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TASCHENBUCH
 
Die Gebote des Templers
Verfasser: Tom Melley (1)
Verlag: epubli (1006)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Historischer Roman (3815)
Seiten: 417 (Taschenbuch-Version), 337 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (112), Artefakte (231), Bundeslade (5), Festung (68), Jerusalem (52), Mission (596), Orden (152), Rache (1709), Tempelritter (55)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Tom Melley für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Tom Melley gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Eine kühle Stille umfing sie und Guillaume brauchte einen Moment, um sich an die zwielichtige Dunkelheit des hohen Raumes zu gewöhnen. Bruder Nicholas deutete eine leichte Verbeugung an und entfernte sich wortlos. Hallend fiel das Tor hinter ihm ins Schloss.
     Im hinteren Teil des Saals standen dreizehn hohe, einfach gearbeitete Lehnstühle in einer Reihe. Sie waren für den Konvent der Brüder bestimmt, dem acht ausgesuchte Ritter, vier dienende Brüder und der Kaplan, als Verkörperung der Anwesenheit des Allmächtigen, angehörten. Ein wuchtiges, bis unter die Decke reichendes Holzkreuz aus dunkler Eiche war über den Stühen mittig an der Wand angebracht. Unter ihm thronte der Großmeister Robert de Sablé. Guillaume war überrascht, er empfing ihn allein.
     Des Großmeisters bleiches, faltiges Gesicht schälte sich langsam aus dem Halbdunkel, als er sich vorbeugte. Seine Haare trug er kurz geschoren, ein gepflegter, eisgrauer Vollbart wallte ihm bis zur Brust. Gegen die Kälte hatte er sich in eine schwarzgraue Wolldecke gewickelt und hielt seine Hände darunter verborgen. Unter der hohen Stirn blickten wässrige, graublaue Augen auf Guillaume herab und musterten ihn eindringlich.
     »Knie nieder!«
     Der strenge Befehl kam unvermittelt und hallte von den glatten Steinwänden mehrfach zurück. Guillaume gehorchte, sank auf beide Knie und blickte ausdruckslos auf den rauen, mit Binsen bestreuten Fußboden.
     Sie konnten einander nicht ausstehen. Guillaume war bereits Turkopolier des Templerordens, als Robert de Sablè, auf Drängen von Richard Löwenherz, zwei Jahre zuvor zum Großmeister gewählt wurde. Sein Vorgänger, der ungestüme und glücklose Gérard de Ridefort, war bei einem der vielen Gefechte um die Stadt Akkon gefallen. Lange konnten sich die Tempelbrüder nicht auf einen Nachfolger einigen. Sie verlangten nach einem Führer, der sich nicht in vorderster Reihe in Schlachten stürzte, sondern jemanden, der das Schwert nur zur Zierde seines Amtes tragen und besonnen die Geschicke des Ordens leiten würde.
     Die Macht des englischen Königs verhalf schließlich dem in die Jahre gekommenem Admiral seiner Flotte, Robert de Sablé, zu dieser hohen und einflussreichen Stellung.
     Zum Ärgernis für Guillaume, der um seine Freiheiten und Privilegien fürchtete, die er für sich im Lauf der Jahre ständig erweitern konnte. De Sablé dagegen nahm die Templerregeln und die heilige Mission des Ordens sehr ernst. Anfangs gab er sich leutselig und verständnisvoll, doch bald spürten die Brüder seine harte Hand. Wer ihm nicht bedingungslos gehorchte, dessen Tage waren in der Gemeinschaft gezählt.
     Der Großmeister lehnte sich langsam wieder zurück.
     »Nun, Bruder Guillaume ... dein Vergehen ist fast zu ungeheuerlich, als dass die Brüder es dir jemals vergeben könnten«, dröhnte er. »Bei einem Weibe zu liegen ist schon ein entsetzlicher Verstoß gegen unsere Regeln. Doch mit zwei Huren und einem weiteren Tempelbruder zur gleichen Zeit im selben Raum Unzucht zu treiben, ist wahrlich Grund genug für ewige Verdammnis! Gut, dass Bruder Pierre es unserer Gemeinschaft gestanden hat. Wie bedauerlich, dass er als ketzerischer Selbstmörder auf freiem Feld in ungeweihter Erde verscharrt werden musste.«
     Guillaume sah auf und blickte dem Großmeister fest in die Augen. »Ich bin unschuldig! Bruder Pierre war, wie ich richtig vermutete, lange schon der Fleischeslust erlegen. Daher folgte ich ihm, als er heimlich die Burg verließ, um ihn auf frischer Tat zu ertappen. Was mir tatsächlich gelang. Leider entwischte er mir und beschuldigte unverschämterweise mich seiner eigenen, unaussprechlichen Verbrechen.«
     Angewidert senkte er seinen Blick. »Eine Schande für den Orden, dass ihm mehr geglaubt wurde als mir! Ich ...«
     »Schweig!«
     De Sablés schnitt ihm harsch das Wort ab und nach einem Moment eisiger Stille sagte er: »Rechtmäßig wurdest du von mir auf Grund der Aussage von Bruder Pierre deiner Ämter vorläufig enthoben und hast damit den Habit verloren. Leider haben wir die verruchten Weibsbilder nicht gefunden. In dem von Bruder Pierre genanntem Hurenhaus am Hafen konnte sich niemand an sie oder euch erinnern. Die beiden Schandmetzen hätten die Untat möglicherweise bestätigt und du würdest auf Lebzeiten aus unserem Orden verstoßen werden!«
     Der Großmeister schnappte nach Luft und fuhr sichtlich unzufrieden fort: »Nun, da niemand mehr den verwerflichen Sündenfall bezeugen kann und du nach wie vor deine Unschuld beteuerst, steht das Wort eines Tempelritters gegen das eines Selbstmörders. Wir müssen nun wahrlich neu über deinen Fall nachdenken.«
     Ja, das musst du wohl, lächelte Guillaume in sich hinein. Pierres Genick zu brechen war leichter als gedacht. Ihn schnell und ungesehen fünf Dutzend Stufen auf den Turm zu tragen und dann hinunterzuwerfen war dagegen reichlich anstrengend. Und als ehemaliger Admiral solltest du wissen, dass es in jedem großen Handelshafen mehr Huren als Fische gibt. Außerdem waren die Dirnen damals wie ich bis zum Hals voll mit schwerem Rotwein. Selbst wenn man sie noch aufstöbern würde, könnten sie sich sicher nicht mehr erinnern.
     »So höre denn meinen Entschluss: Du sollst eine Gelegenheit bekommen, dich neu für die Sache unseres Ordens zu beweisen. Wir wissen um deine Kenntnis der Sprache der Ungläubigen. Aus diesem Grund durftest du bisher die zum wahren Glauben konvertierten Heiden befehligen, die für uns kämpfen. Dein Wissen aus alten Schriften, welches du früher im Kloster erworben hast, spricht ebenfalls für dich. Die Brüder schätzen deinen Mut, deine Kampferfahrung und auch deine guten Verbindungen zu wichtigen, sarazenischen Kaufleuten. Ich habe eine äußerst dringliche Aufgabe für dich. Höre mir genau zu: Was ich dir gleich zu sagen habe, verrate niemandem. Tust du es dennoch, so wird das für dich schreckliche Folgen haben.«
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