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Die Chronik von Stahl und Feder: Große Chronik 1 - Die Saat der Freiheit
Verfasser: Peter Segmüller (7)
Verlag: Eigenverlag (14432)
VÖ: 31. Oktober 2018
Genre: Fantasy (10491)
Seiten: 392
Themen: Berater (10), Freiheit (424), Fürsten (143), Krieg (1199)
Reihe: Die Chronik von Stahl und Feder (7)
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Andauernder Krieg lässt das Land ausbluten. Um sein Volk zu schützen, sucht Fürst Stenvulf Hilfe bei den Verbündeten im Süden. Doch skrupellose Berater vergiften das Ohr seines Freundes Irdarian. Weil Stenvulf das Leiden seiner Leute nicht länger dulden kann, handelt er auf eigene Faust. Der Kampf für sein gepeinigtes Volk wird für den Fürsten zu einem kräftezehrenden Ringen, durch das er das Bündnis der beiden Länder auf die Probe stellt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Peter Segmüller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Peter Segmüller gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Das habe ich gemeinsam mit Premiras. Da es sich um einen Freundschaftsbesuch handelt, werden mich nur die Paladine und einige Diener begleiten.“
     „Wird Jenena in der Mark bleiben?“
     Diese Frage durfte aus dem Mund seines Onkels nicht fehlen. Irdarian hätte sich gar keine Hoffnungen machen dürfen, dass es anders hätte kommen können.
     Avenar ließ ihn nicht zu Wort kommen. „Eine Verlobung ist keine Heirat, doch wenn Ihr Jenena bereits an sämtlichen Orten herumgezeigt habt, wird eine Auflösung mehr als ein schlechtes Licht auf Euch und die Mark werfen. Vom Umstand, dass eine Ausländerin die Mark repräsentiert, habe ich noch gar nicht gesprochen.“
     Die Worte tanzten gefährlich nah an der Grenze zur Beleidigung. Irdarian konnte seinen Ärger nur mit Mühe zurückhalten. Es war Zeit für deutliche Worte.
     „Innert Jahresfrist werde ich Jenena zur Gemahlin nehmen. Sie wird mich begleiten, daran werdet Ihr nichts ändern können.“
     „Ein Freundschaftsbesuch also. Gibt es so etwas unter Herrschern?“ Er legte den Kopf schräg, als würde er auf eine Antwort warten. „Es liegt in Eurem Interesse, mit einer entsprechenden Anzahl an Repräsentanten der Mark zu reisen. Ihr seid Erzfürst, doch liegt nicht alle Macht bei Euch. So einfach funktioniert die Mark nicht – weder in dieser Angelegenheit noch in anderen.“
     Wie verdammt recht er hat. Trotzdem ist und bleibt es ein Freundschaftsbesuch.
     „Die Vorbereitungen sind bereits im Gange“, wehrte Irdarian ab.
     Sein Onkel schien diese Antwort zu akzeptieren. Er erhob sich, richtete seinen dunkelvioletten Gehrock und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
     Irdarian fiel auf, dass sein Onkel selten seine Hände zeigte. Gepaart mit der steifen Körperhaltung und den minimalistischen Bewegungen ging ihm eine gewisse Menschlichkeit ab.
     Der Fürst wandte sich noch einmal dem Thron zu.
     Irdarian setzte sich aufrecht hin. Diese Unterredung war noch nicht vorüber.
     Noch hielt sich Avenar zurück. Irdarian vermutete, um ihn unruhig zu machen – nicht, weil er eine Erwiderung formulierte. Die lag ihm mit Sicherheit bereits auf der Zunge.
     „Ihr entstammt meiner Familie ebenso wie der Eures Vaters. Doch soll nur eine davon die Ehre haben, die Mark zu vertreten? Ihr vergesst Euer Haus mütterlicherseits und wollt obendrein eine Ausländerin als Vertreterin der Mark vorstellen. Euer Denken ist wahrhaft egoistisch.“
     Stets war eines der Adelshäuser beleidigt, was auch immer man tat. Am besten ging man möglichst wenig auf diese Spielchen ein. So wäre es am einfachsten.
     In diesem Fall hatte sich Avenar jedoch selber geschlagen.
     Irdarian versuchte, den Triumph aus seiner Stimme herauszuhalten. „Euer Haus besetzt wichtige Posten überall in der Mark, der König entspringt einem Eurer Vasallenhäuser und selbst ich trage das Blut Eurer Familie in mir. Was wollt Ihr mehr, Onkel? Der Erzfürst ist das Aushängeschild Eurer Familie. Wie Ihr selber sagtet, bin ich beiden Häusern, Perdrun väterlicherseits und Sanvorin mütterlicherseits, verbunden. Deshalb repräsentiere ich auch beide.“
     „Doch niemand wird Euch als Vertreter des Hauses Sanvorin wahrnehmen. Der Erzfürst steht immer für das Haus Perdrun. So ist es seit Jahrhunderten.“
     „Es handelt sich um einen Freundschaftsbesuch“, betonte Irdarian erneut. „Ich werde die Reise unter dieser Prämisse antreten und mich mit Leuten umgeben, die mir auch im Leben abseits des Throns nahestehen.“
     „Ihr unterscheidet also zwischen Leuten, die Euch lieb sind und anderen. Ist Euch Eure Familie nicht lieb?“ Irdarian wollte schon zur Antwort ansetzen, als Avenar noch einmal begann. „Ihr verwehrt all Euren Beratern den Dank für Ihre Arbeit im Dienste der Mark?“
     Irdarian erwog die Erwiderung, ob sich Haus Sanvorin überall anständig bedanke. Vorwürfe mit Gegenvorwürfen zu begegnen behagte ihm jedoch nicht. Er suchte andere Wege.
     „Ein Herrscher ohne Gefolgsleute ist ein Nichts“, betonte sein Onkel. „Das wird die Erzfürstliche Hoheit sehr bald sehr deutlich zu spüren bekommen, wenn sie weiterhin nicht auf ihre Taten achtet.“
     Aufgrund der Erfahrungen, die er in den ersten sechs Monaten als Herrscher der Mark gemacht hatte, konnte Irdarian nicht feststellen, ob Avenar recht behalten könnte oder haltlose Drohungen ausstieß. Vorerst wollte er sich damit nicht weiter beschäftigen.
     Um das Gespräch zu beenden, gab es verschiedene Möglichkeiten: aufstehen, woran er zuvor schon gedacht hatte, gelangweilte Miene aufsetzen, die Unterredung mit Worten beenden und noch weitere, die ihm augenblicklich nicht in den Sinn kamen. Er sollte sich noch einmal damit beschäftigen.
     Avenar nutzte das Zögern, um ihn noch einmal anzugreifen. „Ruft Euch die letzten dreißig Jahre in Erinnerung. All die Morde haben Eure Familie ausgedünnt. Umso wichtiger wäre es gewesen, für stabile Verhältnisse zu sorgen. Aber was hat Euer Vater getan? Beim Versuch, seine Heimat zu verändern, hat er mächtige Feinde geschaffen. Die Heirat mit Haus Sanvorin war die klügste Tat seiner gesamten Herrschaft – aber auch seine letzte Rettung. Ihr tut gut daran, aus seinen Fehlern zu lernen. Wenn die Feinde eines Tages zu mächtig werden ...“ Avenar musste nicht zu Ende sprechen, damit Irdarian begriff. „Ihr braucht den Schutz meiner Familie, aber solange Ihr Euch weigert, im Sinne meines Hauses zu handeln, werde ich ihn Euch verwehren.“
     Jenena stand mit gesenktem Blick auf, die Hände in den Rockfalten versteckt. „Ich bleibe in der Mark.“
     Diese Reaktion passte zu ihr. Darauf einzugehen kam dennoch nicht infrage.
     „Ich möchte mit Euch das Cheruskerland bereisen“, betonte Irdarian.
     Selbst auf die Gefahr hin, sich weiteren Vorwürfen auszusetzen, sollte er ein Machtwort sprechen. War nur zu hoffen, dass ihn seine Knie nicht im Stich ließen, wenn er aufstand.
     Er stemmte sich vom Thron hoch. Zu seiner Erleichterung blieb das Zittern aus. „Es handelt sich um einen Freundschaftsbesuch. Ich wähle meine Begleiter nach meinem persönlichen Gutdünken, nicht nach politischem Einfluss. Das wird ein andermal der Fall sein. Habt Ihr sonst noch etwas zur Unterredung beizutragen, Onkel?“
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