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Ingas Irrwege
Verfasser: Janina Hoffmann (4)
Verlag: Eigenverlag (17241)
VÖ: 1. Februar 2020
Genre: Horror (1333) und Mystery-Roman (359)
Seiten: 228
Themen: Freiheit (490), Gefangenschaft (482), Lügen (1023)
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Ihre Freiheit ist für Inga Klein nach Jahren der Gefangenschaft in einem mysteriösen Haus das Wichtigste. Für ein bequemes, unabhängiges Leben wählt sie bevorzugt den Weg des geringsten Widerstands und belügt ihr Umfeld. Nichts und niemand kann die temperamentvolle Inga aufhalten, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat. Dabei erweisen sich ihre unüberlegten Handlungen im Nachhinein leider allzu oft als falsch. Inga geht dennoch entschlossen ihren Weg - und hinterlässt dabei blutige Spuren. Nach „Ingas Verbrechen“ und „Ingas Spiel“ der letzte Teil der Trilogie.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Janina Hoffmann für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Ich nickte nur. In mir brodelte eine unkontrollierbare Wut auf diese Kreatur, die vorgab, ein Mensch zu sein und der es irgendwie gelungen war, die Gestalt meines geliebten Adrian anzunehmen. Mein Bruder Wolf hatte vor Jahren von einem Ufologen erfahren, dass Außerirdische ihr Aussehen anscheinend problemlos ändern konnten. Dass sie über die Fähigkeit verfügten, sich als Menschen zu tarnen, wusste ich nicht erst seit meiner Begegnung mit Lucille Adam, Adrians Frau, die seinem und meinem Glück im Weg gestanden hatte. Ich hatte damals, als ich vierzehn war, etwas gegen Lucille Adam unternommen – mit fatalen Folgen.
     Auch jetzt war mir klar, was zu tun war. Als Thomas Curry mir den Rücken zuwandte, um die Tür zu öffnen, zog ich blitzschnell das Messer unter der Bettdecke hervor und stach zu. Mit vor Schreck und Schmerz aufgerissenen Augen bog Thomas Curry seinen Oberkörper nach hinten und fuchtelte erfolglos mit den Armen herum, um das Messer aus seinem Rücken zu entfernen. Es war ein grotesker Anblick. Während Thomas Curry mit schmerzverzerrtem Gesicht herumtaumelte, rief ich laut: „Helft mir!“ Das war das Stichwort für meine Freunde, die Hütte zu betreten.
     Thomas Curry schlug sich zunächst tapfer, alle Achtung. Es gab ein Gerangel, in dem er es meinen Freunden möglichst schwer machen wollte, das immer noch in seinem Rücken steckende Messer erneut gegen ihn einzusetzen. Er muss höllische Schmerzen gelitten haben, doch er kämpfte wie besessen um sein Leben. Allein gegen vier Männer kam jedoch nicht einmal Thomas Curry an. Und ihn verließen langsam seine Kräfte. Ich hielt mich währenddessen etwas abseits und fragte Thomas Curry immer wieder nach Adrian Adam, doch dieser arrogante Kerl reagierte überhaupt nicht darauf. Damit fällte er endgültig sein Todesurteil. Jeder meiner Freunde stach schließlich auf Thomas Curry ein, der kaum noch Gegenwehr leisten konnte und letztendlich tot auf dem Bett zusammenbrach.
     Anschließend war es Zeit, Britta anzurufen, um sie in die Gartenlaube zu locken, die ihre Todesfalle werden würde. Meine Freunde und ich fuhren so weit zurück Richtung Hamburg, bis wir wieder Handyempfang hatten. Den Anruf tätigte ich mit unterdrückter Nummer von Thomas Currys Mobiltelefon, das ich nur für diesen Zweck kurz einschaltete. Mit meinen behandschuhten Fingern war es gar nicht so einfach, die richtigen Tasten zu treffen. Außerdem zitterten meine Hände vor Aufregung. Würde Thomas Currys Nummer nun angezeigt werden oder nicht? Ich hatte schon Bedenken, durch meine Ungeschicklichkeit alles zu verderben, als mein Kumpel Bobby das Wählen freundlicherweise für mich übernahm.
     Meiner Schwester gegenüber behauptete ich, mich in einer Telefonzelle an der Landstraße zu befinden. Sie war schnell bereit, zu mir zu kommen, um mir zu helfen, wie sie es nannte. Dabei wollte sie höchstens sich selbst retten, indem sie mit mir alle Spuren des Mordes an Thomas Curry verwischte. Zufrieden mit dem Ergebnis des Gesprächs machten meine Freunde und ich uns auf den Rückweg zu der Schrebergartensiedlung. Wir würden rechtzeitig vor Britta dort sein, um ihr einen besonderen Empfang zu bereiten.
     In Brittas teurem Auto, mit dem sie an diesem Abend durch die verschneite Einsamkeit zu der Gartenlaube fuhr, hatte ich nie gesessen. Sie hatte es sich gekauft, nachdem sie mich aus ihrer Wohnung geworfen hatte. Mit ihrem vorherigen, ebenso edlen Wagen war ja auch nicht mehr viel anzufangen – so, wie ihn mein Kumpel Cäsar zugerichtet hatte.
     Britta mit ihrem scharfen Verstand merkte sehr bald, dass ich sie unter einem falschen Vorwand in die abgelegene Schrebergartensiedlung gelockt hatte und es für sie kein Entrinnen mehr gab. Seltsamerweise nahm sie das mit einer unerwarteten Gelassenheit zur Kenntnis. Meine Schwester zeigte bis zum Schluss keine Angst, auch nicht, als mein Freund Wuschel ihr mit dem zweiten Messer, das wir in der Küchennische in einer Schublade deponiert hatten, einen tödlichen Stich in den Bauch versetzte. Ich fand Brittas Fähigkeit, Haltung zu bewahren, bewundernswert und hasste mich selbst dafür, dass ich meiner Schwester nicht nur bloße Verachtung entgegenbringen konnte, wie sie es verdient hätte.
     Wir nahmen Britta und Thomas Curry nach ihrem Tod in der Gartenlaube kein Geld ab, um zu vermeiden, dass es später nach Raubmord aussehen könnte. Vielmehr sollte der Eindruck entstehen, dass Thomas Curry Brittas Geliebter war und sie zunächst ihn und dann sich selbst getötet hatte. Was das Verschwinden der beiden Autos und der Autoschlüssel anging, würde sich die Polizei daran wohl die Zähne ausbeißen.
      Meine Schwester hatte ihr Privat- und ihr Firmenhandy in ihrer noblen Handtasche bei sich. Natürlich besaß sie die teuersten Mobiltelefone, die derzeit erhältlich waren. Wir schalteten beide ab. Das ausgeschaltete Handy von Thomas Curry, das seine beste Zeit wohl schon hinter sich hatte, steckte mein Kumpel Wuschel zurück in die Jackentasche des toten Architekten. Schon bald hinter der Hamburger Stadtgrenze gab es keinen Handyempfang mehr. Das hatten meine Freunde und ich vorher sorgfältig getestet. Die Polizei würde die Spur meiner Schwester und die von Thomas Curry nicht verfolgen können.
     Dann kam der riskanteste Teil des Abends. Meine Freunde wollten nach den Morden unbedingt mit Brittas Wohnungsschlüssel zu deren Wohnung fahren, um nachzusehen, ob sich dort Wertgegenstände befanden, die wir entwenden könnten, um sie weiterzuverkaufen. Ich war nicht einverstanden mit dieser Idee, doch statt meinen Unmut zu äußern, bot ich an, mich allein in der Wohnung meiner Schwester umzusehen. Das würde am schnellsten gehen, schließlich kannte ich mich dort aus. Außerdem wollte ich vermeiden, dass meine Freunde Brittas Klingelschild sahen und herausfinden würden, dass ihr Nachname Klein war, während ich mich schon im Internet-Briefclub Inga Adam genannt hatte.
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