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Die Chronik von Stahl und Feder: Große Chronik 1 - Die Saat der Freiheit
Verfasser: Peter Segmüller (7)
Verlag: Eigenverlag (14413)
VÖ: 31. Oktober 2018
Genre: Fantasy (10481)
Seiten: 392
Themen: Berater (10), Freiheit (424), Fürsten (143), Krieg (1195)
Reihe: Die Chronik von Stahl und Feder (7)
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Andauernder Krieg lässt das Land ausbluten. Um sein Volk zu schützen, sucht Fürst Stenvulf Hilfe bei den Verbündeten im Süden. Doch skrupellose Berater vergiften das Ohr seines Freundes Irdarian. Weil Stenvulf das Leiden seiner Leute nicht länger dulden kann, handelt er auf eigene Faust. Der Kampf für sein gepeinigtes Volk wird für den Fürsten zu einem kräftezehrenden Ringen, durch das er das Bündnis der beiden Länder auf die Probe stellt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Peter Segmüller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Peter Segmüller gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Avenars Stirn krauste sich. Der Fürst wirkte entweder vom raschen Beenden des Gesprächs oder von Irdarians Ton überrascht.
     Unterschätzt mich nicht!
     Irdarian wandte sich ab, bevor Avenar noch etwas sagen konnte, und betrat den kleinen Raum hinter dem Thron. Die beiden Paladine, die dort Wache hielten, folgten ihm über die Treppe in seine Zimmerflucht. Während er die Stufen hochstieg, überlegte er, ob Premiras ihn aufsuchen würde. Oder Jenena. Sie wäre ihm ohne Frage am liebsten. Das würde allerdings wieder zu Gerede führen.
     Er gelangte in den Salon, wo er sich auf einem Diwan niederließ. Die Dämmerung setzte bereits ein. Obwohl er zu jeder Zeit jemanden rufen konnte und ihn die Paladine als seine Leibwache ohnehin ständig umgaben, kam er sich in der Größe seiner Gemächer und des Palastes oft verloren vor.
     Er schloss die Augen – und schreckte hoch, als es an der Tür klopfte. Draußen war es inzwischen dunkel. Er musste eingedöst sein. Hat es noch so viel zu besprechen gegeben, dass Premiras mich erst jetzt aufsuchen kann?
     „Schaut nach, wer draußen steht“, forderte Irdarian den Paladin auf, der an der Tür Wache hielt.
     Kurz darauf hörte er zwei Frauenstimmen. Ein Paladin, der etwas zu berichten hat? Jenena?
     „Frau Laveira ist hier“, verkündete die Wache.
     Irdarian wischte sich über die Augen und kam allmählich zu sich. Seine Kusine hatte er nicht erwartet. Denkbar, dass sie etwas von der Besprechung im Thronsaal mitbekommen hatte und Einzelheiten von ihm hören wollte.
     Schwerfällig erhob er sich. Mit wenigen Schritten erreichte er die Fensterfront und öffnete die Glastür. Frische Luft würde ihm guttun.
     „Lasst sie ein.“
     Er überquerte den Balkon, stützte sich auf das Geländer und blickte hinüber zur Pyramide der Paladine. Der kühle Wind fühlte sich wunderbar an auf seiner Haut.
     Leichte Schritte näherten sich. „Du besuchst Stenvulf in Storgârd?“
     Laveira hakte sich bei ihm ein, und er spürte sie so nahe bei sich, wie er es sich mit Jenena wünschte. Er genoss das Gefühl, besonders, weil er Laveiras Körperduft so mochte.
     „Du hast es also bereits erfahren. Wundert mich nicht.“ Er störte sich nicht daran, dass sie es wusste, aber wenn es zu ihr gelangt war, ging die Nachricht bereits im ganzen Palast um.
     „Haus Sanvorin missfällt es, dass dich Jenena begleitet.“
     „Du kennst doch die Leute“, sagte er entnervt. „Wo es etwas zu nörgeln gibt, nörgeln sie, als sei es die wichtigste Sache auf der Welt.“ Er hoffte, nie zu verstehen, wie man so werden konnte.
     Sie schlang die Arme um ihn und legte den Kopf an seine Schulter. „O ja, ich kenne sie! Manche stören sich sogar an uns. Was läuft in der Welt schief, wenn sich Vetter und Kusine nicht mehr umarmen dürfen? Wenn Küsse auf die Wange zu etwas Unanständigem werden? Umso lächerlicher, wenn ausgerechnet die Leute sich darüber äußern, die selber perverse Spielchen treiben.“
     Er lachte bitter. „Anklagen ist einfacher, als sich selber korrekt zu verhalten. Das läuft in der Welt falsch.“
     Laveira schaute ihn von der Seite an. „Vielleicht wäre es trotzdem ein guter Entschluss, Jenena in Swenio zurückzulassen. Stattdessen begleite ich dich. Niemand könnte etwas dagegen sagen, wenn ich als zweite Vertreterin unseres Hauses und der Mark mitkomme. Was die Gerüchte über uns beide angeht ... Die entstehen ohnehin. Außerdem sähe ich meinen Vater wieder.“ Beim letzten Satz war ihre Stimme sehnsüchtig geworden.
     „Es ist ein Freundschaftsbesuch!“ Wie oft muss ich das heute noch sagen? „Ich möchte meine Verlobte bei mir haben.“ Er schaute ihr in ihre großen grüngrauen Augen, fuhr mit den Fingern über ihr schönes Gesicht mit den geschwungenen Brauen und der schmalen Nase. Wie immer trug sie ein zahmes Wiesel auf der Schulter. Es streckte die Schnauze in die Luft, als würde es schnüffeln.
     Er streichelte dem Wiesel über das Köpfchen. Wenn Laveira nicht hinschaute, stellte es gerne Unsinn an und brachte Diener zum Stolpern. Früher hatte er darüber gelacht, heute musste er seine Kusine ermahnen, besser auf ihr Tier aufzupassen.
     „Ich wünsche mir, das Leben als Erzfürst wäre so, wie man es sich als einfacher Bürger vorstellt: mit einer Handbewegung über alles bestimmen.“
     „Wie in einem Märchen, hm?“ Laveira schaute zu ihm auf und lächelte. „Aber weshalb interessiert dich, was die einfachen Bürger denken?“
     Irdarian löste sich von seiner Kusine und schluckte eine scharfe Erwiderung herunter. Er bedauerte, dass sich ihre Ansichten, wie das Verhältnis zwischen einem Herrscher und seinem Volk auszusehen hat, beträchtlich voneinander unterschieden.
     „Früher war ich immer wieder mal in Straßen und Spelunken unterwegs, wo sich die einfachen Leute rumtreiben, und habe ich viel erfahren, was nie in den Erzfürstlichen Palast vordringt“, antwortete er mit ruhiger und trotzdem eindringlicher Stimme.
     „Aber heutzutage bleibst du lieber zuhause“, meinte sie rechthaberisch.
     Das war seiner Ansicht nach selbstverständlich. Laveira sollte dieses Argument nicht verwenden, um ihre Meinung zu unterstreichen. Er versuchte dennoch, es ihr zu erklären. „Seit ich Erzfürst bin, kann ich es mir nicht mehr erlauben, draußen rumzuspazieren. Damals war eine andere Zeit. Ich war weit weg vom Hof und mein Vater noch klar bei Verstand. Im Unterschied zu dir sehe ich wenigstens den Sinn ein, mich unters Volk zu mischen.“
     „Na gut, ich gebe ja zu, dass man viel lernen kann. Ich verkrafte es einfach nicht, mit diesen Leuten zu reden.“ Sie klang traurig. „Einerseits wüsste ich nicht, worüber ich mich mit einem Tischler oder einem Seiler unterhalten soll, andererseits geht es mir zu nahe, ihre Probleme zu hören. Ich hasse es, wenn Leute nicht mehr weiterwissen. Sie haben kein Geld, um sich zu helfen, und ich kann nicht allen eine Goldmünze in die Finger drücken.“ Laveira seufzte.

     „Ich glaube, du verstehst etwas falsch“, sagte Irdarian liebevoll. „Die Leute in den Gasthöfen haben zwar nicht viel, aber sind trotzdem glücklich.“
     „Jemand, der nicht spätestens jeden dritten Tag badet und regelmäßig neue Kleider kaufen kann, ist in meinen Augen nicht glücklich.“ Sie kuschelte sich wieder an ihn und gab ein wohliges Geräusch von sich. „Ich möchte nicht über solche Dinge reden. Ich möchte den Augenblick mit dir genießen. O Irdarian, bitte halte mich fest!
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