkeit und Direktheit zu transferieren, um den Tieren eine Stimme zu geben, entschied sich der Autor für eine sehr ungewöhnliche Erzählperspektive, die aber gerade dadurch eine ganz eigene nachdrückliche Dimension eröffnet. Denn läßt sich Leser auf diesen Wartenwechsel ein, entsteht dadurch ein dichterer, unmittelbarer Blick und Wirkung – hier sind es nämlich die Tiere selbst, die wortwörtlich zu Worte kommen.

Jürgen Zwilling nahm seinen eigenen schwarzen, grünäugigen Streunerkater nicht nur für das Cover, sondern als gleichnamiges Vorbild für den Protagonisten Dr. Rodolfo: dieser ist studierter und promovierter Jurist, betreibt eine Anwaltskanzlei zur Durchsetzung von Rechten und Abschaffung von Gräueltaten. Seine assistierende Kollegin dabei ist Katzentigerin Mimi, die eine Art von philosophischen Gedanken und Gedichte zwischenstreut. In einzelnen Kapiteln berichtet die Klientel, - Tiere aller Klassen -, ihr individuelles Leid in expliziten Details dem Rechtsanwalt, gewährt damit Einsicht in ihr 'Leben' (was keines ist) und erbittet Mandatsübernahme.

Im Eingang des Gesprächs sind für jede einzelne Tiergattung teils mehr, teils knapper konsise Fakten zur Biologie, nebst dem natürlichen Lebensraum, zusammengeführt, sowie mit Zahlen, Daten, Gerichtsurteilen bereichert.

Einem Mantra gleich wiederholt jedes Kapitelende, daß Dr. Rodolfo den jeweiligen Fall übernimmt, er stellt Strafantrag, um zivilstrafrechtlich vorzugehen, verklagt die Menschheit entsprechend dem Strafgesetzbuch auf Mord, Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung, usw.usf..

Was man/frau dem Autor sehr deutlich anmerkt während des Lesens: er hegt beachtliches Einfühlungsvermögen und Liebe für alle tierischen Geschöpfe; sie haben eine Seele und Gefühle, sind wertvolle Lebewesen.
Der Mensch ist ein Folterer und Zerstörer sondersgleichen, der ohne jegliche Gefühlsaufwallung barbarische Qualen und Schmerzzufügungen an Tieren aller Spezien auf der ganzen Welt und der Natur wie selbstverständlich praktiziert, und somit begeht er auch unweigerlichen und gezielten Selbstmord. Ausquetschung des jeweiligen Tages bis zum letzten (Bluts-)Tropfen, Konsequenzen auch hinsichtl. Naturbelastungen und Ressourcenplünderung irrelevant, Gewissen nicht vorhanden, ein abgestumpfter Konsument, Prassen bis zum geht nicht mehr und ein schwelgend-ausuferndes Luxusleben ohne jedweden Sinn noch Verstand.

Darüberhinaus richtet der Autor den Spot auf das TIERSCHUTZGESETZ, welches, anstelle die Tiere zu schützen, eher juristische Hintertüren öffnet für die Grausamkeiten am Tier und sie damit sogar legitimiert (Bsp.: horrible, bestialische Schlachtmethoden, Schächten, Umstände in der Massen-/ oder allgemeinen Tierhaltung.)

Was sich v.a. ändern muß: der Rechtsstaat, der gar keiner ist, weil er Spielräume schafft und scheitert beim Durchsetzen neuer Regelungen (als Bsp.: Kükenschreddern oder Schweinemastzucht).

Selbst mit der Frage, ob es eine TIERETHIK gibt, setzt sich Jürgen Zwilling auseinander. Dabei legt er dar, daß keine gelebte praktische, sondern lediglich eine akademisch theoretische exsistiert.
Der Mensch ist von niederen Beweggründen geleitet (ein Profitjunkie, Neider, Machtbesessender, ein nie zufriedenstellbarer Unersättlicher) - Ethik, Humanität sind ihm Fremdwörter solange sie nicht unmittelbar ihn betreffen. Denn der Mensch sieht nur sich selbst, sein momentanes Los, seine eigenen Bedürfnisse. Das Handeln, keinem Tier (noch Zweibeiner) Leid anzutun, bedarf einer stetigen Reflektion auf sich selbst.

ALS UNBEDINGTE PFLICHTLEKTÜRE IM SCHULUNTERRICHT empfiehlt sich dieses wichtige Buch, um als aufrüttelnder Schock-Weckruf noch rechtzeitig Aufmerksamkeit und Bewußtsein zu schüren und sich mit diesem Lebens-Thema auseinanderzusetzen, über die eigene Gedankenhaltung Gewissensforschung zu betreiben.
Vorraussetzung für schulischen Einsatz ist eine Überarbeitung: vor Neuauflage ist der Lesestoff von vorne bis hinten auf alle Druck-Schreib-& Genitiv-fehler zu durchforsten (an die 100 sind wirklich zu viele). Evtl. könnte sich zudem noch etwas einfallen gelassen werden, um die wiederholten Einheitsabsätze im Abschluß eines jeden Kapitels verkürzt darzustellen?

Dem Autor geht es bei seinem Aufschrei nicht darum, von Heute auf Morgen ins Extreme zu ziehen, aber, wenn Fleisch, dann bewußt, weniger ist mehr, d.h. nur einmal die Woche und, wenn auch teurer, von regionalen Bio-'glücklichen' Tieren eines bekannten Hof-Bauern um die Ecke (um die Zustände vor Ort zu sehen). Bei seinem persönliche Einkaufsverhalten im Kleinen beginnen, z.B. auf Biokäseprodukte von mikrobiellen Lab (statt tierischem), auf Wein mit Vegan-Label achten, VERZICHTen auf Fisch aus Aquakultur, auf halal-Produkte, auf Büffel-Mozzarella, auf Plastik, auf Echtpelz, auf chinesisch-tierische "Arzneien", u.dergl. ... genauer hinsehen, sich selbst fortwährend informieren, und viele weitere Schritte unternehmen.

F A Z I T :

Für die/den eine/n Auffrischung mit sogar neuen Details, für andere womöglich grausames Neuland,
als unbedingte Pflichtlektüre für den Schulunterricht empfehlenswert! (nach Überarbeitung in 2.Auflage).

Portraits aus einem Gruselkabinett im Umgang mit Tieren in Realität und gelebter 'Normalität'(!) – außergewöhnlich aufgrund der tierischen Perspektive, vertreten vom einzigen Fachanwalt, selbst Kater, der die Sprache der Tiere versteht.
Tiere sind Lebewesen! – keine Sache, Rohstoff, billige Wegwerf-Produkte. Dafür ein Umdenken und Bewußtsein zu entwickeln fordert dieses Buch mit Vehemenz auf.
Ein Plädoyer für die Tiere, eine Anklage des sog. Menschen. Bis ultimo und dann... wird homo sapiens sich selbst und seine Nachkommen vernichtet haben.

Ob sich der zerstörte, ruinierte blaue Planet je wieder erholen wird können, bevor ihm eine sich ausdehnende Sonne habhaft wird? Ohne Mensch... besteht vielleicht ein Schimmer Hoffnung. Oder, mit einem neuen Menschen der Gegenwart, der geläutert jedes Leid an Tieren, an der Umwelt wie an seiner eigenen Spezies, ab heute und für eine Zukunft, unterläßt und anfängt, aufzuräumen.

Für alle jene, die ihre Witze über Veganer reißen und für das Schächten/halal sind, ist Folgendes Pflichtprogramm: ZDF-Reportage (2020) „37°: Tiertransporte grenzenlos- Leder für Deutschland“.
SCHAUT es Euch an!! und DENKT endlich UM!

Ausblick:
Im bald erscheinenden Nachfolgebuch „Katze Mimis tierischer Menschblick, eine Reise durch die Welt“ wird das Betragen des Menschen aus der Sicht der Tiere beurteilt, mit Schwerpunkt Naturleid – unterstützt wird die Protagonistin mit juristischem Ratschlag vom zeitungslesenden und Presseberichte verfolgenden Dr. Rodolfo.

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  24      0        – geschrieben von KassandrasRufe
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