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TASCHENBUCH
 
Blutroter Schleier
Verfasser: Karsten Krepinsky (1)
Verlag: Eigenverlag (15148)
VÖ: 17. Januar 2020
Genre: Thriller (6139)
Seiten: 256 (Taschenbuch-Version), 258 (Kindle-Version)
Themen: Atlantischer Ozean (44), Bohrinsel (7), Mord (5270), Notlandung (7), Unwetter (52), Urlaub (729)
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Lesermeinungen (2)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Karsten Krepinsky für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Karsten Krepinsky gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Wenn das hier das Vorspiel sein soll«, brummte Ed, »dann kann ich auf den Sex gerne verzichten.«
     Der Hubschrauber wurde von einer Böe erfasst und die Insassen wie in einer Achterbahn durchgeschüttelt.
     Liv lehnte sich zu Ed hinüber. »Love One ist ein Mythos. Ich bin mir sicher, das wird ein Abenteuer, das wir nie vergessen werden.«
     Kim musterte ihre Konkurrentin argwöhnisch. War Liv dazu in der Lage, ihr auf der Yacht die Show zu stehlen? Liv war eine Halbasiatin mittleren Alters. Ihre Haut wirkte jugendlich zart, aber in ihr Gesicht war die Erfahrung eines gut vierzigjährigen Lebens geschrieben. Kluge, wache Augen, die ihre Umwelt abtasteten. Sicher zog Liv einen anderen Männertypus an, war Kim beruhigt: den intellektuellen Denker. Kim lachte in sich hinein. Den Griesgram Ed konnte sie gerne haben. Nun musste sie nur noch eine Konkurrentin an Bord des Hubschraubers ausstechen – und die war von einem anderen Kaliber. Joy war eine rotblonde Frau von Mitte zwanzig mit Porzellanteint und einer Figur, die für den Laufsteg wie geschaffen war. Kim vermutete, dass Joy als Model arbeitete. Die Haare hatte sie mit Hilfe von Haarstäben nach hinten gesteckt, ein wenig untergewichtig und anämisch war Joy, wie es in der Model-Branche üblich war. Kim hoffte darauf, dass Joy wie viele Models Bulimie hatte und der ständige Gang zur Toilette ihre Dates vermieste. Kim versuchte einen Blick auf Joys Zähne zu erhaschen, doch die perfekt geformten, vollen Lippen gaben den Blick auf die Schneidezähne nicht frei. So konnte Kim nicht erkennen, ob Joys Zahnschmelz durch den ständigen Kontakt mit Magensäure angegriffen war.
     »Ich frage mich wirklich, was das soll«, sagte Joy. Durch die Seitenscheibe des Hubschraubers betrachtete sie das aufgewühlte Meer. »Gestern war bestes Wetter und da bleiben wir im Hotel. Und heute? Na, seht selbst nach draußen.«
     »Die Firma weiß genau, was sie tut«, erwiderte Rick gelassen. »Vielleicht wollen die uns ein wenig Nervenkitzel bieten.«
     »Nervenkitzel?«, wunderte sich Joy. »Darauf kann ich verzichten.«
     »Reg dich nicht auf.« Rick lächelte Joy an. »Die ziehen das hier nicht von der Woche auf der Yacht ab. Es ist ein Tag bezahlter Urlaub mehr.«
     »Als ob das ’ne Rolle spielen würde, wenn wir die ganze Zeit auf der Krankenstation verbringen.«
     »Mach dir keine Sorgen. Die paar Turbulenzen hält der Sea Stallion schon aus. Die waren mit den Dingern in Afghanistan und in den Siebzigern sogar in Vietnam. Einer wurde da mal von zwei RPGs getroffen und ist trotzdem weitergeflogen.«
     Ed runzelte die Stirn. »RPGs?«
     »Rocket-propelled grenades«, sagte Rick lächelnd. »Panzerfäuste.«
     Ed klopfte dreimal auf die Lehne seines Sitzes. »Na ja, Taliban gibt es vor der Küste Schottlands wohl eher nicht. Bei Vietcong bin ich mir dagegen nicht so sicher.«
     »Hoffentlich gibt es irgendwo Papiertüten für den Notfall«, bemerkte Joy, während sie vergeblich das Magazinfach ihrer Seitenlehne durchstöberte. »Mein Magen reagiert bei so was immer ganz schön empfindlich.«
     Kim triumphierte innerlich. Joy war nicht mehr als ein zerbrechliches Porzellanpüppchen. Kim fühlte sich ihr haushoch überlegen, war sie selbst doch athletisch und robust. In fünfzehn Jahren musste Kim kein einziges Foto-Shooting absagen. Und mental war sie ein Monstrum. Den New-York-Marathon vor zwei Jahren hatte Kim mit einem Muskelfaserriss durchgestanden.
     »Nimm doch den Champagnerbottich«, schlug Ed vor. »Da wird deine Kotze sogar noch gekühlt.«
     »Igitt«, ekelte sich Joy.
     Ed lachte auf. Es wunderte ihn, dass Joy mit seinen sarkastischen Bemerkungen nicht umgehen konnte. Sie war ganz offensichtlich eine intelligente Frau. Gleichzeitig amüsierte Ed sich immer, wenn er andere durch seine Kommentierungen aus der Fassung brachte.
     Joy schüttelte sich, holte eine Medikamentenpackung aus der Handtasche und drückte eine Ingwertablette aus dem Blister. »Ich wusste, dass es ein Fehler war, die Reise anzutreten«, sagte sie und warf sich die Tablette ein. »Ich hätte das Labor gar nicht verlassen dürfen. Ich hab’ extra ’n wichtiges Experiment unterbrochen. Die Algenkultur muss ich wieder neu anziehen.« Joy spülte die Tablette mit Tomatensaft runter.
     »Algen?«, fragte Rick. »Was hast du denn mit Algen zu tun?«
     »Es sind meine kleinen grünen Schätze.«
     »Schätze?«
     »Ich arbeite in ’nem Start-up-Unternehmen. Wir erforschen, wie man aus Algen Bioalkohol gewinnt.«
     »Wow!« Rick war beeindruckt. »Dann hast du ja studiert. Ich dachte, du wärst Model oder so.«
     »Nur weil ich nicht schlecht aussehe, muss ich doch kein Model sein«, erwiderte Joy schnippisch.
     Rick lächelte unschuldig. »Also ich bin Barista.«
     »GC-Wissenschaftlerin?«, fragte Ed kopfschüttelnd. »Bestimmt noch promoviert?«
     Joy nickte, während sie sich wegdrehte.
     »Ein verdammter Doktor an Bord«, sagte Ed. »Bist du nicht noch zu jung dazu?«
     Joy verschränkte abweisend die Arme vor der Brust. »26. Da kann so was schon passieren.«
     »Doktor? Echt?«, hakte Rick bewundernd nach. »Dann kannst du uns ja verarzten, wenn’s nötig ist.«
     »Meine Güte!« Ed räusperte sich. »Du glaubst, dass jeder, der ’nen Doktortitel hat, Arzt ist? Mensch, bist nicht die hellste Kerze auf der Torte, oder?«
     Rick grinste. »Die Kerze, die nicht so hell brennt, brennt dafür umso länger.« Rick hatte keine Probleme mit persönlichen Beleidigungen. Seine Intelligenz hatten schon die Lehrer auf dem Gymnasium in Frage gestellt. Es hatte Rick nie gestört, da er bei den Mitschülern umso beliebter wurde, je heftiger ihn die Lehrer angriffen. Vor allem die Mädchen konnten dem gut aussehenden Rebellen nicht widerstehen. Ihre Herzen flogen Rick scharenweise zu.
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