Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
43.213 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Götz Häusler«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Nordblut 1 - Wölfe wie wir
Verfasser: Mira Valentin (22)
Verlag: Books on Demand (2691) und Eigenverlag (15499)
VÖ: 14. Februar 2020
Genre: Fantasy (11138)
Seiten: 376 (Taschenbuch-Version), 419 (Kindle-Version)
Themen: 10. Jahrhundert (32), Asgard (18), Opfer (188), Prüfungen (95), Wikinger (136)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Was, wenn du nur eine Figur auf dem Spielbrett der Götter bist?

Island im Jahre 982 n. Chr: Der Wikinger Sven Olafsson tötet aus Gnade seine Frau Gyda im Kindbett. Dafür will er sein Leben und das des Neugeborenen den Göttern darbieten. Doch diese verweigern beide Opfer und stellen Sven stattdessen vor die Aufgabe seines Lebens: Neun Jahre lang soll er ihren Prüfungen ausgesetzt sein. Neun Jahre, die ihn und seine Kinder an die Grenze des Erträglichen führen. Doch es naht Hilfe aus Asgard – in Gestalt eines lautlosen Jägers auf vier Pfoten.
Lesermeinungen (0)     Leserkanonen-Einblick     Tags (1)     Bild
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor wenigen Tagen wurde Autorin Mira Valentin gemeinsam mit Erik Kellen für ihren Roman »Windherz« mit dem Seraph ausgezeichnet, einem seit 2012 alljährlich vergebenen Jurypreis, mit dem besonders gute Arbeiten aus dem Bereich der Phantastik ausgezeichnet werden. Mira Valentin und Erik Kellen wurden für das beste Buch des Independent-Bereichs prämiert. »Windherz« ist inzwischen schon ein halbes Jahr alt, und mittlerweile hat sich die Autorin einer ganz neuen Buchreihe gewidmet. Diese wird »Nordblut« heißen und hat im Februar mit dem Buch »Wölfe wie wir« ihren Anfang genommen, und genau dieses Buch haben wir dieser Tage etwas näher unter die Lupe genommen. Die Autorin hat das 376 Seiten starke Werk ohne Unterstützung eines Verlags veröffentlicht. Es kostet 12,99 Euro, für die digitale Variante sind 3,99 Euro zu zahlen. Abonnenten von »Kindle Unlimited« können das E-Book kostenfrei lesen.

In ihrem Roman entführt Mira Valentin ihre Leser ins ausgehende zehnte Jahrhundert, wo man einem isländischen Pferdebauern namens Sven Olafsson begegnet. Dieser will sein Leben und das eines Neugeborenen den Göttern als Opfer darreichen, nachdem er seine Frau aus Gnade getötet hat. Die Götter entscheiden jedoch, ihn neun Jahre ihren Prüfungen auszusetzen, ehe festgelegt wird, welcher Schicksalsfaden für ihn an die Nornen weitergegeben und das Urteil über ihn vollstreckt wird. Damit steht ihm eine harte Zeit bevor, doch Hilfe aus Asgard ist nah.

In den vergangenen Jahren sind bekanntlich schon eine ganze Reihe Sagas erschienen, die sich mit Nordmännern beschäftigen. Viele davon - stellvertretend sei an dieser Stelle an die Bücher von Ulf Schiewe erinnert - sind zwar wunderbar recherchiert, storytechnisch gut durchdacht und thematisch sowieso hochinteressant, trotzdem sprang der Funke nicht komplett über, was unserer Interpretation nach häufig daran lag, dass sich die hartgesottenen Charaktere nicht recht als Identifikationsfiguren eigneten und eine eigenartige sachbuchartige Distanz verblieb. Davon ist hier keine Spur, die Autorin lässt ihre Leser nicht aus einer Draufsicht über der Szenerie schweben, sondern wirft sie mitten hinein und lässt sie teilhaben, als stünden sie selbst auf dem frostigen Boden. Natürlich hatte die Autorin dafür auch gewisse Vorteile, da sie sich im Gegensatz zu ihren Kollegen nicht 1:1 am Leben spezieller historischer Figuren und Geschehnisse abarbeitete, sondern sich dafür entschieden hat, die Nordmänner in eine Fantasy-Story bzw. in eine Geschichte mit einer gesunden Portion nordischer Mythologie einzuarbeiten. Grobschlächtige und eisenharte Charaktere gibt es hier natürlich trotzdem, das Ganze wurde äußerst atmosphärisch in Szene gesetzt und entspricht so ziemlich genau dem typischen Bild, das man von der Welt der Nordmänner in jener Zeit vor dem inneren Auge hat. Und auch ansonsten überzeugt »Wölfe wie wir« auf der ganzen Linie: Die Geschichte wirkt frisch, geschickt konstruiert und unvorhersehbar, der Schreibstil ist kunstvoll und einnehmend, der Spannungslevel ist angenehm hoch, und wenn man sich nicht tagein, tagaus in der Welt der nordischen Sagen bewegt - da gibt es ja durchaus eine ganze Reihe Nerds -, dann erhält man hier einen höchst unterhaltsamen Fantasyroman, der mal in eine ganz andere Richtung geht als gewohnt, und der bis zur letzten Seite eine solch hohe Sogwirkung hat, als wäre er ein Strudel, den König Mysing höchstpersönlich entfacht hat.
– geschrieben am 19. März 2020 (5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz