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KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Dschinn
Verfasser: André Wegmann (10)
Verlag: Redrum Books (79)
VÖ: 14. November 2019
Genre: Horror (1207)
Seiten: 350 (Taschenbuch-Version), 237 (Kindle-Version)
Themen: Dschinn (77), Jugendliche (171), Massaker (53), Norddeutschland (46), Oman (6), Studenten (869), Verschwinden (1521), Wüste (259)
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LESEPROBE
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Gesteinsbrocken rieselten herab und Staub wirbelte auf, der Kai in die Augen stieg und ihn zum Husten brachte. Dannys schrilles Geschrei ging in einem lauten Beben unter. Verzweifelt zerrte er an Kais Arm, im Bemühen, sich loszureißen. Kai fühlte Panik in sich hochsteigen und er erwartete, dass jeden Moment die Decke über ihnen einstürzen und sie für immer in diesem Schacht begraben würde.
     Erleichtert sah er, dass Danny sich ein kleines Stück auf ihn zubewegte.
     »Ja, komm, komm, weiter!« Kai kroch hektisch rückwärts, während Danny seinen Arm wie eine Rettungsleine umklammerte. Immer mehr Steine regneten auf sie nieder. Kai hatte das Ende des Tunnels erreicht und setzte seine Füße wieder auf dem Boden der Kammer auf. Hastig ließ er die Taschenlampe fallen, griff mit seiner freien Hand nach Dannys Schulter und zog mit aller Kraft an ihm. Kai stolperte rückwärts und fiel unsanft auf den Hosenboden, wobei irgendetwas schmerzhaft in seine Gesäßbacken drückte. Danny landete auf ihm drauf, woraufhin Kai aufschrie und mit dem Rücken auf die Erde gepresst wurde. Begleitet von einem ohrenbetäubenden Krachen stürzte der Tunnel ein. Gesteinsblöcke fielen irgendwo um sie herum mit tosendem Lärm herunter und ließen den Boden vibrieren. Dann kehrte Stille ein.
     Kai atmete tief durch und schob Danny von sich herunter, dessen Gewicht unangenehm auf ihm lastete. Etwas Spitzes stach in seinen Rücken. Er kämpfte sich mühsam auf die Beine und orientierte sich. Die Taschenlampe lag zwei Meter von ihm entfernt auf der Erde und als er darauf zuging, splitterte und krachte etwas unter seinen Schritten. Kai hob die Taschenlampe auf und beleuchtete die Umgebung. Verwirrt stellte er fest, dass er mitten im Nebel stand, bis ihm klar wurde, dass es sich um eine Staubwolke handelte. »Alles klar bei dir, Danny?«
     »Geht schon«, presste sein Kumpel angestrengt hervor. Der Strahl der Taschenlampe zuckte durch den Dunst, der sich langsam lichtete. Kai leuchtete in die Richtung, aus der er Dannys Stimme vernommen hatte und dann sah er seinen Freund undeutlich durch Staubschwaden auf dem Boden sitzen. Kai machte ein paar Schritte auf ihn zu, wobei erneut etwas am Boden knackte.
     »Gott sei Dank, geht es dir wirklich gut?« Er leuchtete Danny in dessen staubbedecktes Gesicht, als etwas am Rande des Lichtkegels seine Aufmerksamkeit erregte. Nachdem er den Lichtstrahl zur Seite gerichtet hatte, stolperte er vor Schreck zwei Schritte rückwärts. »Fuck!« Kais Herz begann zu rasen. Direkt neben Danny saß jemand auf dem Boden.
     »Was ist?«, fragte dieser alarmiert.
     Kai trat wieder vor und sah genauer hin. Neben Danny hockte in einer leicht zurückgelehnten Körperhaltung ein grauweißes menschliches Skelett, dessen leere Augenhöhlen Kai direkt anzustarren schienen. Das Skelett lehnte nicht etwa an der Wand, sondern an einem knöchernen Brustkorb. Kai schwenkte die Taschenlampe umher und blickte fassungslos auf eine nicht enden wollende Aufreihung des Todes: Skelettierte Schädel und Knochen verschiedener Größe und Form bedeckten den ganzen Boden, lagen übereinander und ineinander verkeilt wie die Überreste hastig entsorgter Leiber in einem Massengrab. Und genau das war diese Kammer: ein Massengrab.
     »Scheiße!«, entfuhr es Danny, dessen Blick dem Lichtkegel folgte. Er stand hektisch auf und ging zu Kai, dabei trat er auf einige Knochen, die unter seinem Gewicht splitterten. Jetzt wusste Kai auch, woher diese Geräusche schon zuvor gestammt hatten. Ein beklemmendes Gefühl ergriff von ihm Besitz. Davon zu hören oder zu lesen, dass viele Menschen an einem Ort ihr Leben gelassen hatten, war eine Sache – inmitten ihrer sterblichen Überreste zu stehen eine ganz andere. Kai drehte sich um die eigene Achse und blickte sich ehrfurchtsvoll um. Die Größe dieser Kammer war wegen der umherziehenden Staubschwaden kaum auszumachen. Klein war sie jedoch nicht.
     »Wie kommen wir hier nun wieder raus?«, fragte Danny ängstlich. Unbehagen erfüllte Kai, denn das war in der Tat eine gute Frage. Der Lichtstrahl wanderte über unzählige Totenköpfe, die hämisch zu grinsen schienen.
     »Wir finden schon einen Ausgang, der Tunnel war bestimmt nicht der einzige Zugang.« Kai vernahm ein leises Klappern in einigen Metern Entfernung und er versteifte sich. »Hast du das auch gehört?«, raunte er seinem Freund zu.
     »Was denn?«
     Kai lauschte angestrengt, hörte jetzt aber nur Stille. Er atmete tief durch. »Hol mal das K2 raus«, sagte er zu Danny. Er wollte sich ablenken, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Außerdem war ihm bewusst, dass ihre Action-Cams alles aufzeichneten. Sie würden schon einen Ausweg finden und dann konnte er den Clip seines Lebens veröffentlichen. Schon der dramatische Einsturz und das Massengrab würden das Video viral gehen lassen.
     »Hast du sonst keine Sorgen?«, fragte Danny. Er holte das K2 dennoch aus seiner Hosentasche hervor und schaltete es an, woraufhin ein kurzes leises Piepen erklang. Das Messgerät, das in Form und Größe einer Fernbedienung ähnelte und vorn fünf verschiedenfarbige Leuchtdioden besaß, diente zur Erfassung elektromagnetischer Felder. Diese galten als Indiz für paranormale Aktivität. Je nach Stärke des Feldes reagierte das Gerät mit einem visuellen Effekt von Blau über Gelb bis Rot. Im Moment leuchtete nur die blaue Diode.
     »Wenigstens gehen die Geister der Toten hier offenbar nicht um«, murmelte Kai fast ein wenig enttäuscht.
     »Lass uns lieber sehen, wie wir hier rauskommen«, antworte Danny schnippisch.
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