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Dämonenstadt
Verfasser: Frank W. Haubold (4)
Verlag: Atlantis (82)
VÖ: 22. Dezember 2019
Genre: Mystery-Roman (350) und Thriller (6228)
Seiten: 350 (Broschierte Version), 365 (Kindle-Version)
Themen: Anrufe (213), Mord (5395), Rache (1816), Schriftsteller (1068), Träume (677)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frank W. Haubold für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Frank W. Haubold gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Walter Hombach saß aufrecht im Bett und zitterte am ganzen Körper. Es war dunkel im Raum, stockdunkel sogar, denn die Rollläden schlossen perfekt. Dennoch hätte der alte Mann nur den Arm ausstrecken müssen, um die Leseleuchte auf dem Nachttisch einzuschalten. Dort lag auch sein Mobiltelefon mit der Notruftaste für die Auslösung eines Alarmsignals an der Rezeption – wenn es ihm denn gelänge, sie zu erreichen...
     Doch Walter Hombach vermochte nichts dergleichen zu tun. Seine Glieder verweigerten ihm den Dienst, seitdem er aus dem Schlaf geschreckt war und Schritte gehört hatte – Schritte, die es nicht geben konnte, denn die Tür war einbruchssicher und der Boden trittschallgedämpft. Dennoch waren die Geräusche nähergekommen, das Stakkato von Absatzschuhen, begleitet von dem ungeduldigen Trippeln von Kinderfüßen, die sich bemühten, Schritt zu halten.
     Eine Frau und ein kleines Mädchen, dachte Hombach mit der Gewissheit eines Verurteilten, der mit überreizten Sinnen das Einrasten der Magazine in die Waffen des Erschießungskommandos wahrnimmt.
     Und sie kamen näher, diese Schritte, durchquerten den Korridor, passierten die verschlossene Tür und kamen direkt auf ihn zu mit der unerbittlichen Präzision eines Metronoms: Klack-klack, klack-klack, klack, bis sie schließlich unmittelbar hinter dem Kopfende seines Bettes verstummten.
     Sie sind hier, war alles, was der alte Mann denken konnte, während ihm der Schweiß aus allen Poren brach. Lieber Gott – er hatte noch nie gebetet – lass es wenigstens schnell gehen...
     Am Abend hatte er den vertraulichen Polizeibericht aus Raunburg gelesen, den ein Fahrrad-Kurier in Kaminskis Auftrag zusammen mit dem angeforderten Phantombild abgeliefert hatte, und machte sich keine Illusionen. Es war kein Selbstmord gewesen, das wusste er jetzt, aber was ihn schockiert hatte, waren weniger die Grausamkeiten gewesen als vielmehr die Begleitumstände, zu denen auch die allerdings nur vage Ähnlichkeit des Phantombildes mit der Frau aus seinen Alpträumen gehörte. Und jetzt waren sie hier...
     »Ist das der Mann?«, flüsterte in diesem Moment eine Kinderstimme so deutlich, dass der alte Mann innerlich zusammenzuckte.
     »Nein, das ist nur ein ehemaliger Polizist, der vielleicht etwas weiß«, erwiderte eine andere, deutlich ältere Stimme aus dem Hintergrund. Sie klang kühl und vollkommen beherrscht und jagte Hombach einen Schauer über den Rücken.
     »Er sieht aber gar nicht aus wie ein Polizist, sondern wie ein alter Angsthase«, bemerkte das Kind altklug und mit einer Spur Verachtung.
     Der Ärger darüber löste für einen Moment Hombachs Erstarrung. Er räusperte sich, um etwas zu sagen, brachte aber nur ein heiseres Röcheln hervor.
     »Ganz ruhig, Genosse Oberst, denk an dein schwaches Herz.« Die Stimme der Frau klang amüsiert, aber vermutlich hatte sie ähnlich amüsiert geklungen, als die Frau einem gewissen Michael Zimmermann die Geschlechtsteile abgeschnitten und ins Gesicht geworfen hatte. Sie spielte mit ihm wie eine gelangweilte Katze.
     »Wirst du ihm jetzt wehtun, wenigstens ein bisschen?« In der Stimme des Mädchens mischten sich Ungeduld und Vorfreude. Die beiden waren ein perfekt eingespieltes Team, und Oberst a. D. Walter Hombach spürte, wie sich seine Blase entleerte, rasch und ohne Vorwarnung.
     »Jetzt macht er sich auch noch in die Hose«, beschwerte sich das Kind sofort, »igitt, wie das stinkt.«
     »Er hat nur Angst«, bemerkte der Frau gleichmütig und trotz der Dunkelheit wusste der alte Mann, dass sie lächelte dabei. »Und das ist auch gut so.«
     »Dann wolltest du ihm nur einen Schrecken einjagen?« Es klang irgendwie enttäuscht. Das Körpergefühl kehrte zurück, dafür spürte Hombach jetzt das dumpfe Dröhnen des Pulses in den Schläfen. Zur Furcht gesellten sich Wut und Scham über die Demütigung.
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