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TASCHENBUCH
 
Verrat
Verfasser: Ariana Lambert (4)
Verlag: Brighton (59)
VÖ: 6. Dezember 2019
Genre: Kriminalroman (7614)
Seiten: 250 (Taschenbuch-Version), 158 (Kindle-Version)
Themen: Anwälte (733), Auftrag (976), Dublin (68), Ermittlungen (1301), Intrigen (1223), Irland (384), Verrat (1072)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Eine Berliner Anwältin wird nach Dublin gerufen, um bei der Suche nach einem verschwundenen Kind zu helfen. Alle Spuren werfen mehr Rätsel auf und keine ist wirklich vielversprechend. Eine spannende Suche mit der irischen Garda durch Dublin.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ariana Lambert für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ariana Lambert gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Viel Zeit verbrachte Anna nicht in ihrem Haus. Sie arbeitete viel. Dennoch fühlte sich sehr wohl und vertrieb aufkommende Gedanken an einen Verkauf schnell wieder. Aus einem Grund, den sie noch nicht tiefer ergründet hatte, wollte sie es nicht, noch nicht aufgeben und kam immer gern nach Hause.
     Auch hier in einem der exquisiten Viertel Dublins kostete ein Haus ein nicht unwesentliches, teils siebenstelliges Vermögen, das wusste Anna. Katharinas Mann Eric verdiente seit vielen Jahren mit Immobilien seine Brötchen, hatte von dem Keltischen Tiger, wie das exorbitante wirtschaftliche Wachstum des Landes in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts und zweitausender Jahren genannt wurde, immens profitiert. Die sich anschließende weltweite Finanzkrise vor zehn Jahren hatte er dank kluger globaler Investitionen mit überschaubaren Verlusten überstanden und sein Unternehmen danach wieder auf goldene Bahnen bringen können, seit die Wirtschaftssituation sich in den vergangenen vier Jahren wieder erholte. Irland gehörte mittlerweile zu dem Land mit dem größten Wirtschaftswachstum in Europa. Zahlreiche internationale Konzerne betrieben ihre Europazentralen in der irischen Hauptstadt und lockten Experten und Jobsuchende aus der ganzen Welt in Scharen an. Von Katharina wusste Anna, dass Erics Erfolg sich von Tag zu Tag potenzierte.
     Finanzielle Engpässe gehörten nicht zu den Problemen der Familie.
     Das Taxi hielt vor einem hübschen Haus, das kleiner als erwartet schien, mit einem mit hellen Kieseln ausgelegten Vorgarten, gesäumt von noch in voller Blüte stehenden Hortensien. Eine stattliche Palme am Eingang dominierte den sonst eher schlichten Vorgarten. Anna ging vorbei an einem schwarzen, auf Hochglanz polierten Jaguar und klopfte an die mit bunten Fenstern und aufwendigen Schnitzereien verzierte Eingangstür. Eine kleine Hexe mit einer krummen Nase und einem spitzen, orangefarbenen Hut auf einem Besen sitzend hing als Halloween-Dekoration an der Tür. Im Vergleich zu den anderen Vorgärten, die mit künstlichen Spinnweben über den Büschen, Skeletten mit blinkenden Augen und aufwendig geschnitzten gigantischen Kürbissen geschmückt waren, fiel die saisonale Dekoration an diesem Haus eher spärlich aus.
     Schwungvoll ging die Tür auf. Vor ihr stand eine zierliche Frau in einer hellblauen Chino-Hose und weißer Bluse, silberne Ballerinas an den Füßen, sehr geschmackvoll und apart gekleidet. Tiefe Ringe lagen unter ihren Augen.
     „Hallo Katharina, wie geht es Ihnen?“ Sie streckte die Hand nach ihrer Mandantin aus, die sie seit vielen Jahren nicht gesehen hatte und deren Sohn nun verschwunden war.
     Zu ihrer Überraschung kam Katharina einen Schritt auf sie zu und umarmte sie. „Schön, dass Sie da sind.“
     Anna folgte der Hausherrin durch einen kurzen Flur, vorbei an einer schmalen, steil nach oben führenden Treppe in einen großen und hellen Raum, der Küche und Esszimmer umfasste. An den Wänden hingen in silberne Rahmen eingefasste Fotografien der Familienmitglieder und kunstvolle Schwarz-Weiß-Bilder von Reisen in bekannte europäische Städte. Anna entdeckte den Pariser Eiffelturm, die Prager Karlsbrücke und die Berliner Mauer. Bodentiefe Schiebetüren führten auf eine breite Terrasse mit einer gemütlichen Gartenschaukel, einem ausladenden Gartentisch und zahlreichen Buchsbäumen in futuristisch aussehenden Töpfen. Die Fensterscheiben zierten bunte Fensterbilder mit Kinderzeichnungen von Bäumen, Zwergen und Pilzen. Dahinter eröffnete sich ein schöner, gepflegter Garten mit großen, alten Bäumen, einem gigantischen Walnussbaum in der Mitte, einem kleinen Fußballtor und zahlreichen herumliegenden Bällen.
     An einem großen und schweren Eichentisch, der Platz für zehn Gäste bot, saß ein großer, dunkelhaariger Mann in der typischen dunkelblauen Uniform der Garda, der irischen Polizei. Ein Funkgerät und ein iPhone lagen vor ihm auf der dunkelgrauen, blank gescheuerten Tischplatte. Auf Letzterem tippte er gerade eine Nachricht. Als er sie bemerkte, erhob er sich und streckte ihr seine Rechte entgegen. Fast erschrak sie, da er immer größer zu werden schien. Eine warme und kräftige Hand umschloss ihre und schwarze, durchdringende Augen lächelten sie an.
     Katharina machte eine einladende Geste in seine Richtung. „Das ist Garda Benjamin Black. Ben, das ist meine Anwältin aus Deutschland, Anna Schwarz.“
     Den dreien wurde augenblicklich die Namensverwandtschaft zwischen Black und Schwarz bewusst und sie lachten verhalten. Black erklärte: „Wir können Deutsch miteinander reden. Ich spreche Ihre Sprache.“
     „Das ist fabelhaft.“ Trotz ihres exzellenten Englisch-Niveaus empfand Anna es als angenehmer, sich in ihrer Muttersprache zu unterhalten.
     „Setzen Sie sich.“ Katharina zeigte auf einen Stuhl an der Stirnseite des Tisches. „Ich mache gerade Kaffee. Sie trinken auch einen mit, Anna?“
     „Liebend gern. Danke.“
     Geräuschvoll, mit schnellen und routinierten Handgriffen setzte Katharina die Kaffeemaschine in Gang, stellte Tassen, Zucker und Milch bereit. Sie bewegte sich schwungvoll, keine Spuren von Anspannung oder Belastung waren sichtbar. Für einen außenstehenden Dritten hätte diese Situation auch ein gemütliches Kaffeekränzchen unter Bekannten darstellen können. Bis auf ihre dunklen Augenränder verriet nichts an dieser Frau, welche Qualen sie im Moment ausstehen dürfte. Black faltete die Hände auf dem Tisch und wandte sich an Anna. „Es freut mich, Sie kennenzulernen. Mrs. Bowen hat mir schon viel von Ihnen erzählt. Wir befinden uns in einer ausweglosen Situation. Ich kann Ihnen gern den Sachstand mitteilen.“
     Anna fielen wieder die großen Hände des Garda auf, während sie aufmerksam zuhörte. Der Garda hatte eine durchdringend tiefe Stimme, sprach langsam und mit einem kaum merklichen Akzent. Anna nahm sich vor, ihn bei Gelegenheit zu fragen, wo er so gut Deutsch gelernt hatte. Sie konnte verstehen, warum Katharina sich gerade einigermaßen wohlfühlte, gemessen an den Dingen, die passiert waren. Die sparsamen Gesten und die beruhigende Stimme des Erzählers strahlten Trost und Kraft aus.
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