Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
43.963 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »nila858«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Verrat
Verfasser: Ariana Lambert (3)
Verlag: Brighton (55)
VÖ: 6. Dezember 2019
Genre: Kriminalroman (7324)
Seiten: 250 (Taschenbuch-Version), 158 (Kindle-Version)
Themen: Anwälte (711), Auftrag (936), Dublin (66), Ermittlungen (1249), Intrigen (1182), Irland (377), Verrat (1039)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,00 (100%)
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 2 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Eine Berliner Anwältin wird nach Dublin gerufen, um bei der Suche nach einem verschwundenen Kind zu helfen. Alle Spuren werfen mehr Rätsel auf und keine ist wirklich vielversprechend. Eine spannende Suche mit der irischen Garda durch Dublin.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ariana Lambert für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ariana Lambert gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Ein unverwechselbares Bild: Irland von oben. Rechteckige, grüne Quadrate, so weit das Auge reichte. Die Grenzen zwischen den Feldern wie mit dem Lineal gezogen. Mitten im Grün zahlreiche Schafherden als winzige weiße Pünktchen.
     Lene war schließlich erfolgreich aus der Debatte hervorgegangen. Anna wusste nicht mehr genau, wie das passiert war, aber sie hatte tatsächlich Lenes Ratschlag befolgt und den Job angenommen.
     Als hätte sie die ganze Zeit neben sich gestanden, zerronnen die nächsten Stunden in ihren Fingern und Anna saß keine dreißig Stunden später im Flieger.
     Im Hotel angekommen, ließ sie sich mit ausgebreiteten Armen auf das ausladende Bett mit dem Baldachin fallen. Die barocken Kerzenleuchter an den Wänden und die mit verschnörkelten Goldbeschlägen verzierten Nachttischchen betonten den in jeder Ecke des Zimmers präsenten Renaissance-Stil der Einrichtung. Die großformatigen Bilder an den weißen Wänden zeigten antike Stadtpläne oder mit Öl auf Leinwand gebannte Jagdszenen aus vergangenen Jahrhunderten von vermutlich bekannten Malern, gerahmt in aufwendig verzierte, vergoldete Rahmen. Mit Kunst kannte sich Anna nicht aus. Sie fand die Bilder einfach schön. Auf dem runden Tisch am Fenster, das auf das Regierungsgebäude des Taoiseach zeigte, stand ein Blumenbouquet aus weißen Rosen, Lavendel und hellrosa schimmernden Dahlien. Es verströmte einen subtilen, einzigartigen Duft, der passend zu dem windigen und ungemütlichen Wetter draußen vor dem Fenster das Ende des Sommers ankündigte. Anna strich über die Tagesdecke, die das ganze Bett bedeckte. Darauf war ein rüschenverzierter Kissenberg drapiert. Wer benötigt schon derart viele Kissen zum Schlafen? Sie würde sie später alle auf den Boden werfen müssen, denn sie schlief ohne ein Kopfkissen. Ihre Fingerkuppen fuhren über die zarten Linien der aufwendigen Stickereien auf der Tagesdecke. Vor vielen Jahren hatte sie selbst eine übergroße Tagesdecke für ihre Couch gestrickt, aus übergroßem Garn. Noch heute konnte sie sich an die aufwendige Arbeit, das monotone Geklapper der Stricknadeln, die immer gleichen Handbewegungen erinnern. Sie war beeindruckt von dieser Decke. Sicher stammten die Stickereien nicht von Hand, sondern waren maschinell auf die Decke gezaubert; dennoch war es eine aufwendige und akribische Arbeit.
     Annas Füße taten weh. Sie war müde und hungrig. Das Bett sah sehr gemütlich aus. Ob sie sich ein paar Minuten Schlaf gönnen oder erst einmal etwas essen sollte? Der Hunger siegte schließlich über die Müdigkeit und sie beschloss, etwas essen zu gehen. Sie duschte, zog zum eleganten Hosenanzug bequeme Turnschuhe an und trat auf die Straße.
     Katharina hatte das Hotel für sie gebucht.
     Gute Wahl, dachte Anna. Ich hätte es nicht besser wählen können.
     Das Merrion Hotel galt als eines der ältesten Gebäude südlich der Liffey, überlegte Anna. Von irgendeinem Earl of Was-weiß-ich gebaut. Eine braune, einfache, puristische Fassade, die Inneneinrichtung jedoch einzigartig luxuriös und pompös wie viele der georgianischen Häuser der Gegend. Zu der Zeit vor über zweihundert Jahren bauten sich die reichen Bürger der Stadt, meist englische Adlige, riesige Häuser, die von außen schlicht und bescheiden aussahen, innen aber mit allem Schick und Luxus ausgestattet wurden. So auch dieses Hotel. Sehr elegant, mit allem Pomp ausgestattet, hervorragende Lage. Sie wusste, dass sie nur ein paar Minuten vom St. Stephen’s Green, dem größten Park mitten in der Stadt, entfernt war.
     Ein sich manieriert bewegender Portier im schwarzen Frack, mit Zylinder und blütenweißen Handschuhen öffnete die Drehtür und Anna befand sich inmitten des pulsierenden Lebens der irischen Metropole.
     Das Wetter hatte, wie so oft auf der Insel, schlagartig umgeschlagen. Der Wind blies die letzten Wolken weg. Die Sonne beherrschte den Himmel und schickte ein bisschen Wärme. Anna ließ den Mantel offen, setzte ihre Sonnenbrille auf, zündete sich eine Zigarette an und schlenderte nach links, vorbei an zahlreichen Imbissläden. Sushi, Burger, ein veganes Restaurant. Alles nicht nach Annas Geschmack. Sie ging weiter, sich durch wahre Massen an Touristen, Geschäftsleuten in schwarzen Anzügen und mit Aktentaschen, schiebend.
     Am berühmten Shelbourne Hotel, das es mit dem Merrion leicht aufnehmen konnte, hielt ein ähnlich gekleideter Portier die Tür auf für zwei Frauen gehobenen Alters, die nach einer offenbar erfolgreichen Shoppingtour mit Einkaufstaschen von Chanel, Prada und Louis Vuitton bepackt waren. Vor dem Hotel erblickte Anna zahlreiche Autos mit der berühmten Kühlerfigur „Emily“ auf der Motorhaube.
     Mit einem Rolls Royce bin ich noch nie gefahren, dachte sie flüchtig. Ein gelber Bus in Form eines Wikinger-Schiffes fuhr vorbei, dessen Insassen sie mit einem lauten Kampfgeschrei erschreckten; eine bei Touristen sehr beliebte Sightseeing-Tour der etwas anderen Art. Alle Teilnehmer hatten Helme auf dem Kopf mit Hörnern an den Seiten, wie sie die früheren Bewohner der irischen Insel wohl getragen haben mochten.
     Damit würde ich nie fahren.
     Die Handtasche eng an den Körper gedrückt lief Anna weiter, blieb kurz am Eingang zur Grafton Street stehen, um einen Blick in die berühmte Einkaufsstraße zu werfen, wo sich Tausende von Menschen an zahlreichen Künstlern, die tanzten, artistische Kunststücke aufführten, sangen oder die Pflastersteine bemalten, vorbeischlängelten. Nahezu jedes der zahllosen Geschäfte hatte sich anlässlich des bevorstehenden Feiertages mit gruseligen und schauerlichen Dekorationen herausgeputzt. Halloween gehörte zu den größten Festen auf der Insel; die ganze Stadt widmete sich der Jahrtausende alten Tradition. In Irland im Allgemeinen und Dublin im Besonderen nahm das Fest gegen Ende des Oktobers einen besonderen Platz im Jahr ein. Es ging zurück auf heidnische Brauchtümer zur Ehrung der Toten und armen Seelen auf der Insel. Einige Historiker waren überzeugt, dass All Hallows Eve schon seit Jahrtausenden unter den Kelten, den früheren Bewohnern der Insel, gefeiert wurde.
     Anna entdeckte menschengroße Ballons in Form von schaurig aussehenden Hexen, Skeletten und orangefarbenen Kürbissen mit unheimlichen Gesichtern. Dieses Gewimmel war ihr zu viel. Sie eilte weiter. Nach ein paar Metern bog sie rechts in die Williams Street ab. Ihrer Erinnerung nach gab es dort einige nette Restaurants.
Seite: 1 2 3 4 5
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2020)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz