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TASCHENBUCH
 
Jan Theisen und Laura Schüle 1 - Gottes Zorn
Verfasser: Simon Geraedts (13)
Verlag: Eigenverlag (17220)
VÖ: 20. Januar 2020
Genre: Thriller (6567)
Seiten: 303 (Taschenbuch-Version), 259 (Kindle-Version)
Themen: Außenseiter (215), Blutrausch (10), Erniedrigung (14), Frankfurt (249), Kommissare (1976), Leichen (2054), Massaker (61), Rache (1941), Serienmörder (914)
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Reihe: Jan Theisen und Laura Schüle (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Konrad Mayer wird von allen Seiten gemobbt und geärgert - am Arbeitsplatz seine Kollegen und sein Chef, zu Hause seine Frau und der Nachbar. Nur die Nachbarin Martha ist nett zu Konrad. Eines Tages beschließt er Suizid zu begehen, doch seine Frau kommt dazwischen und so tötet er sie. Und ab diesem Zeitpunkt ist Konrad im Blutrausch. Jan Theisen und Laura Schüle ermitteln somit in ihrem 1. Fall.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Simon Geraedts für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Simon Geraedts gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Bei dem Gedanken, das ganze Wochenende ihre Nörgeleien ertragen zu müssen, hätte ich am liebsten bis Montag durchgearbeitet. Aber um sieben schloss das Putzlappengeschwader die Türen ab und warf die verbliebenen Mitarbeiter raus. Also fügte ich mich in mein Schicksal, schwang die Arbeitstasche über die Schulter und machte mich vom Acker.
     Im Flur stand der Putzwagen, vollbeladen mit Wischmopps, Mikrofasertüchern, Staubwedeln und Essigreinigern. Auf einer Flasche war ein Totenkopf abgebildet; insgeheim fragte ich mich, was wohl passieren würde, wenn ich diese aggressive Flüssigkeit auf ex trank.
     Würde ich zusammenbrechen und mich am Boden in grässlichen Krämpfen winden? Würde sich das Zeug wie Säure durch meine Eingeweide fressen und die Organe zersetzen?
     Bei dieser Vorstellung schlug mein Herz höher. Es wäre ein grässlicher Todeskampf, keine Frage, aber danach würde mich Erlösung erwarten, himmlische und ewige Erlösung ...
     »Oh, es ist ja doch noch jemand hier.«
     Erschrocken zog ich meine Hand zurück, die ich unbewusst nach der Totenkopf-Flasche ausgestreckt hatte. Vor mir stand eine stämmige Frau mit runzligem Gesicht und buschiger Monobraue. Sie trug die typische Putzkolonnen-Montur und schenkte mir ein breites Lächeln aus einer Reihe schiefer, gelber Zähne. »Wir müssen gleich abschließen, Anweisung von Herrn Kreuzmann.«
     »Schon klar«, erwiderte ich, »wollte gerade gehen.«
     Ich steckte die Hände in die Hosentaschen und eilte zum Ausgang. »Schönes Wochenende«, rief sie mir nach.
     »Du mich auch«, murmelte ich und hob zum Abschied eine Hand.
     Die Sonne stand bereits tief am Himmel und tauchte den Parkplatz in das glutrote Leuchten eines Hochofens. Mein Wagen – ein uralter Passat, der schon seit Jahren aus dem letzten Loch pfiff – stand auf einem der hinteren Stellplätze. Abgesehen von meiner Schrottkiste parkte hier nur noch der weiße Lieferwagen der Reinigungsfirma.
     Mit schlurfenden Schritten ging ich auf mein Auto zu und glitt wie in Zeitlupe hinters Steuer. Ich hatte es nicht eilig, nach Hause zu kommen, ganz und gar nicht. Kurz dachte ich sogar darüber nach, auf dem Parkplatz zu übernachten; wenigstens hatte ich hier meine Ruhe. Ich würde einfach den Sitz zurückklappen, die Augen schließen und von einem Paralleluniversum träumen, in dem ich meinen Chef von einer Gehaltserhöhung überzeugte. Nein, besser noch von einem Universum, in dem ich über den Schreibtisch dieses ignoranten Ausbeuters sprang und ihn mit bloßen Händen erwürgte. Anschließend würde ich Ziegler in der Herrentoilette auflauern und ihn in der Kloschüssel ertränken.
     Ja, in dieser Traumwelt wäre ich gern versunken und nie wieder aufgewacht. Einer Welt, in der ich all das tat, wovon ich immer schon ...
     Meine Gedanken rissen ab, als mein Handy in der Hosentasche vibrierte. Seufzend holte ich es hervor und las Ulrikes WhatsApp-Nachricht.
     Es sind keine Eier mehr da, also fahr zum Rewe und bring welche mit! Aber nicht die teuren Bio-Eier, die normalen! Wenn du schon dabei bist, kauf noch ein paar Tüten Milch, die fettreduzierte. Und beeil dich ein bisschen!
     Zähneknirschend tippte ich eine Antwort.
     Warum bewegst du deinen fetten Arsch nicht selbst zum Rewe? Ich habe den ganzen Tag geschuftet, während du auf der Couch gesessen und Nutella aus dem Glas gelöffelt hast. Und was soll dieser Quatsch mit der fettreduzierten Milch? Glaubst du wirklich, das würde bei dir noch etwas nützen? Du würdest doch auch nicht versuchen, einen Waldbrand mit einem Eimer Wasser zu löschen, oder?
     Mein Zeigefinger schwebte über dem Senden-Button. Schließlich löschte ich den Text jedoch und schrieb: Kein Problem, Schatz. Bis gleich.
     Ich steckte das Handy zurück in die Hosentasche und massierte meine Schläfen.
     »Herr, erlöse mich«, flüsterte ich. »Denk dir meinetwegen etwas besonders Grausames für mich aus, Tuberkulose, einen Herzanfall oder Hodenkrebs. Nur bitte erlöse mich!«
     Erlöse dich doch einfach selbst, sprach eine spöttische Stimme tief in meinem Inneren. Wenn du schon zu feige bist, dein armseliges Leben umzukrempeln, dann zieh wenigstens einen Schlussstrich. Aber auch dafür fehlen dir die Eier, nicht wahr? Eine Sorte Eier, die es nicht beim Rewe gibt, haha.
     Widerwillig startete ich den Motor und ließ den Wagen vom Parkplatz auf die Straße rollen. Das Bürogebäude befand sich in der Nähe vom Frankfurter Hauptbahnhof. Mein Elternhaus, in dem ich seit zwölf Jahren mit Ulrike wohnte, stand westlich vom Grüneburgpark in der Frauenlobstraße. Eine Strecke von nur vier Kilometern, aber ich musste noch einen Abstecher zum Supermarkt machen und würde mir Zeit lassen. Bis ich zuhause ankam, wäre die Sonne hinter dem Horizont verschwunden – in jeder erdenklichen Hinsicht.
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