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TASCHENBUCH
 
Die Gebote des Templers
Verfasser: Tom Melley (1)
Verlag: epubli (1005)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Historischer Roman (3810)
Seiten: 417 (Taschenbuch-Version), 337 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (112), Artefakte (231), Bundeslade (5), Festung (68), Jerusalem (52), Mission (595), Orden (152), Rache (1708), Tempelritter (55)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Tom Melley für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Tom Melley gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     De Sablés Blick durchbohrte ihn. Guillaume kostete es einige Mühe seine aufkeimende Freude zu unterdrücken und den feuchten Froschaugen emotionslos standzuhalten. Die Vorwürfe gegen ihn schienen tatsächlich vom Tisch zu sein. Endlich würde diese Schande ein Ende für ihn haben.
     »Willigst du ein, einen schweren, streng geheimen Auftrag für unseren Orden auszuführen?«
     »Wo immer mich der Auftrag des Höchsten hinführt, ich werde seinen Wunsch erfüllen und schweigen«, antwortete Guillaume und machte eine bedeutungsvolle, kurze Pause.
     Ein wohl leichter Auftrag wäre, dir mit beiden Daumen deine dicken Augen in deinen zerknitterten Schädel. zu drücken, du Sumpfkröte, dachte er und setzte laut hinzu: »Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib die Ehre. Ich werde tun, was immer du von mir verlangst.«
     Der Großmeister nickte befriedigt bei der Erwähnung des Templerwahlspruchs. Gebieterisch reckte er seinen Kopf in die Höhe: »So befehlen wir dir: Reite als Pilger verkleidet mit reichem Vermögen an Silber und Gold nach Jerusalem. Suche dort heimlich nach Mitgliedern der heidnischen Sekte der Assassinen. Einige von ihnen sollen dort unerkannt leben und die Verbindung zu ihrem Führer Sinan, dem Alten vom Berge, aufrechterhalten. Sie waren uns in der Vergangenheit tributpflichtig, wie du weißt, und dem Tempel schon einmal zu Diensten ...«
     De Sablé stockte. Nicht zu viel durfte Guillaume wissen. Der Mord an König Konrad vor einem halben Jahr war sein bisher tollkühnstes und erfolgreichstes Werk gewesen, seitdem er Großmeister geworden war.
     Guillaume bemerkte das Zögern Robert de Sablés. Die Vermutungen, der englische König Löwenherz und die Templer hätten das Attentat auf den unbeugsamen Konrad von Montferrat in Auftrag gegeben, um ihren Einfluss im Königreich Jerusalem zu erhalten, könnten also wahr sein. Der Neffe von Löwenherz, Graf Heinrich von Champagne, wurde nur acht Tage später mit der Witwe des Ermordeten verheiratet und regierte seitdem in Akkon als König. Diese Gerüchte hatten sich schnell unter den Baronen des Heiligen Landes herumgesprochen und kursierten in jedem Wirtshaus der Stadt.
     »Wir brauchen nun erneut die Dienste der Assassinen«, fuhr de Sablé fort. »Aber wir können nicht zu ihrem Anführer durchkommen, der auf der Feste Masyaf weit im Norden in der Nähe der Stadt Antiochia im Gebirge haust. Der Weg ist durch die Heidentruppen des verfluchten Saladin versperrt. Jerusalem dagegen hat der Sultan seit einigen Monaten für christliche Wallfahrer geöffnet. Dort wirst du diese Meuchelmörder sicher aufspüren. Wie ich hörte, warst du vor Jahren in ihrer Festung und hast mit ihnen verhandelt, also wirst du ihre Befindlichkeiten kennen. Du musst eine Einigung mit ihnen finden, auf dass sie uns von einem schlimmen Feind der Christenheit befreien: Bohemund von Antiochia. Beauftrage sie mit der Tötung des Fürsten. Wenn es gelingt, so sollst du wieder ein Ritterbruder unter uns sein, den weißen Mantel zurückerhalten und in dein Amt als Turkopolier erneut eingesetzt werden.«
     Der Großmeister lehnte sich zurück und neigte den Kopf zur Seite, um die Wirkung seiner Worte auf den gefallenen Templer zu beobachten.
     Guillaume war froh, dass er vor ihm kniete und nicht stand, als er diese Ungeheuerlichkeit vernahm. Er wankte ein wenig, fing sich aber sofort wieder und senkte gespielt demütig seinen Blick nach unten.
     Was für ein abgrundtief hinterhältiger und abscheulicher Plan.
     Die gottesfürchtigen Tempelritter wollten tatsächlich die gefährlichsten aller Heiden mit einem Mord beauftragen. Ausgerechnet Bohemund von Antiochia, ein rechtgläubiger Fürst, Herr einer der letzten Städte des Heiligen Landes die noch in christlicher Hand waren. Das wäre ein ungeheurer Verstoß gegen die Templerregeln, die eindeutig besagten, das Leben von Christen unter allen Umständen zu schützen.
     »Was hat der Fürst verbrochen, dass ...«
     Harsch schnitt ihm de Sablé das Wort ab: »Das hat dich nicht zu kümmern. Du musst nur wissen, er paktiert mit den Heiden zu unseren Ungunsten. Und ... er wurde von unserem Oberherrn, seine Heiligkeit dem Papst, als schlimmer Ketzer gebranmarkt. Zum dritten Male ist er verheiratet, obwohl beide seiner früheren Frauen noch leben. Er ist ein stotternder Hurenbock, zahlt seine Schulden nicht und alle Mühen, ihn auf den rechten Pfad Gottes zu bringen, waren vergebens. Unsere Botschafter hat er verhöhnt, gepeinigt und eingekerkert. Mehrmals haben wir ihn gebeten von seinem gottlosen Treiben abzulassen. Am Ende sprachen wir Warnungen aus, die er in den Wind schlug. Er hat keinen Respekt, keine Gottesfurcht und keine Ehre. Einen anderen Weg gibt es nicht mehr!«
     Der lange Bart des Großmeisters hing voller Speichelspritzer, so sehr hatte er sich ereifert. Er griff zu einem Silberbecher, der neben ihm auf der Armlehne stand und trank einen kräftigen Schluck des unverdünnten Rotweins.
     Guillaume nickte bedächtig. Er kannte den fürstlichen Stotterer gut und noch besser kannte er dessen schöne, machthungrige und im Bett schier unersättliche Frau Sibylle. Vor Jahren war er ihr begegnet. Damals hinterließ sie mit ihren spitzen Fingernägeln tiefe, blutige Kratzer auf seinem Rücken. Dass Bohemund Schulden bei den Templern in schwindelerregender Höhe hatte war nichts Neues für ihn. Er selbst stimmte vor vier Jahren für die Bewilligung der Mittel im Konvent der Brüder, als Bohemund das Geld zur Befestigung Antiochias zum Schutz vor den Armeniern und Türken benötigte und die Templer um einen Kredit bat.
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