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TASCHENBUCH
 
Blutroter Schleier
Verfasser: Karsten Krepinsky (2)
Verlag: Books on Demand (3197) und Eigenverlag (17525)
VÖ: 17. Januar 2020
Genre: Thriller (6652)
Seiten: 256 (Taschenbuch-Version), 258 (Kindle-Version)
Themen: Atlantischer Ozean (48), Bohrinsel (8), Mord (5895), Notlandung (8), Unwetter (65), Urlaub (817)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Blutroter Schleier« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (4)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Karsten Krepinsky für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Karsten Krepinsky gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Auch wieder wahr.« Ed verstand, dass er die Frohnatur Rick nicht so leicht reizen konnte. Er füllte zwei Gläser mit Champagner, reichte eins davon Rick und prostete ihm zu. »Na, dann lasst uns zusammen Spaß haben.«
     Rick leerte sein Glas in einem Zug. »Was auf Love One passiert, bleibt auf Love One. Das ist nicht umsonst das Motto unseres Urlaubs. Meine Freunde, so eine Gelegenheit bietet sich nur einmal im Leben.«

Kim schloss die Augen. Ihre Gedanken kreisten nur noch um Joy. Wie konnte sie dieses Porzellanpüppchen ausstechen, das nicht nur blendend aussah, sondern auch noch ein verdammtes Genie war, das sich anschickte, die Welt zu retten? Joys Zickigkeit bot eine geeignete Angriffsfläche, glaubte sie. Das war in Kims Augen definitiv ein Plus bei der kommenden Auseinandersetzung. Und die Halbasiatin Liv? Ihre andere Konkurrentin war an den Männern in der Passagierkabine offenbar nicht interessiert. Oder war Rick längst Livs Favorit, und sie sparte ihre Energie? Weder Liv noch Joy würde sie Mike kampflos überlassen. Denn wer blieb da noch übrig? Die Aussicht, mit einem der anderen Männer an Bord flirten zu müssen, ließ Kims Stimmung ins Bodenlose fallen. Ed, der mürrische Intellektuelle, Rick, der Kaffeekocher für Hipster – gutaussehend, aber unterprivilegiert – und Claas, der Schweigsame mit der von ihr gehassten roten Haarfarbe. Kim hoffte inständig darauf, dass es einen attraktiven Personal Trainer auf der Yacht gab. Aber darauf konnte sie sich nicht verlassen.
     »Hier ist Mike aus dem Cockpit«, meldete sich der Pilot über die Lautsprecher. »Eine Unwetterfront liegt vor uns. Es wird heftige Turbulenzen geben. Bitte bleiben Sie angeschnallt und suchen Sie das Bad nicht mehr auf. Wir werden in wenigen Minuten Love One erreichen.«
     Kim seufzte innerlich. Was für eine tiefe, männliche Stimme. Sie musste Mike unbedingt bekommen.
     »Na, unser George Clooney ist ja wirklich auf Zack«, machte sich Ed lustig. »Das Unwetter kann ja wahrlich nur ein Avionik-Experte erkennen.«
     Ein heller Lichtblitz zuckte am rechten Seitenfenster vorbei. »Wow, was war das?«, fragte Liv. Beunruhigt blickte sie sich um. Für einen Moment dachte sie, dass die Maschine Feuer fangen würde.
     »Ein Blitz ist eingeschlagen«, sagte Claas in belehrendem Tonfall. »Aber macht euch keine Sorgen. Wir sind hier sicher. Der Hubschrauber ist wie ein Faradayscher Käfig.«
     Die anderen drehten sich zu Claas um, der während des ganzen Flugs noch nicht geredet hatte. Sie alle schienen für einen Moment über Claas’ plötzliche Wortmeldung mehr überrascht zu sein als über die Urgewalt, die durch das Unwetter entfacht wurde. Mit voller Wucht wurde jetzt die Maschine wie ein Spielball hin- und hergeworfen. Die Innenverkleidung knarzte so laut, als würde der Hubschrauber jeden Augenblick zerbrechen.
     »Nur keine Panik«, versuchte Rick die anderen zu beruhigen. »Für den Sea Stallion ist das kein Ding.«
     Ed sah nachdenklich aus dem Fenster. Zum ersten Mal verschwand das zynische Lächeln in seinem Gesicht. All die souveräne Distanziertheit, mit der er normalerweise seine Umgebung betrachtete, war von einem Augenblick zum anderen verschwunden. Angst machte sich in ihm breit. Er stellte das Glas ab, ohne den Champagner ausgetrunken zu haben. Die Lichter flackerten mehrere Sekunden lang, bevor sie erloschen. Die Notbeleuchtung, die den Weg zu den beiden Exit-Türen wies, tauchte die Gesichter der Passagiere in ein grünes Licht.
     Claas musterte Rick verblüfft. »Du scheinst überhaupt keine Angst zu haben?«
     »Die Firma hat immer ’nen Plan«, erwiderte Rick. »Das könnte alles ’n Test sein.«
     »Test?« Claas hob die Augenbrauen. »Was meinst du damit? Dass GC den Urlaub als Assessment-Center nutzt, um unsere Fähigkeiten besser einschätzen zu können?«
     Eds Gesichtsfarbe wechselte ins Graue. »Na, das wird ja immer besser.« Joy bot ihm eine Pille gegen Reisekrankheit an. Ed schluckte die Tablette und zerkaute sie, ohne Flüssigkeit zu sich zu nehmen. »Kein Vorspiel, sondern ’n verdammtes Assessment-Center.«
     »Hier ist wieder Mike aus dem Cockpit. Bitte ziehen Sie die Schwimmwesten an, die Sie unter ihren Sesseln finden. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.«
     »Jetzt werd’ ich aber auch unruhig«, gab Liv zu. »Schwimmweste? Die musste ich noch nie anziehen, obwohl ich seit Jahrzehnten Vielfliegerin bin.«
     »Scheiße!« Claas blickte durch die Scheibe nach draußen. »Wir gehen runter! Aber weit und breit ist keine verdammte Yacht zu sehen!«
     »Gibt es eigentlich ’n Copiloten?«, kam es Rick in den Sinn.
     »Woher soll der kommen?«, brummte Ed. »Etwa unterwegs eingestiegen? Und Stewardessen gibt’s auch keine. Die Firma hat an alles gedacht? Am Arsch!«
     »Seht!«, rief Rick, während er sein Gesicht gegen die Scheibe presste. »Da unten, da ... da hab’ ich was blinken sehen!«
     »Hier ist Mike«, dröhnte es aus den Lautsprechern. »Wir gehen jetzt runter. Bereiten Sie sich auf eine raue Landung vor!«
     »Soll das ’n Witz sein?«, regte sich Joy auf. »Davon war eben aber nicht die Rede.« Sie kramte nach dem Handy in ihrer Tasche. »Verflucht nochmal ... ich muss ... ich kann ... es ist doch ... das geht doch nicht ... sterben? Einfach so? Wer kümmert sich denn jetzt um meine Algen?«
     »Haltet euch fest!«, schrie Claas. Wie die anderen hatte er seine Schwimmweste aus der Ablage gezogen. Krampfhaft hielt er den orangefarbenen Lebensretter in seinen schwitzigen Händen fest. Das Adrenalin ließ seinen Körper erstarren. Eine Böe nach der nächsten riss an der Maschine. Das Geräusch der Rotoren wurde lauter, um dann vollständig zu verstummen. Einige Sekunden herrschte Totenstille.
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