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Delta-v
Verfasser: Daniel Suarez (6)
Verlag: Rowohlt (1484)
VÖ: 17. Dezember 2019
Genre: Science Fiction (2144) und Thriller (6052)
Seiten: 560 (Broschierte Version), 666 (Kindle-Version)
Themen: Asteroiden (30), Inseln (1446), Millionäre (799), Projekte (60), Rohstoffe (7), Tauchen (41)
Charts: Einstieg am 28. Dezember 2019
Höchste Platzierung (7) am 2. Januar 2020
Zuletzt dabei am 10. Januar 2020
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten hat sich der amerikanische Softwareentwickler und Systemberater Daniel Suarez auf dem Gebiet der Wissenschafts-Thriller einen wohlgeachteten Namen als Schriftsteller gemacht. Stets glänzte er dabei durch einen extrem bis ins Detail gehendem Technikanteil, der trotzdem noch großen Raum für ein hohes Maß an Spannung ließ. Ob er dabei mit seinen jüngeren Büchern noch einmal an die Perfektion seiner ersten beiden Werke »Daemon« und »Darknet« herankam, sei dabei einmal dahingestellt - dem Gefühl nach würden wir eher verneinen, aber dies kann auch der Büchernostalgie geschuldet sein, die man inzwischen gegenüber seinen beiden Erstlingen empfindet.

Mit »Delta-v« hat er nun ein neues Buch vorgelegt, das ein waschechter Hard-Science-Fiction-Roman geworden ist, der sich mit einem zukünftigen Meilenstein der bemannten Raumfahrt beschäftigt. Jenes Genre ist streng genommen natürlich auch eine Form eines Wissenschafts-Thrillers, unterscheidet sich aber von Suarez' bisherigen Schöpfungen doch recht stark. Erschienen ist das 560 Seiten starke Werk vor knapp zwei Wochen im Rowohlt Verlag Polaris. Es hat einen Preis von sechzehn Euro, die Digitalausgabe kostet 9,99 Euro. Eine ungekürzte Hörbuchausgabe mit einer Spielzeit von 15:31 Stunden wurde von Uve Teschner eingelesen.

In Suarez' Werk begegnet der Leser in den kommenden dreißiger Jahren des aktuellen Jahrhunderts einem waghalsigen Höhlentaucher namens James Tighe, der sich »JT« nennen lässt. Nach einer Caving-Expedition, die mit einem größeren Zwischenfall endete, wird er von einem Milliardär auf dessen private Partyinsel eingeladen, wo ihm angeboten wird, Teil eines Projektes zu werden, das für die Menschheit einen gewaltigen neuen Schritt bedeuten würde: Auf dem Asteroiden (162173) Ryugu, der vor anderthalb Jahren (tatsächlich) Besuch durch die Mission Hayabusa 2 bekommen hatte, soll nach Rohstoffen geschürft werden ... und zwar nicht etwa durch den Einsatz von Robotern, sondern im Rahmen einer bemannten Mission. Eine Gruppe grundverschiedener Charaktere soll dazu quer durchs All geschickt werden. Was keiner von ihnen weiß: Der Milliardär hat Geheimnisse, die er vor ihnen verschweigt. Höchst gefährliche Geheimnisse, um es genau zu nehmen.

Auch wenn sich das Buch von Suarez' vorausgegangenen Werken inhaltlich stark unterscheidet, ist eines doch unverändert geblieben: der massive Rechercheaufwand, die daraus sprechende Liebe fürs technische Detail und die sich dadurch ergebende Fülle an Fakten, die in »Delta-v« hineingestopft wurden. Wer die anderen Thriller von Suarez mochte, dürfte sich daran ziemlich freuen. Jedermanns Sache dürfte der Technikanteil natürlich nicht sein, doch eigentlich ist es etwas anders, das an der Spannung von »Delta-v« nagt und dafür sorgt, dass das Buch nicht ganz mit den anderen Werken des Autors mithalten kann: Die wesentlichen Spannungsmomente werden dieses Mal weniger durch die Rahmenhandlung erzeugt, sondern eher durch eine Verkettung an Zwischenfällen, die vorübergehende Spannungsspitzen schaffen, aber wie die Perlen einer Schnur hintereinander abgearbeitet und komplett erledigt werden. Dann hat man einen Moment Ruhe, ehe das nächste Problem heranrollt. Und so weiter.

Davon einmal abgesehen hat Suarez wieder bestechende Arbeit geleistet. Er beschränkt sich nicht darauf, von der Ausbildung der Teilnehmer des (im wahrsten Sinne des Wortes) Himmelsfahrtskommandos sowie von ihrer Mission zu berichten, sondern nimmt sich auch die Zeit, um etwa gierige menschliche Charakterzüge im Angesicht von potenziellem (gewaltigen) Reichtum und dem damit verbundenen Verfall jeglicher Moral zu beleuchten. Ebenso wird von ihm sehr gut herausgearbeitet, wie selbst die größten Helden auf privater Ebene im Allgemeinen und in Verbindung mit ihren Familien im Speziellen klein und zerbrechlich sein können. All dies ist Suarez prima gelungen, und so merkt man, dass hier von vorne bis hinten alles sehr gut durchdacht wurde (zumindest bis fast ganz hinten, das Ende selbst erscheint ein wenig überhastet). So wäre hier eigentlich alles perfekt, würde dem Buch nicht ein höheres Maß an Spannung in der Rahmenhandlung abgehen. Für Fans von Hard-Science-Fiction mit hohem technischen Anspruch haben wir hier dennoch ein empfehlenswertes Buch.
– geschrieben am 28. Dezember 2019 (3.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz