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TASCHENBUCH
 
Witte und Fedder ermitteln 5 - Juister Düne
Verfasser: Sina Jorritsma (28)
Verlag: Klarant (618)
VÖ: 3. Februar 2020
Genre: Kriminalroman (6762)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 121 (Kindle-Version)
Themen: Inseln (1490), Kommissare (1701), Mord (5268), Ostfriesland (476), Pistole (6)
Reihe: Witte und Fedder ermitteln (5)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Februar 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein Mann liegt tot in den Dünen der Insel Juist, erschossen mit einer Duellpistole aus dem 18. Jahrhundert. Was hat es mit dieser ungewöhnlichen historischen Tatwaffe auf sich? Zumindest die Identität des Toten ist schnell geklärt; Lukas Flechsner verbrachte seinen Urlaub mit seiner Frau und einem befreundeten Paar auf Juist. Ist ein merkwürdiges Rollenspiel aus den Fugen geraten? Hat seine eigene Frau Lukas gar versehentlich getötet? Die Inselkommissare Antje Fedder und Roland Witte nehmen auch das berufliche Umfeld des Opfers ins Visier. Der berüchtigte Baugutachter hatte sich viele Feinde gemacht, von denen einer rein zufällig gerade auf der ostfriesischen Insel weilt ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Gröger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sina Jorritsma gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

»Hier ist ein nackter Mann!«
     Kommissarin Antje Fedder von der Polizei Juist runzelte die Stirn, als sie die aufgeregte Frauenstimme am Telefon erkannte. Es war erst kurz nach acht Uhr morgens, ihr Dienst in der kleinen Inselwache hatte gerade begonnen. Immerhin musste sie die Melderin nicht nach ihrem Namen fragen.
     »Werden Sie von der Person bedroht, Frau Meester?«
     »Wie bitte?!« Die Frau klang nun noch etwas schriller. »Nein, der Mann ist tot!«
     »Das hatten Sie bisher nicht erwähnt. Wo befinden Sie sich?«
     »Am Piratenpad, nicht weit von der Aussichtsplattform.«
     »Wir kommen sofort, rühren Sie bitte nichts an.«
     »Ich habe nicht vor, eine Leiche anzufassen. Kommen Sie schnell, vielleicht ist der Mörder noch in der Nähe!«
     Antje versprach, ihr Möglichstes zu tun. Dann beendete sie das Telefonat, stand auf und griff nach ihrer Dienstmütze auf dem Garderobenständer in der Ecke.
     »Es gibt Arbeit, Roland.«
     Ihr Kollege Kommissar Witte, der am Schreibtisch ihr gegenüber saß, hatte sich ebenfalls bereits erhoben.
     »Ich konnte die Stimme unserer verehrten Bürger¬meisterin vernehmen, habe die Worte aber nicht verstanden«, sagte er schmunzelnd. »Weswegen macht sie denn diesmal die Pferde scheu? Hat ein Urlauber ein Kaugummi auf die Badefrau-Skulptur geklebt? Oder schwimmt eine leere Getränkedose im Schiffchenteich?«
     Antje schüttelte den Kopf.
     »Diesmal ist es ernst. Silke Meester hat einen unbe-kleideten männlichen Leichnam entdeckt.«
     Nach dieser Information verging Witte das Grinsen. Der dunkelhaarige Kommissar war ein lockerer Typ, der das Leben von der leichten Seite nahm. Doch über Tod und Mord riss er keine Witze. Da die Polizeistation nur mit diesen beiden Beamten besetzt war, schloss Antje hinter ihnen ab. Zuvor hatte sie die Rufumleitung eingeschaltet, sodass alle Festnetzanrufe bei der Juister Polizei auf ihr Smartphone umgeleitet wurden.
     Die Inselpolizisten schwangen sich auf ihre Fahrräder, denn auf dem autofreien Eiland war das ihr einziges Fortbewegungs¬mittel. Wenn größere Gegenstände trans-por¬tiert werden mussten, griff man auf ein Pferdefuhrwerk zurück.
     Es war ein sonniger Septembermorgen auf der kleinen Nordseeinsel. Die Hauptsaison hatte vor wenigen Tagen ein Ende gefunden, doch das »Töwerland« konnte sich trotzdem nicht über mangelnden Zustrom an Urlaubern beklagen. Nun kamen hauptsächlich die Gäste nach Juist, die sich nicht nach den Schulferien richten mussten.
     Mit dem Fahrrad benötigte man nur sechs oder sieben Minuten, um von der Polizeiwache in der Carl-Stegmann-Straße zum Piratenpad im Ortsteil Loog zu gelangen.
     »Was treibt die Bürgermeisterin so früh am Morgen dorthin?«, fragte Witte, während er neben Antje fuhr.
     »Silke Meester dreht gern frühmorgens eine Runde, bevor ihre Dienststunden im Rathaus beginnen. Falls ihr irgendetwas faul vorkommt, kann sie sich dann unmittelbar darum kümmern.«
     »Nun weiß ich auch, weshalb die Dame stets ein Haar in der Suppe findet«, seufzte Witte. Antje musste ihrem Kollegen innerlich recht geben. Die Bürgermeisterin neigte zum Übereifer, sie schien ständig unter Strom zu stehen. Es war, als ob sie niemals abschalten könnte. Dank dieser Haltung der Amtsträgerin konnte Juist sich sehen lassen, die Insel war stets proper und einladend. Schlendrian würde sich auf dem Eiland niemals einstellen, solange Silke Meester die Verantwortung trug.
     Der Piratenpad war ein schmaler Weg, der zwischen den Dünen hindurch Richtung Strand führte. Die Bürger-meisterin war ebenfalls mit ihrem Fahrrad unterwegs gewesen. Sie hatte es nun beiseitegestellt und winkte den Inselpolizisten aufgeregt zu.
     Die Bürgermeisterin trug an diesem Morgen ein marineblaues zweireihiges Sakko, dazu einen roten Seidenschal und einen grauen knielangen Rock. Silke Meester war blond, sehr schlank und stets elegant gekleidet. Wie die meisten Juister hatte sie eigentlich einen gesunden Teint, da sie sich oft an der frischen Luft aufhielt. Doch momentan war sie sehr bleich, der Schock stand ihr ins Gesicht geschrieben. Sie deutete auf den Dünenrand links des hölzernen Pfads.
     Die Leiche konnte man unmöglich übersehen. Antje und Witte ließen ihre Räder zu Boden gleiten und traten näher. Die Kommissarin schätzte das Alter des dunkelblonden Toten auf ungefähr vierzig. Er war schlank, die Haut wies keine Tätowierungen oder sonstigen besonderen Kenn-zeichen auf. Antje zeigte auf seine Brust.
     »Da ist eine kleine Wunde in Herznähe, sie könnte von einem Schuss stammen.«
     »Also gehen Sie von einem Mord aus?«, fragte die Bürgermeisterin mit zitternder Stimme.
     »Wir werden den Leichnam aufs Festland schaffen lassen, damit er obduziert wird«, erklärte Witte. »Wann haben Sie den Toten denn entdeckt, Frau Meester?«
     »Unmittelbar, bevor ich Sie anrief! Sie müssen den Mann so schnell wie möglich wegbringen, jeden Moment können Urlauber hier erscheinen.«
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