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TASCHENBUCH
 
Die Gebote des Templers
Verfasser: Tom Melley (1)
Verlag: epubli (997)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Historischer Roman (3806)
Seiten: 417 (Taschenbuch-Version), 337 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (111), Artefakte (229), Bundeslade (5), Festung (68), Jerusalem (51), Mission (594), Orden (152), Rache (1705), Tempelritter (54)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Tom Melley für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Tom Melley gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Einen zwischenzeitlichen Vorschlag zur Überlassung zweier Burgen in seinem Herrschaftsgebiet an den Orden hatte der Fürst bereits entschieden abgelehnt und meinte, an Rückzahlung wäre in diesen wilden Zeiten nicht zu denken.
     Starrsinnig im Geiste und verschlagen wollte Bohemund offensichtlich weiter Zeit schinden, bis Gras über die Sache gewachsen wäre. Doch Templer vergessen nie.
      »In Gottes Namen. Ich werde gehorchen und den Auftrag zur vollsten Zufriedenheit der Brüder ausführen,« sagte Guillaume, ehrfürchtig den Kopf senkend.
     Der Großmeister lächelte zufrieden. Größtes Glück würde dem Orden aus dieser Tat erwachsen. Der säumige und unflätige Fürst war nicht nur ein ständiges Ärgernis, auch sein unabhängiges Fürstentum sollte dem zusammengeschrumpften Königreich Jerusalem einverleibt werden. So sah es eine geheime Übereinkunft vor, die de Sablé mit König Heinrich abgemacht hatte. Der König wiederum stellte den Templern weitreichende Privilegien in der zweitgrößten, christlich beherrschten Stadt des Heiligen Landes in Aussicht, sollte der Plan gelingen.
     »Schon morgen, in der neunten Stunde wirst du dich einem Pilgerzug anschließen, der vom Haus der Ritter des Hospitals aus zur Heiligen Stadt aufbrechen wird. Für diese Zeit befreien wir dich von unserer Kleiderordnung. Stutze deinen Bart etwas und trage immer eine Kappe über dem Kurzhaar, auf dass du nicht als einer der Unseren erkannt wirst. Du erhältst ein Maultier, eintausend goldene Bezant als Lohn für die Ungläubigen und dreihundertsechzig Deniers in Silber für deine eigenen Unkosten.«
     De Sablé senkte seine Stimme und beugte sich nach vorn: »Enttäusche uns nicht, Guillaume. Ich sage dir in aller Deutlichkeit: Erzähle niemanden von dem Auftrag. Schwöre beim Herrgott und unserer Bruderschaft, dass du eher sterben wirst, als das Geheimnis zu verraten. Niemanden, keinem Bettler, keinem König, keinem Ungläubigen, keinem Christen. Auch nicht in höchster Not! «
     »Bei Gott, ich schwöre!« Seine Stimme war so fest wie sein Blick in Bruder Roberts prüfend zusammengekniffene Augen.
     »Erhebe dich, Bruder Guillaume. Und geh mit Gott.« Der Großmeister lehnte sich zurück und winkte ihn hinaus, als würde er eine lästige Fliege verscheuchen. Mit weichen Knien stand Guillaume auf und verließ den Saal.
     Nach dem Abgang Guillaumes vernahm man im kühlen Palais der Templer nur noch den rasselnden Atem des Großmeisters, der sich langsam die klammen Hände rieb.
     De Sablé war sich sicher, dass Guillaume die ihm zur Last gelegten Taten begangen hatte, allein er konnte es nicht beweisen, sonst wäre er diesen ärgerlichen, eitrigen Pickel an seinem Arsch bereits los. Sodomie war eine Todsünde. Bruder Pierre berichtete dem Kaplan die Untaten unter Tränen bis in jede Einzelheit. Zu schade, dass er sich selbst zu Tode stürzte. Oder sich dummerweise von seinem skrupellosen Bettgenossen umbringen ließ. Es wäre Guillaume zuzutrauen, dass er seine Hände hier im Spiel hatte.
     Guillaume, der ehemalige Turkopolier, spaltete die Gemeinschaft. Bei einigen Brüdern genoss er weiterhin beträchtliches Ansehen. Sie glaubten nicht an die schlimmen Vorwürfe und hielten sie für pure Verleumdung, weil Guillaume offen für gewinnbringende Verhandlungen statt blutigem Krieg mit den Muslimen eintrat. Andere wiederum hielten ihn gerade deshalb für einen Verräter am wahren Glauben und gönnten ihm die harte Bestrafung.
     Den respektlosen Sünder für einige Zeit aus dem Tempel zu entfernen und ihn gleichzeitig mit einer gefährlichen Mission zu beauftragen, von der er höchstwahrscheinlich nicht zurückkehren würde, war die beste Entscheidung.
     De Sablé hörte ein scharrendes Geräusch, sah sich um und bemerkte Bruder Nicholas, der durch einen Seiteneingang geschlichen war und sich während des Gesprächs mit Guillaume hinter einer der sechs mächtigen Säulen versteckt gehalten hatte, die das schwere Tonnengewölbe des Saals trugen.
     Der Großmeister war nicht überrascht. Er erhob sich von dem knarrenden Holzstuhl und drückte sich den schmerzenden Rücken durch. Er konnte nicht mehr lange sitzen, seit er kürzlich berauscht durch süßen, starken Rotwein von seinem Streitross fiel. Gut, dass er damals allein unterwegs auf einem Spazierritt um die Mauern Akkons gewesen war und niemand diese Schande gesehen hatte.
     Nein, ich bin nicht zu alt, obwohl ich meine Knochen bei jeder Bewegung spüre. Ich kann immer noch die Geschicke hier leiten wie ich es will und für richtig halte. Niemand macht mir meinen einflussreichen und ruhigen Altersplatz streitig und bringt die Brüder in Verruf. Schon gar nicht ein Hundsfott wie Guillaume, dieser einfältige Lügner und gottlose Hurenbock.
     Er drehte sich zu Bruder Nicholas und fragte ihn unvermittelt: »Sage mir, wird er es tun?«
     »Natürlich wird er. Er ist ein Ritter des Tempels und muss deine Befehle jederzeit befolgen«, antwortete er. »Ihr seid ein schlauer Mann, Großmeister. Durch diese Aufgabe seid Ihr ihn eine Weile los und hier kehrt wieder Ruhe ein. Außerdem wird ein bedeutender Feind unseres Ordens durch Guillaumes gute Beziehungen zu den Assassinen sicher zur Hölle fahren und niemand wird uns damit in Verbindung bringen. Wenn doch, so hat er als gefallener Sünder, der bereits das Habit verloren hat, die gesamte Schuld allein zu tragen. Niemand würde ihm Glauben schenken. Möglicherweise kommt Guillaume selbst dabei um und ...«
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