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TASCHENBUCH
 
Bert Linnig und Nina Jürgens 9 - Skippermord in Bensersiel
Verfasser: Rolf Uliczka (9)
Verlag: Klarant (600)
VÖ: 29. November 2019
Genre: Kriminalroman (6528)
Seiten: 220 (Taschenbuch-Version), 169 (Kindle-Version)
Themen: Kommissare (1618), Leichen (1754), Mord (5098), Nordsee (262), Ostfriesland (451), Psychologen (203), Rache (1708), Regatta (8), Verschwinden (1520), Yacht (52)
Reihe: Bert Linnig und Nina Jürgens (9)
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Mit einer Leiche an Bord kehren zwei Krabbenfischer zurück von ihrem Fang in der Nordsee. Der aus dem Meer gefischte tote Psychologe war Freizeitskipper und Mitglied im Seglerverein von Bensersiel. Dass ein Mord vorliegt, ist für die Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig von der Kripo Wittmund schnell klar. Die Zusammenhänge jedoch sind rätselhaft: Handelt es sich um den Racheakt eines Teilnehmers der großen Segelregatta, den das Opfer vor wenigen Tagen um den Sieg gebracht hat? Und wie gelangte die Motoryacht des Skippers wieder in den Hafen von Bensersiel, während er längst tot in der Nordsee trieb? Hat der Mörder des Psychologen die Yacht seelenruhig zurückgebracht? Antworten auf die vielen offenen Fragen erhoffen sich die Ermittler von der Ehefrau des Opfers. Doch die ist seit Tagen spurlos verschwunden…
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Rolf Uliczka gibt es auf seiner Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

1. Kapitel


Die Nordseeküste zeigte sich an diesem sonnigen Spätsommertag von ihrer besten Seite. Einige Segler nutzten das herrliche Wetter für einen kleinen Turn zu den malerischen der ostfriesischen Küste vorgelagerten Inseln. Am Himmel zogen, fast spiegelnd zu den weißen Segeln der Yachten, kleine weiße Wölkchen ihre Bahn. Die Sonne sorgte für eine angenehme Temperatur, die von den Nachsaisongästen an den Stränden dankbar genutzt wurde, um der Haut noch ein wenig Urlaubsbräune zu verschaffen.
     Die See war relativ ruhig, nur eine ganz leichte Brise zog über die sanften Wellen. Um diese Jahreszeit, es war Anfang September, konnte es auch schon mal etwas ruppiger zugehen. Am Wochenende hatte die beliebte Rumfass-Regatta in Bensersiel unzählige Touristen aus dem Umland in den Hafen gezogen, dessen weithin sichtbaren futuristisch anmutenden Deichbrücken von Ferne wie die großen Brüder der filigranen Masten der Segelboote in der Steganlage des Yachthafens wirkten. Über das Wochenende hatte ruhiges Spätsommerwetter die Regatta begünstigt und nicht nur für ein gut gelauntes Publikum gesorgt.
     Zur Freude der Feriengäste war das schöne Wetter auch zu Wochenbeginn geblieben und sollte noch ein paar Tage anhalten. Der Krabbenfischer Hauke Groot und sein Decksmann Immo Heyen, die in der Nacht zum Dienstag mit ablaufendem Wasser zu ihren Fanggebieten vor den Ostfriesischen Inseln unterwegs waren, genossen die Fahrt in den beginnenden Tag. Selbst diese hartgesottenen Seebären konnten sich dem romantischen Anblick nicht entziehen, als das tiefdunkle Blau am östlichen Horizont langsam in ein helles Türkis überging, bis daraus ein gleißendes Orange wurde, bevor der Sonnenball aus dem Meer aufzusteigen schien.
     Neptun war ihnen heute besonders wohlgesonnen, und so waren sie bereits am frühen Nachmittag mit gut gefülltem Laderaum auf dem Weg zurück in ihren Heimathafen Bensersiel. Sie hatten auflaufendes Wasser, was sich für den Kutter sehr treibstoff-sparend auswirkte. Hauke, der für seine Sparsamkeit unter den Kollegen bekannt war und heimlich schon mal der Schotte von Bensersiel genannt wurde, achtete bei seinen Fangplanungen immer penibel darauf, dass es mit ablaufendem Wasser raus und mit auflaufender Flut auf die Heimfahrt ging. Obwohl, dazu musste man kein Schotte sein, das machten seine Kollegen nämlich nicht anders. Die Strömung durch das Seegatt zwischen den Ostfriesischen Inseln Baltrum und Langeoog, die Accumer Ee, tat dann jedenfalls ein Übriges.
     Die heutige Rückfahrt zum Heimathafen hätte man eigentlich als ein Träumchen bezeichnen können. Auch wenn Hauke und sein Fischereigehilfe als manchmal etwas raubeinige Seeleute das nie zugegeben hätten.
     Dabei wäre einem aufmerksamen Beobachter sicher nicht entgangen, dass es einen Unterschied machen konnte, ob sich Fischer untereinander unterhielten oder auf einer ihrer Kutterfahrten mit Fahrgästen über das Thema Nordseeromantik sprachen, wenn sie zum Beispiel zu den Seehundsandbänken oder zum Schaufischen unterwegs waren. Verständlich, dass man sich unter Kollegen nicht als romantisches Weichei outen wollte. Hinzu kam noch die sprichwörtliche ostfriesische »schweigende Gesprächigkeit«.
     Gegenüber Feriengästen an Bord konnte sich das aber schon mal ändern. Da wurde so mancher verschlossen wirkende ostfrie-sische Krabbenkutterkapitän auf einmal sogar zum Entertainer. Insbesondere, wenn er mit Stolz über die Fischerei und seine Heimat sprach. Das Land des Wattenmeeres, der romantischen Inseln, der Leuchttürme und grünen Landschaften mit seinen geheimnisvollen Mooren und den »Schwarzbunten«, wie die ostfriesischen »Niederungsrinder« auf den saftigen Wiesen und Weiden genannt wurden. Und natürlich über das, was das norddeutsche Wattenmeer seit 2009 zum Weltnaturerbe machte: die geografische, ökologische und biologische Bedeutung, nicht nur für die hiesige Region.
     Hauke hatte seinen Elbsegler etwas tiefer in die Stirn gezogen und döste am Steuer des Ruderhauses ein wenig vor sich hin. Er hatte die automatische Steuerungsanlage eingeschaltet. Schließ-lich waren sie bereits seit der vergangenen Nacht auf dem Wasser. Er war schon mit seinem Vater als Decksjunge hier gefahren und kannte die Fahrt zum Bensersieler Hafen wie im Schlaf und sein Kutter natürlich auch.
     Eigentlich waren sie sogar darauf eingerichtet gewesen, über Nacht draußen zu bleiben, aber die Garnelen schienen diesmal alle nur auf ihr Netz gewartet zu haben. So war das bei der Granatfischerei. Er hatte auch schon Fangfahrten erlebt, bei denen der Laderaum noch fast leer war, als sie den Heimathafen ansteuerten. Wenn junger Kabeljau aus der tieferen Nordsee in Schwärmen über die Garnelen hergefallen war. Das kam leider immer wieder vor, seit es für die Hochseefischer galt, die Fangquoten für diesen Fisch einzuhalten. Und nicht wenige seiner Kollegen an der norddeutschen Wattenmeerküste hatten wegen Kostendrucks und Dumpingpreisen am Markt sogar inzwischen aufgeben müssen.
     Immo hatte sich die von seiner Mutter gestrickte Fischermütze von seinen blonden struppigen Haaren genommen und genoss die Mittagssonne an der Vorderseite des Ruderhauses des nach Süden durch die leichten Wellen tuckernden Kutters. Dazu hatte er sich einen Hocker genommen und lümmelte lässig mit dem Rücken an der warmen Holzverkleidung des Führerhauses.
     Ein Schwarm Möwen folgte ihnen wie ein wedelnder Schwanz durch die Lüfte. Immer in der Hoffnung, dass außer dem Duftschwaden etwas vom Beifang als Möwendelikatesse über Bord ging. Denn so ein Krabbenkutter war für die Vögel mit ihren feinen Geruchssensoren wie ein fahrendes Buffet.
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