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Die Chronik von Stahl und Feder: Große Chronik 1 - Die Saat der Freiheit
Verfasser: Peter Segmüller (7)
Verlag: Eigenverlag (14380)
VÖ: 31. Oktober 2018
Genre: Fantasy (10455)
Seiten: 392
Themen: Berater (10), Freiheit (423), Fürsten (142), Krieg (1193)
Reihe: Die Chronik von Stahl und Feder (7)
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Andauernder Krieg lässt das Land ausbluten. Um sein Volk zu schützen, sucht Fürst Stenvulf Hilfe bei den Verbündeten im Süden. Doch skrupellose Berater vergiften das Ohr seines Freundes Irdarian. Weil Stenvulf das Leiden seiner Leute nicht länger dulden kann, handelt er auf eigene Faust. Der Kampf für sein gepeinigtes Volk wird für den Fürsten zu einem kräftezehrenden Ringen, durch das er das Bündnis der beiden Länder auf die Probe stellt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Peter Segmüller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Peter Segmüller gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Irdarian winkte ab. „Ach, das ist über zwei Jahre her. Auch für Stenvulf wird dieser Vorfall keine Bedeutung mehr haben.“
     „Nun ja“, mischte sich Premiras ein und erhob sich schwerfällig von seinem Stuhl. „Vielleicht hat der Zwischenfall keine Bedeutung mehr für ihn persönlich, aber unsere beiden Länder haben ihn nicht vergessen.“
     „Denk daran: Ihr seid keine Jungen mehr, sondern die Regenten eurer Länder“, unterstrich Jenena. „Ihr habt euch verändert – euch sogar verändern müssen. Früher habt ihr gespielt, heute solltet ihr darauf achten, selber keine Spielfiguren zu werden.“
     „Das mag sein, aber ich besuche Stenvulf in erster Linie als Freund. Das sind wir schließlich geblieben.“ Trotzdem kam er ins Grübeln. „Guter Premiras, könnte es Eurer Meinung nach gefährlich sein, Paladin Pelona mit in den Norden zu nehmen? Immerhin ist sie die bedeutendste Augenzeugin des Faraqat-Zwischenfalls.“
     Premiras hob den Zeigefinger „Sie ist ein Paladin zu Hofe. Für Eure Leibwache sollte es keine Ausnahmen geben. Stenvulf wird das verstehen und nicht noch einmal ihre Auslieferung verlangen.“
     „Ihr habt recht, guter Premiras.“ Nun, da vorerst alles geklärt war, stieg seine Vorfreude sprunghaft an. Er tätschelte Jenena den Handrücken. „Nicht nur Stenvulf und ich sind Freunde. Du gehörst ebenfalls dazu. Wie damals an der fürstlichen Schule.“
     „Ich soll dich begleiten?“, fragte sie erstaunt.
     „Du bist meine Verlobte.“
     Sie stand auf und musterte ihn ernst. „Ich möchte nicht, dass du meinetwegen in Schwierigkeiten gerätst. Überleg dir gut, ob eine andere Begleitung nicht klüger wäre.“
     In Schwierigkeiten habe ich mich bereits gebracht, als ich um die Hand einer Ausländerin angehalten habe. Aber wie hätte ich anders können?
     „Für den Besuch im Cheruskerland lasse ich sämtliche Förmlichkeiten in der Mark zurück. Wir werden in Erinnerungen schwelgen, lachen und uns seine Heimat ansehen. Ein ungezwungenes Treffen eben. Ich hoffe, das wird mein Onkel verstehen.“
     Er rang sich ein Lächeln ab. Wenn er ehrlich war, erwartete er nämlich etwas anderes.

Am Nachmittag hielt Irdarian im Thronsaal des Erzfürstlichen Palastes Hof. Der Boden bestand aus grauem Marmor, die Säulen waren weiß und mit Goldfäden durchwirkt. Über dem Portal befand sich eine Fensterrose aus ungefärbtem Glas.
     Zwischen den Säulen standen die Paladine Wache. Ihre rot-goldenen Rüstungen brachten Farbe in den edlen, aber auch nüchtern gehaltenen Saal.
     Mütter, Handwerker und Kaufleute ersuchten ihn um ein kluges Wort und Irdarian gab sich Mühe, jedem Anliegen gerecht zu werden.
     Zu Beginn waren sämtliche Steinbänke besetzt gewesen, nun verließ der letzte Bittsteller den Thronsaal. Irdarian blieb sitzen und heftete seinen Blick auf das Fresko an der Decke, das eine große Schlacht darstellte.
     Würde der Thronsaal heutzutage erbaut, entschiede man sich für ein anderes Motiv.
     Weder ließ er das Portal schließen, noch machte er Anstalten, von Stenvulfs Depesche zu berichten. Er hoffte, sein Onkel Avenar, Fürst von Lordena und Oberhaupt des mächtigen Hauses Sanvorin, würde sich gleich zurückziehen, weil er davon ausging, nichts mehr zu hören zu bekommen. Vermutlich eine vergebliche Hoffnung.
     Irdarian würde seine Reise gerne geheim halten, zumindest bis alles geplant war: Wer seine Entourage bildete, wer neben ihm die Ehre besaß, die Mark zu repräsentieren. Stets wurde ein Spiel darum geführt, wer sich an welchem Ort mit welcher Person zeigen durfte. Eine Reise ins Cheruskerland bot vielerlei Leuten – Fürsten, Herzögen, Markgrafen, nicht zuletzt den beiden Kanzellaren Premiras und Ladmér – Gelegenheit, sich mit dem Erzfürsten zu zeigen. Niemand wollte darauf verzichten, schon gar nicht Haus Sanvorin.
     „Hat die Erzfürstliche Hoheit sämtliche Traktanden abgehandelt?“, erkundigte sich der Fürst von Lordena, der auf der vordersten Bankreihe saß. Sie war die ganze Zeit über leergeblieben, weil sich neben ihm kein anderer Fürst im Thronsaal befunden hatte.
     Irdarian stellte sich wieder einmal die Frage, ob sein Onkel die Anrede aus Höflichkeit verwendete oder um ihn zu verspotten, ohne sich angreifbar zu machen.
     Aus dem Augenwinkel sah er, wie Premiras eine andere Sitzhaltung einnahm. Ist er unruhig, weil er nichts zu essen zwischen den Zähnen hat? Neben ihm auf der Bank an der Seite des Thronsaals saß der zweite Kanzellar und noch einen Platz weiter hatte sich Jenena niedergelassen.
     „Schließt das Tor“, ordnete Irdarian an. Noch blieb er ruhig sitzen. Noch blieb Zeit, damit Avenar aufstehen und sich davonmachen konnte. Worauf wartet er? Es gibt nichts mehr hinzuzufügen.
     Gab es doch, und Avenar schien es zu ahnen. Hartnäckig blieb er auf der Bank kleben.
     Am besten, Irdarian zögerte das Unvermeidliche nicht länger hinaus. So beginnen die Spiele.
     Er berichtete von Stenvulfs Depesche und dass er beschlossen hatte, die Einladung anzunehmen. „Die Jubiläumsfeier zum vierhundertjährigen Bestehen des Königreichs habe ich natürlich nicht vergessen. Bei einer straffen Planung werde ich pünktlich in Arkhelsk ankommen.“ Er lenkte seinen Blick zu Premiras hinüber und glaubte, ein schwaches Nicken zu erkennen.
     Irdarian könnte ganz einfach aufstehen und in seine Zimmerflucht zurückkehren.
     Vermutlich hätte er das getan, wenn er statt mit seinem Onkel nur mit dessen Gesandten gesprochen hätte.
     Irdarians Worten folgte keine Erwiderung, nicht einmal eine Frage.
     Bis sich Avenar straffte. Die schmalen Augenbrauen verliehen ihm einen stechenden Blick. „Eure Erzfürstliche Hoheit hat mit Sicherheit darüber nachgedacht, aus welchen Leuten seine Entourage bestehen soll.“
     Irdarian war versucht, eine andere Sitzhaltung anzunehmen und sei es nur, um etwas Zeit für die Antwort zu schinden, die er auswendig gelernt hatte.
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