Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
43.029 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Ilka Hesse«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
HARDCOVER
 
Feuer im Elysium
Verfasser: Oliver Buslau (1)
Verlag: Emons (336)
VÖ: 23. Januar 2020
Genre: Historischer Roman (3958) und Kriminalroman (6762)
Seiten: 544
Themen: Burschenschaften (3), Intrigen (1102), Komponisten (24), Konzerte (45), Ludwig van Beethoven (4), Musik (263), Politik (438), Wien (269)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,50 (90%)
auf Basis von zwei Bloggern
1
50%
2
50%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Kann eine Sinfonie die Freiheit bringen?

Als der junge Schlossverwalter Sebastian Reiser nach Wien gelangt, bereitet der große Komponist Ludwig van Beethoven gerade die Uraufführung seiner neunten Sinfonie vor. Die ganze Stadt fiebert dem Konzert im Kärntnertortheater entgegen. Doch die Aufführung ist umstritten – nicht nur bei den konservativen Musikenthusiasten, sondern auch bei verbotenen Burschenschaften. Reiser bekommt die Chance, im Orchester mitzuwirken, und gerät in ein gefährliches Geflecht aus Intrigen und geheimer Politik.
Quelle: Emons
Lesermeinungen (0)     Leserkanonen-Einblick     Blogger (1)     Bild     Cover
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Im Jahre 1770 kam im damaligen Kurköln der Komponist Ludwig van Beethoven zur Welt, was sich in einigen Monaten zum 250. Mal jähren wird. Dies gab verschiedenen Institutionen den Anlass, für 2020 das »Beethoven-Jahr« auszurufen und den Capital Bra der Wiener Klassik in zahlreichen Veranstaltungen zu würdigen. Natürlich geht ein solches Jubiläum auch an der Buchwelt nicht spurlos vorüber. Damit, dass Beethoven auch in einem Kriminalroman auftauchen würde, hätte vermutlich trotzdem nicht jeder gerechnet. Für diese Idee verantwortlich ist Musikjournalist und Autor Oliver Buslau, der in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten schon mehrere Kriminalromane mit Bezug zur klassischen Musik zu Papier gebracht hat. Genau dieses Werk haben wir uns dieser Tage einmal etwas näher angesehen.

»Feuer im Elysium«, so der Name von Buslaus Buch, wurde am 23. Januar im Kölner Emons Verlag veröffentlicht, der auf Kriminalromane mit regionalem Anstrich und auf historische Krimis spezialisiert ist. Das Buch hat einen Umfang von 496 Seiten und kann zum Preis von 22 Euro als gebundene Ausgabe erworben werden. Die Digitalversion kostet 18,99 Euro.

Buslau führt seine Leser in dem Buch ins Wien des Jahres 1824, in dem der große Komponist gerade dabei ist, seine letzte vollendete Sinfonie - zehn Jahre nach der Anfertigung der ersten Skizzen - zur Uraufführung zu bringen, weswegen die Stadt trotz der problematischen Umstände im metternichschen System pulsiert und dem großen Konzert entgegenfiebert. Dabei handelt es sich nicht nur um positiven Enthusiasmus, vielmehr stehen konservative Musikfreunde und Burschenschaftler der ganzen Sache mit mehr als nur Skepsis gegenpber. Just in dieser Zeit gelangt Protagonist Sebastian Reiser nach Wien und erhält dort die Chance, im Orchester mitzuwirken. Auf diesem Wege gelangt er mitten hinein in ein Wespennest aus unheilvollen Begebenheiten.

So wie eine gute Sinfonie ein anspruchsvolles Gesamtkunstwerk aus vielen Zutaten ist, die alle stimmig sein müssen, so hat der Autor in seinem Buch sehr viel richtig gemacht und viele Elemente genau passend zusammengesetzt. Das fängt bei dem historischen Wien an, das er hier mit seinen Worten hat lebendig werden lassen. Dank guter Recherchearbeit, einem Händchen für den richtigen Ton und das Einstreuen einiger historischer Figuren hat er es vollbracht, den Leser zwei Jahrhunderte zurück in der Zeit zu versetzen und Wien auch für diejenigen lebendig werden zu lassen, die dort nicht zu Hause sind. Und bei der Kulisse hört es nicht auf, denn es ist auch äußerst unterhaltsam, Sebastian Reiser während der Geschichte über die Schultern schauen zu können. Buslau hat eine Story verfasst, die vielleicht nicht mit einem Übermaß an Spannung punktet - diese Erwartung wäre bei einem Roman wie diesem auch eher nicht angebracht -, aber sehr gut konstruiert ist, jederzeit unvorhersehbar bleibt und dem Leser keine Ruhepausen gönnt. Die Atmosphäre ist stimmig, die Charaktere wissen zu überzeugen und sind auf gelungene Weise undurchschaubar dargestellt worden, und so ergibt sich hier eine Geschichte, die auch denjenigen Fans historischer Krimis gefallen dürfte, die seit ihrer Schülerzeit nichts mehr mit Beethoven zu tun haben wollten.
– geschrieben am 6. Februar 2020 (5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz