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TASCHENBUCH
 
Gottes Zorn
Verfasser: Simon Geraedts (10)
Verlag: Eigenverlag (15148)
VÖ: 20. Januar 2020
Genre: Thriller (6137)
Seiten: 303 (Taschenbuch-Version), 259 (Kindle-Version)
Themen: Außenseiter (193), Blutrausch (9), Erniedrigung (14), Frankfurt (234), Kommissare (1701), Leichen (1825), Massaker (55), Rache (1771), Serienmörder (844)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Konrad Mayer wird von allen Seiten gemobbt und geärgert - am Arbeitsplatz seine Kollegen und sein Chef, zu Hause seine Frau und der Nachbar. Nur die Nachbarin Martha ist nett zu Konrad. Eines Tages beschließt er Suizid zu begehen, doch seine Frau kommt dazwischen und so tötet er sie. Und ab diesem Zeitpunkt ist Konrad im Blutrausch. Jan Theisen und Laura Schüle ermitteln somit in ihrem 1. Fall.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Simon Geraedts für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Simon Geraedts gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Aber von solchen spätpubertären Streichen lässt man sich als Erwachsener nicht ins Bockshorn jagen, richtig?
     Falsch. Über eine fiese, kleine Gemeinheit schmunzelt man, ein Dutzend davon steckt man tapfer weg, doch ab einem gewissen Punkt summieren sich solche Bösartigkeiten zu einem ausgewachsenen Martyrium. Wie bei dieser chinesischen Wasserfolter, bei der man einem Menschen so lange einen Tropfen auf die Stirn träufelt, bis er den Verstand verliert.
     Nach einem Vierteljahr hatte Ziegler mich beinah so weit. Ich stand kurz davor, durchzudrehen, auch wenn ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.
     »Die Kleine tut jedenfalls ganz schockiert, lässt sich von mir aber schließlich einen Gin Tonic spendieren. Tja, und rate mal, wer sie ein paar Stunden später in ihrer Studenten-WG flachgelegt hat?«
     Ziegler deutete mit beiden Daumen auf die eigene Brust, worauf Böhm gute Miene zum bösen Spiel machte und ihm anerkennend auf die Schulter klopfte. »Respekt, Alter. Falls wir uns nachher nicht mehr sehen, wünsche ich dir schon mal viel Spaß im Stadion.«
     Ziegler zwinkerte ihm zu. »Danke, Mann. Ich schicke dir ein paar Selfies.«
     Böhm reckte einen Daumen hoch und verschwand in seinem Büro. Als Ziegler mich erblickte, verzog er das Gesicht, als hätte er in seinem Mittagessen eine Kakerlake entdeckt. »Weg da, Mayer.«
     Er drängte sich an mir vorbei und platzte in Kreuzmanns Büro, ohne anzuklopfen. »Moment mal«, krächzte ich. »Ich hab mit dem Chef einen Termin vereinbart, du kannst dich nicht einfach so vordräng...«
     »Schnauze!«
     Er schlug die Tür zu und ließ mich eiskalt im Flur stehen. Ich knirschte vor Wut mit den Zähnen und ballte die Fäuste. Am liebsten hätte ich diesen arroganten Pisser am Kragen gepackt und wieder aus dem Büro gezerrt, aber wie immer war das nur ein albernes Gedankenspiel.
     Früher als erwartet schwang die Tür wieder auf. Um einem Nasenbeinbruch zu entgehen, sprang ich zurück, verlor das Gleichgewicht und landete auf dem Hintern. Die Mappe mit den Ausdrucken flog mir aus den Händen, die Papiere wirbelten heraus und verteilten sich über den Fußboden.
     »Die Eintracht wird dieser Gurkentruppe den Arsch aufreißen!«, rief Ziegler über die Schulter. »Köln hätte nicht mal gegen die Nationalmannschaft der Frauen eine Chance!«
     Kreuzmann prustete. »Hoffen wir’s. Viel Spaß heute Abend und ein schönes Wochenende!«
     »Danke, Chef, Ihnen auch!«
     Ziegler schloss die Tür und betrachtete mich mit einem schadenfrohen Grinsen. »Heute ein bisschen wackelig auf den Beinen, Mayer?«
     Kichernd verschwand er in seinem Büro am Ende des Ganges, das fast so groß war wie das von Kreuzmann. Nach fünf Jahren hauste ich immer noch in einer besseren Besenkammer, die ich mir obendrein seit Anfang der Woche mit einem Praktikanten teilen musste. Wütend sammelte ich die Blätter auf, schob sie zurück in die Mappe und klopfte mir den Dreck von der Hose. Dieser kleine Zwischenfall würde an meiner Entschlossenheit nichts ändern, ganz im Gegenteil. Jetzt würde ich erst recht einfordern, was mir schon lange zustand. Ich atmete tief durch und klopfte an.
     »Herein!«
     Als ich eintrat, saß mein Chef hinter seinem gewaltigen Mahagoni-Schreibtisch, hatte eine Lesebrille auf der Nase und war in eine Akte vertieft. Alexander Kreuzmann war ein kleiner, rundlicher Mann mit graumeliertem Haar und rötlichen Hängebacken. Wie immer trug er ein weißes Hemd mit einer grauenvollen Krawatte, die ihm seine Frau geschenkt hatte. Diesmal war sie knallrot und mit tanzenden Eisbären verziert.
     Als ich vor dem Schreibtisch stand, hob Kreuzmann den Blick und sah mich entgeistert an. Offensichtlich passte ihm meine Anwesenheit gerade nicht in den Kram. »Was gibt’s?«
     »W-wir haben einen Termin.«
     Er runzelte die Stirn. »Was für einen Termin?«
     »Am Montag ...«, ich schluckte trocken, »... habe ich Ihnen einen Termin im Outlook-Kalender geschickt, um etwas mit Ihnen zu besprechen.«
     Seufzend warf er einen Blick auf seinen Monitor und klickte ein paar Mal mit der Maus. »Ach ja.« Er nahm die Lesebrille ab und sah mich mit hochgezogenen Brauen an. »Also?«
     Mein Herz polterte gegen die Rippen; die einstudierten Sätze waren auf einmal nur noch bruchstückhaft vorhanden. »Ich ... inzwischen arbeite ich ja immerhin seit fünf Jahren ...«
     Kreuzmanns Telefon klingelte. Genervt griff er nach dem Hörer. »Ja?« Eine kleine Weile hörte er zu, dann schnaubte er gereizt. »Das darf doch nicht wahr sein! Ja, schicken Sie’s mir per Mail!«
     Er knallte den Hörer auf die Gabel und sah mich stinksauer an. »Diese Idioten im Lager haben ein Dutzend Paletten in die falschen Regale einsortiert. Bitte ändern Sie das schnellstmöglich im System, ja?« Er hämmerte auf seiner Tastatur herum, kurz darauf spuckte der Drucker einen Stoß Blätter aus. »Das hier sind die betroffenen Artikel«, sagte er und drückte mir den Stapel in die freie Hand. »Das muss unbedingt noch vor dem Wochenende erledigt werden, verstanden?«
     »O-okay, aber eigentlich wollte ich mit Ihnen ...«
     »Ist das die Artikelliste, um die ich Sie gebeten hatte?«, schnitt er mir das Wort ab und betrachtete die Mappe in meiner anderen Hand.
     Ich nickte hastig. »Sie hatten mir bis nächsten Mittwoch Zeit gegeben, aber wie Sie sehen, habe ich schon jetzt ...«
     »Alles klar, danke«, unterbrach er mich erneut und riss mir die Mappe aus der Hand. Da ich mich nicht von der Stelle rührte, sah er mich ungeduldig an. »Wenn sonst nichts mehr ist, machen Sie sich bitte an die Arbeit, Mayer. Das Warensystem muss unbedingt bis heute Abend auf dem aktuellen Stand sein.«
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