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Die Chronik von Stahl und Feder: Große Chronik 1 - Die Saat der Freiheit
Verfasser: Peter Segmüller (7)
Verlag: Eigenverlag (14388)
VÖ: 31. Oktober 2018
Genre: Fantasy (10461)
Seiten: 392
Themen: Berater (10), Freiheit (423), Fürsten (142), Krieg (1195)
Reihe: Die Chronik von Stahl und Feder (7)
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Andauernder Krieg lässt das Land ausbluten. Um sein Volk zu schützen, sucht Fürst Stenvulf Hilfe bei den Verbündeten im Süden. Doch skrupellose Berater vergiften das Ohr seines Freundes Irdarian. Weil Stenvulf das Leiden seiner Leute nicht länger dulden kann, handelt er auf eigene Faust. Der Kampf für sein gepeinigtes Volk wird für den Fürsten zu einem kräftezehrenden Ringen, durch das er das Bündnis der beiden Länder auf die Probe stellt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Peter Segmüller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Peter Segmüller gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Mit zitternden Fingern öffnete Irdarian die Depesche. Das Siegel mit dem gekrönten Hirsch verriet, dass es sich beim Absender um Stenvulf höchstpersönlich handelte. Das konnte nur etwas Außergewöhnliches bedeuten. Schwierigkeiten im Cheruskerland vielleicht? Doch würde Stenvulf in dem Fall nicht zuerst dem König berichten? Allerdings – an Freunde wandte man sich in schwierigen Zeiten als Erstes.
     Falls Stenvulf überhaupt von einer Krise berichtete.
     Vorsichtig entfaltete Irdarian das Pergament, während ihm seine Verlobte über die Schulter blickte.

               Irdarian,

               immer wieder erinnere ich mich gerne an unsere gemeinsamen
               Zeiten, deshalb lade ich dich zu einem freundschaftlichen Besuch
               in meiner schönen Regentenstadt ein. Dort wollen wir uns in
               heimeliger Umgebung über die Annehmlichkeiten unserer Länder
               austauschen und auf ihr Wohl anstoßen, aber auch die Schwierig-
               keiten der Grenzverteidigung besprechen.

               Ich erwarte dein Erscheinen im Laufe dieses Sommers und schaue
               freudig voraus.

               Gezeichnet:
               Stenvulf

Irdarian fiel auf, dass Stenvulf ihre Titel ausgelassen hatte. Um die Freundschaftlichkeit der Depesche zu betonen?
     Er setzte sich in einen der weich gepolsterten Diwane seines geräumigen Salons, der mit den Kaminen, dem weichen Teppich und dem Deckenfresko eine Mischung aus gemütlicher Stube und offiziellem Empfangsraum darstellte.
     Nachdem er Stenvulfs Schreiben noch einmal sorgfältig durchgelesen hatte, reichte er es Premiras weiter. Depeschen, die auf direktem Weg zu ihm gelangten, öffnete er stets in Anwesenheit von einem der beiden Kanzellare, um bei auftretenden Fragen erste Ratschläge einzuholen.
     Der rundliche Kanzellar des Handels und der Münze legte sich ein Käsewürfelchen in den Mund, wischte sich die wurstigen Finger an einem Tüchlein ab und nahm das Pergament entgegen.
     Premiras murmelte, während seine Augen über die Zeilen flogen. Irdarian hatte auch nach fast einem halben Jahr nicht herausgefunden, ob der ansonsten so gebildete und verdiente Mann die Texte nur verstand, wenn er sie vorlas.
     Irdarian wusste bereits, was er auf die Depesche antworten wollte. „Stenvulf hat derart häufig von seiner Heimat gesprochen – diesmal kann ich ihn nicht enttäuschen.“
     Der Kanzellar legte die Depesche zur Seite, mit der gleichen Armbewegung griff er nach den Käsewürfeln. „Ich erlaube mir die Frage, was mit Euren Pendenzen geschieht?“ Sein Tonfall war der eines gutmütigen Onkels, nicht der eines tadelnden Vaters.
     Irdarian machte eine wegwerfende Handbewegung. „Delegieren, was sich delegieren lässt, alles andere kann warten.“
     „Wegen eines Freundschaftsbesuchs?“, hakte Premiras mit vollem Mund nach.
     Irdarian musste jeglichen Widerstand im Keim ersticken. „Seit unserer gemeinsamen Zeit an der fürstlichen Schule haben Stenvulf und ich uns nie mehr getroffen, dabei haben unsere Länder dieselbe Herkunft und sich immer wieder gegen gemeinsame Feinde verbündet. Es ist wichtig, dass ich das Cheruskerland besuche! Der Erzfürst muss die Welt sehen, um seine Heimat zu regieren. Am besten während seine Haare noch dunkel sind und nicht weiß wie Eure.“
     Premiras murmelte etwas. Irdarian konnte sich vorstellen, was der andere dachte. Noch nicht einmal ein halbes Jahr auf dem Thron und schon wird er vorlaut.
     Der Kanzellar fing sich aber wieder und rechnete die Reisedauer vor. „Ins Cheruskerland dauert es zwei Monate – außer Ihr wählt den Seeweg. Dadurch würdet Ihr in drei Wochen ankommen.“
     Irdarian erstaunte es, dass Premiras dem Besuch so schnell zustimmte. In erster Linie aber freute es ihn, auf Verständnis zu treffen. „Ich wähle den Seeweg. Nur so erreiche ich die cheruskische Regentenstadt vor der Jubiläumsfeier in Arkhelsk. Das hat sich Stenvulf bestimmt auch so gedacht, sonst hätte er nicht geschrieben, mich diesen Sommer zu erwarten. Vermutlich werden wir gemeinsam nach Arkhelsk reisen.“
     „Reise zur See, Delegierung von Aufgaben. Ich werde alles in die Wege leiten. Des Weiteren braucht es Geschenke.“ Premiras schaute Irdarian mahnend an. „Ohne Geschenke lasse ich Euch nicht gehen. Außerdem teile ich Stenvulf Eure Entscheidung per Flugechse mit.“
     Aber offenbar nicht in diesem Augenblick. Zuerst mussten die Käsewürfelchen vertilgt werden. Premiras ließ nie Krümel zurück, dabei entstanden bei ihm viele Gelegenheiten für Reste.
     „Muss ich den Palast über die Reise in Kenntnis setzen?“, fragte Irdarian. Es wäre ihm lieber, wenn er das auslassen könnte. Am Schluss musste er sein Handeln wieder einmal rechtfertigen.
     „Nun, am Hofe halten sich mächtige Leute auf. Im Augenblick sogar Euer Onkel. Insbesondere er möchte über die Schritte seines Regenten stets auf dem Laufenden gehalten werden. Ihr tut gut daran, ihn nicht vor den Kopf zu stoßen.“ Premiras sprach wie ein Lehrer. Von ihm konnte Irdarian den sanften Tadel am besten annehmen, weil der Kanzellar nie das Gefühl vermittelte, sich über ihn erheben zu wollen.
     Seine Verlobte, die es auch heute verstanden hatte, sich im Hintergrund zu halten, ließ sich neben ihm auf dem Diwan nieder und nahm seine Hand.
     Die Heirat sollte bald erfolgen. Leider ist dieses Jahr die Zeit zu knapp. In gewissen Stunden gierte er nach ihrem Körper, ihrer Wärme, allerdings wäre es unschicklich, sich ihr bereits vor der Hochzeit zu nähern. Die Wahl, Jenena zur Gemahlin zu nehmen, rief auch so genug Kritiker aus ihren Löchern.
     Jenena zog ihre Hand zurück. Die kleine Geste der Vertrautheit war vorüber.
     Irdarian setzte sich aufrecht hin. „Ich werde im Thronsaal entscheiden, ob ich von der Reise berichte.“
     „Vergiss eines nicht“, warf Jenena ein, „ihr habt euch vor dem Faraqat-Zwischenfall zum letzten Mal gesehen.“
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