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Kohlenwäsche
Verfasser: Thomas Salzmann (1)
Verlag: Emons (358)
VÖ: 21. November 2019
Genre: Kriminalroman (7332)
Seiten: 306 (Taschenbuch-Version), 320 (Kindle-Version)
Themen: Galerie (33), Kommissare (1926), Künstler (313), Mord (5697), Ruhrgebiet (125)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein Kriminalroman aus dem Herzen des Ruhrgebiets, schnörkellos und herrlich zynisch.

Auf Zeche Zollverein wird der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden – die Essener Kunstszene ist in Aufruhr. Als kurz darauf auch sein Agent ermordet wird, steht Hauptkommissarin Frederike Stier vor einem Rätsel. Auf der Suche nach einem Motiv ermittelt sie zwischen Sammlern und undurchsichtigen Galeristen und kommt dem Täter am Ende näher, als ihr lieb ist.
Quelle: Emons
Lesermeinungen (2)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 21. Februar 2020 um 14:05 Uhr (Schulnote 2):
» Gelungener Ruhrgebiets-Krimi mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin und tiefen Einblicken in die Kunstszene

Bei seinem Debüt schickt der Autor Thomas Salzmann mit der Essener Hauptkommissarin Frederike Stier eine eher ungewöhnliche Ermittlerin mit Ecken und Kanten ins Rennen, die mich bei ihrem ersten Auftritt gleich überzeugen konnte und zugleich reichlich Potential für weitere Auftritte angedeutet hat.

Frederike Stier ist Anfang 60, durch ihre Herzprobleme gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe und nach einem länger zurückliegenden Vorfall auch nicht besonders hoch angesehen im Kollegenkreis. Auch Julian Potthoff, ihr direkter Vorgesetzter, würde sie lieber heute als morgen in den Ruhestand schicken. Als auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein die Leiche des Aktionskünstlers Claude Freistein am Fuße der Rolltreppe zur Kohlenwäsche gefunden wird, spürt Frederike, das dies ihr letzter großer Fall werden könnte. Und so stürzt sie sich zusammen mit ihrem Partner Kevin Kowalczyk mit Feuereifer in die Ermittlungen.

Neben einer spannenden und gut aufgebauten Geschichte bietet dieser Kriminalroman auch noch tiefe Einblicke in die Kunstszene, die von einer intensiven und gründlichen Recherchearbeit zeugen. Mit einem packenden Schreibstil und fein dosiertem Humor, der bisweilen auch ziemlich gallig ausfällt, treibt der Autor das Geschehen voran und lässt es schließlich in einem klassischen Schowdown münden, der neben reichlich Spannung auch eine überzeugende Auflösung bietet. Die Hauptfigur hat es mir dabei mit ihrer zuweilen ziemlich abweisenden Art zunächst nicht wirklich leicht gemacht, sie zu mögen. Doch je intensiver ich hinter ihre ruppige Fassade blicken durfte, hat sich dies immer stärker geändert, bis sie mir dann doch ziemlich ans Herz gewachsen ist. Aber auch die übrigen Protagonisten sind gut gezeichnet und durchgehend vielschichtig angelegt.

Ein gelungenes Debüt, das mich insgesamt gut und spannned unterhalten konnte, für weitere Fälle mit Frederike Stier, die im Nachwort auch schon angekündigt werden, aber auch noch ein wenig Luft nach oben lässt.«
  14      0        – geschrieben von ech68
Kommentar vom 6. Januar 2020 um 8:25 Uhr (Schulnote 2):
» Die Welt der Kunst – so schön und doch so grausam

"Als wäre es weniger kriminell, wenn man wohlhabende Menschen oder Menschen mit Neidfaktor aufs Kreuz legte." (S. 196) – Dieser Satz geht Frederike Stier von der Essener Kripo durch den Kopf, als sie tiefer in die Sphären der Kunstkriminalität eindringt. Und es stimmt für viele: Wen kümmert es schon, wenn Reiche sich gegenseitig übers Ohr hauen? Doch, es kümmert jemanden, nämlich eben oben genannte Frederike.

Diese wird nämlich an einen Tatort gerufen: An der orangefarbenen Rolltreppe auf der Zeche Zollverein in Essen, die zur Kohlenwäsche führt, wird der Leichnam des hoch gehandelten Aktionskünstlers Claude Freistein gefunden. Mittels Drahtschlinge erdrosselt, liegt der Verdacht einer Exekution nahe. Als kurz darauf auch noch der Kunsthändler Westerburg gefoltert und ermordet aufgefunden wird, steht fest: Hier muss es sich um ein Verbrechen größeren Ausmaßes handeln. Trotz zahlreicher Widrigkeiten macht sich die Kommissarin auf die Jagd nach dem Mörder, die ihr selbst fast das Leben kostet.

Erschienen ist dieser 320-seitige Regionalkrimi von Thomas Salzmann, der über die Grenzen des Ruhrgebiets hinausführt, im November 2019 bei Emons.

Frederike Stier ist eine skurrile Ermittlerin, der man auf den ersten Blick vielleicht nicht wirklich viel zutraut: Schwer herzkrank mit einem Hang zum ungesunden Leben und vom Leben gebeutelt, ist sie bei ihren Kolleg/innen nicht hoch angesehen. Eigentlich legt man ihr eher Steine in den Weg, als dass man sie unterstützt. Lediglich ihr Kollege Kowalczyk hilft ihr nach bestem Wissen und Gewissen. Als sie nicht mehr weiter weiß, lässt sie sich krankschreiben und macht sich allein mit unorthodoxen Mitteln auf Verbrecherjagd. Inwiefern dieses glaubwürdig erscheint, mögen die Leser/innen entscheiden, für Nervenkitzel und auch Spaß sorgt dieses allemal.

Der Roman spielt im Herzen des Ruhrpotts, in Essen. Nach dem Zusammenbruch der Kohlewirtschaft musste sich das Revier neu orientieren. Die Zechen stehen heute als Symbol für eine ganze Region. Wo einst Kohle gefördert wurde, widmet man sich heute der Kunst oder der Freizeitgestaltung. Dieses bietet dem Erzähler auch Anlass für die eine oder andere kritische Bemerkung, die erahnen lässt, dass diese Umstrukturierung doch nicht ganz so einfach vonstattengeht: „Auch wenn die Zeche Vergnügungen und Kultur bot, war dies doch ein Tanz auf Gräbern.“ (S. 20)
Von tiefgreifender Recherche seitens des Autors zeugen die zahlreichen Informationen, die man über Kunsthandel, -fälschung und –kriminalität erhält. Wie eingangs schon erwähnt, werden Letztere oft als Kavaliersdelikte betrachtet, hier aber wird deren ganze Dimension, wenngleich aus dramaturgischen Gründen komprimiert, dargestellt. Zudem regen gerade die Darstellung und der Werdegang des Künstlers Freistein dazu an, der Frage nachzugehen, was eigentlich Kunst ist … und was eben Kommerz.

Sehr gut gefallen haben mir die Informationen zu verschiedenen Künstlern, was mir im Fall von Monet auch einigen Wissenszuwachs beschert hat. Ebenfalls dem kleinen Ausflug in das Essener Museum Folkwang konnte ich viel abgewinnen.

Dieser Kriminalroman ist von Anfang bis Ende spannend zu lesen, lediglich das Ende erschien mir – trotz der logischen Auflösung – ein wenig langatmig. Andere, actionreichere Passagen können jedoch dafür entschädigen. Salzmanns Sprache ist flüssig und schnörkellos zu lesen, allerdings hätte ich mir gerade bei Dialogen ein wenig mehr Lokalkolorit in Form von „Ruhrpottslang“ gewünscht. Dieses wäre dem Ruhrgebietsflair sehr zuträglich.

Alles in allem hat es mir großen Spaß gemacht, diesen Krimi zu lesen und diese kleine Reise in die Welt der Kunst und des Kohlereviers zu unternehmen. Mit Frederike Stier hat Thomas Salzmann außerdem eine originelle, zynische und auch gewiefte Ermittlerin geschaffen, von der mehr zu lesen mir große Freude bereiten würde. So empfehle ich dieses Buch sehr gerne zur Lektüre weiter.«
  21      0        – geschrieben von ElisabethB.
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