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Esmeraldas Blick
Verfasser: Karoline Toso (1)
Verlag: Bookspot (68)
VÖ: 28. November 2019
Genre: Historischer Roman (3874) und Romantische Literatur (18436)
Seiten: 400
Themen: 15. Jahrhundert (168), Der Glöckner von Notre-Dame (1), Frankreich (565), Hexenverfolgung (100), Notre-Dame (4), Paris (514)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Der Brand der Kathedrale Notre-Dame hat Victor Hugos "Der Glöckner von Notre-Dame" wieder ins Bewusstsein gerückt und die Frage nach dem Schicksal der Protagonisten gestellt, die nun endlich spannend und unterhaltsam beantwortet wurde.
Denn die schöne Esmeralda geht in diesem bewegenden Roman einen besonderen Weg. Doch wie findet sie sich in ihrer neuen Rolle zurecht? Wird es Rettung für Quasimodo geben? Und wie ergeht es Dom Frollo, der fromm und gut sein wollte, sich jedoch schuldig und verdammt fühlt? Eine völlig neue Perspektive entsteht, Zeiten verrinnen ineinander, Schicksale nehmen ihren eigenen Lauf. Flucht und Sehnsucht fragen nicht nach Zeit; sie suchen nach Glück und einem Ankommen. Als Esmeralda jedoch der Hexerei bezichtigt wird, scheint ihr Ende im Kerker gewiss ...

"Der Glöckner von Notre-Dame" aus einem spannenden neuen Blickwinkel betrachtet – eine Verneigung vor Victor Hugo, bewegend und unterhaltsam.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
In der Vergangenheit wurden Elemente aus Victor Hugos inzwischen beinahe zwei Jahrhunderte altem Klassiker über den »Glöckner von Notre-Dame« in zahlreichen Büchern aufgegriffen und weiterverarbeitet. Zumeist handelte es sich um (romantische) Fantasyromane. Historische Romane, etwa Jörg Kastners »Im Schatten von Notre-Dame«, gab es deutlich seltener. Ausgerechnet im Jahr des Großbrandes in der Pariser Kathedrale hat sich die österreichische Schriftstellerin Karoline Toso die Aufgabe gemacht, diese Lücke zu stopfen. Ihr Buch, das die Leserschaft zurück ins fünfzehnte Jahrhundert führt, als Europas bekannteste Brandruine noch in vollem Glanz erstrahlte, trägt den Titel »Esmeraldas Blick«. Es ist eine Veröffentlichung der »Edition Aglaia«, einem Label des Bookspot Verlages, das auf Werke spezialisiert ist, die im Mittelalter und in der Renaissance angesiedelt sind. Das Buch hat einschließlich eines detaillierten und hilfreichen Personenverzeichnisses sowie eines umfangreichen Glossars eine Länge von 400 Seiten und kann zum Preis von 14,80 Euro erworben werden. Die E-Book-Version des Buchs, dessen Cover von den Bots von Facebook absurderweise als nicht jugendfrei eingestuft wurde, ist mit 7,99 Euro deutlich günstiger.

Wie bereits der Titel des Romans andeutet, handelt es sich hier nicht etwa um ein Werk, das einfach nur in einem ähnlichen Zeitraum angesiedelt ist, sondern Personen aus Victor Hugos Schlüsselwerk der französischen Literatur aufgreift und ihre Geschichten erzählt. Auch wenn das Buch vermutlich auch ohne Kenntnis des Originalstoffs funktionieren würde, sollte man schon einmal das Original oder eine seiner Adaptionen oder Verfilmungen gelesen bzw. gesehen haben ... allerdings dürfte das ohnehin auf fast jeden Bücherwurm zutreffen. Hier wird versucht, eine tiefere Sicht auf die Schicksale zu bekommen. Die Autorin geht den Fragen nach, wie sich die schöne Esmeralda in ihrer neuen Rolle zurechtfindet, ob es für Quasimodo Rettung gibt, und wie es mit Dom Claude Frollo weitergeht. Und da Esmeralda aufgrund des Vorwurfs, sich der Hexerei schuldig gemacht zu haben, ein übles Ende droht, nimmt das Ganze vorerst keinen fröhlichen Verlauf.

»Esmeraldas Blick« erweist sich als ein Buch, das den Anspruch hat, seiner denkwürdigen Vorlage nach bestem Gewissen gerecht zu werden. Die in Wien lebende Religionspädagogin hat augenscheinlich einen hohen Rechercheaufwand betrieben und es auf dieser Basis geschafft, ein Bild der damaligen Zeit zu entwerfen, das authentisch und lebendig zugleich erscheint und einem dadurch beim Lesen das Gefühl einer Zeitreise in Worten vermittelt. Durch die Vermischung aus bekannten Figuren der Vorlage sowie den tatsächlichen Gegebenenheiten und Orten mit den eigenen Ideen und der von der Autorin ersonnenen Storyline fuchst man sich schnell hinein und fühlt sich rasch wie zu Hause. Erzählt wird nicht einfach eine »Coverversion« von Victor Hugos Ideen, sondern eine individualistische Story, die in einem - zumindest für einen historischen Roman - angezogenen Tempo daherkommt und mit einem angenehmen Maß an Spannung aufwartet. Karoline Toso hat es vollbracht, dem zweihundert Jahre alten Material neue Impulse zu geben und ein Buch zu schaffen, das eigentlich jedem gefallen dürfte, der sich für Hugos Buch begeistern konnte. Stilistisch und sprachlich überzeugend ist es obendrauf. Und da in der Verlagsbeschreibung erwähnt wird, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie handelt, die rund um die Figuren aus dem »Glöckner von Notre-Dame« erdacht wurde, kann man sich am Ende auch noch auf Nachschub freuen.
– geschrieben am 29. Dezember 2019 (4.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz