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Die Galeristinnen-Trilogie 1 - Die Galerie am Potsdamer Platz
Verfasser: Alexandra Cedrino (1)
Verlag: HarperCollins (240)
VÖ: 18. Februar 2020
Genre: Familienepos (335) und Historischer Roman (4047)
Seiten: 384
Themen: Berlin (991), Dreißiger Jahre (187), Fotografen (232), Galerie (28), Kunst (118), Kunsthandel (11), Nationalsozialismus (268)
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Schon ein in Frankfurt geborener Hobbyautor aus dem achtzehnten Jahrhundert wusste, dass es nicht nötig ist, in die Ferne zu schweifen, wenn Gutes bereits nahe liegt. Diesem Motto folgend liegt es auf der Hand, als Mitglied einer Familie von Kunsthändlern ein Buch über eine Familie von Kunsthändlern zu schreiben. Passenderweise entstammt Autorin Alexandra Cedrino der Kunsthändlerfamilie Gurlitt, die unter anderem in Berlin eine Galerie gründete. Kein Wunder also, dass die Autorin mit "Die Galerie am Potsdamer Platz" ein Buch verfasste, dass genau in dieser Szenerie angesiedelt wurde. Das Buch markiert den Auftakt zur "Galeristinnen-Trilogie" und wurde vor wenigen Wochen vom Verlag HarperCollins veröffentlicht. Es hat einen Umfang von 384 Seiten und kann für zwanzig Euro erworben werden. Die Digitalausgabe kostet 15,99 Euro, zudem gibt es eine Hörbuchversion, welcher Schauspielerin Anna Thalbach ihre markante Stimme geliehen hat.

Die Geschichte selbst ist eine fiktive. Die Autorin entführt ihre Leser darin ins Berlin des Jahres 1930, wo eine junge Kunststudentin nach dem Tod ihrer Mutter ankommt und auf Anschluss an ihre übrige Familie hofft. Sie lernt die lebendige Kunstszene der Stadt kennen, erkennt im Fotografieren ein Talent und verliebt sich in einen Deutsch-Iren. Zudem möchte sie gegen innerfamiliäre Widerstände die stolze Galerie wiedereröffnen, welche die Waldmanns vormals am Potsdamer Platz führten. Durch ihre Bestrebungen begegnet sie dem Erben einer Aufsehen erregenden Kunstsammlung, dessen Intentionen jedoch unklar sind. Richtig problematisch wird es aber vor allem dadurch, dass es zu großen politischen Umwälzungen kommt und die Nationalsozialisten sowohl für ihre Liebe als auch für die ruhmreiche Galerie eine Katastrophe darstellen könnten.

Romane, die im Berlin der zwanziger oder dreißiger Jahre spielen, gibt es bekanntlich viele. Dennoch bringt Alexandra Cedrinos Werk durch den Faktor Kunst ein Spezialthema mit sich, welches das Buch von den zahlreichen anderen Vertretern deutlich abgrenzt und ein interessantes Alleinstellungsmerkmal darstellt. Tatsächlich hat das Buch dann seine größten Stärken, wenn die damalige Kunstszene vor dem inneren Auge des Lesers in sprachliche Bilder gegossen wird. Auch die gesellschaftliche Stimmung und die (grob angerissenen) übrigen geschichtlichen Faktoren jener Zeit wurden gut eingewoben. Was jedoch auch stets Teil der Geschichte blieb, war eine eigentümliche Sterilität, ein seltsam großer Abstand zu den Figuren, und man hatte auch nicht unbedingt den Eindruck, die Autorin hätte mit einem literarischen Lasso nach einem geworfen und einen so fest eingefangen, dass man unweigerlich am Ball bleiben wollte. Womöglich war das Zweite dem Ersten geschuldet. Bei einem historischen Roman erwartet man natürlich kein brenzliges Maß an Spannung, die Geschichte blieb jedoch immer ein wenig seicht und rief ihr definitiv vorhandenes Potenzial nicht in Gänze ab. "Die Galerie am Potsdamer Platz" liest sich ordentlich herunter, das steht komplett außer Frage, ist aber nicht so prägnant und die Charaktere nicht so charismatisch, dass man Aha-Effekte erleben und hinterher noch gebannt darüber nachdenken würde.

Kleine Schlussbemerkung: Nachdem wir diese Zusammenfassung fertiggeschrieben hatten, haben wir uns ein wenig umgesehen, was andernorts über das Buch angemerkt wurde. Vielfach wurde kritisiert, dass in dem Buch zu viel geraucht würde. Ernsthaft, liebe Leute: Habt ihr euch schon jemals mit der Zeit beschäftigt? Natürlich widerspricht das Ganze dem heutigen Zeitgeist total, aber ein Roman über die Berliner Kunstszene der frühen Dreißiger ohne exobitantes Quarzen wäre wie eine Arztserie ohne Krankheiten: Gesünder für alle Beteiligten, aber fernab jeder Realität. Das ist ein historischer Roman und keine Fantasystory, und hätte die Autorin es nicht so wiedergegeben, wie sie es getan hat, dann hätte sie ein Zerrbild entworfen.
– geschrieben am 22. März 2020 (3.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz