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TASCHENBUCH
 
Die Gebote des Templers
Verfasser: Tom Melley (1)
Verlag: epubli (1005)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Historischer Roman (3810)
Seiten: 417 (Taschenbuch-Version), 337 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (112), Artefakte (231), Bundeslade (5), Festung (68), Jerusalem (52), Mission (595), Orden (152), Rache (1708), Tempelritter (55)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Tom Melley für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Tom Melley gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Nicholas de Seagrave. So hieß sein vorläufiger Nachfolger als Befehlshaber der Turkopolen.
     Bruder Nicholas kam vor vier Jahren im Gefolge König Richards ins Heilige Land und trat kurz darauf in den Templerorden ein. Eher unscheinbar versah er bislang seinen Dienst. Guillaume war verwundert und gekränkt, als er hörte, dass ausgerechnet dieser blassgelbe Mann vom Großmeister berufen wurde, die Hilfstruppen künftig an seiner Statt zu führen.
     Insgeheim hatte er sich immer über Nicholas riesigen Kopf mit den eng stehenden, tiefliegenden Augen lustig gemacht, der ihn an einen Flaschenkürbis mit zwei ins Fruchtfleisch eingedrückten Löchern erinnerte. Guillaume hielt ihn für einen entsetzlich eitlen Kriecher, der vor seinen Vorgesetzten buckelte, ihnen nach dem Mund redete und nach unten trat. Zu ihm gleichgestellten Männern hingegen war er freundlich und hatte oft einen derben Scherz auf den Lippen.
     Dennoch war er ein guter Krieger in der Schlacht, tapfer und kampferfahren, darum wollte Guillaume ihn bis zu seiner Wiedereinsetzung als Befehlshaber auf dem für ihn ungewohnten Posten unterstützen. Vielleicht würde er ihn, trotz seiner Vorbehalte, so leicht lenken können.
     Nicholas sah sich kurz in der kargen Behausung um, bemerkte eine lederne Geißel neben Guillaumes Strohstatt und hob sie stirnrunzelnd auf.
     »Das solltest du nicht tun. Es ist nicht Teil deiner Bestrafung.«
     Guillaume lächelte gespielt qualvoll und erhob sich. Er überragte den Ritter um zwei Handbreit und strich sich letzte Brotkrümel aus dem zottig gewordenen Vollbart.
     »Es ist eine selbst gewollte Buße für mich, Bruder Nicholas. Ich bete zum Herrn, dass er mich durch die Schmerzen der Geißelung von den unglaublichen Anschuldigungen gegen mich befreit, weil ich mir nichts vorzuwerfen habe«, log er unverfroren. Nicht einmal, wenn er Geld dafür bekäme, würde er sich mit diesem Ding schlagen. Ein Geschenk des Kaplans, der es mit gehörigem Abstand, zornigem Blick und einem hastigen Schutzgebet auf den Lippen vor fünf Tagen in seine Unterkunft geschleudert hatte.
     Der Ritter nickte verständnisvoll. »Viele der kämpfenden Brüder vermissen dich. Sie sagen, dass sie nach wie vor wieder gern unter deinem Befehl zusammenstehen wollen. Niemand glaubt daran, dass du diese schändlichen Taten wirklich begangen hast. Es gibt keine Beweise und keine Zeugen.«
     Nein, die gibt es nicht, dachte Guillaume. Und der, der es bezeugen könnte, ist tot.
     Nicholas warf die Geißel geringschätzig auf das Bett zurück.
     »Ich jedenfalls weiß nicht, wie ich dein Amt ebenso gut wie du ausfüllen könnte. Die Verantwortung wiegt schwer, jeden Tag ist schrecklich viel zu erledigen. Bisher brauchte ich mich nur um mich selbst sorgen und jetzt soll ich einen wilden Haufen von gottlosen Söldnern im Einklang mit den harten Ordensregeln zusammenhalten und ausbilden. Syrer, Armenier, Italiener, Spanier, konvertierte Muslime. Die machen keinen Handschlag ohne Bezahlung. Die Hundsfötte sind zügellos, unersättlich und habgierig. Sie zu bändigen fällt mir nicht leicht. Hinzu kommt, ich beherrsche die sarazenische Sprache nur unzulänglich. Vermutlich nehmen mich viele deshalb nicht ernst. Vielleicht hat unser Großmeister endlich eingesehen, dass es ein Fehler war, dir den Habit zu nehmen und mich mit dem Kommando über die Hilfstruppen zu betrauen. Ich soll dich zu ihm in das Ordenspalais bringen.«
     Überrascht sah Guillaume ihn an, aber Nicholas Blick flackerte an ihm vorbei zu Boden. Diese Eigenart war ihm in den letzten Wochen öfter an ihm aufgefallen.
     »Ahhh ... in Begleitung eines Ritters. Will er mich aus dem Orden verbannen. Oder in den Kerker werfen?«
     Nicholas schüttelte den Kopf.
     »Nein, das denke ich nicht. Du bist seit über zwölf Jahren ein Mann des Tempels, hast unzählige Heiden zur Hölle geschickt und an zahllosen Schlachten teilgenommen. Sogar das Gemetzel bei den Hörnern von Hattin hast du überlebt, als Sultan Saladin das christliche Heer des Königreichs Jerusalem an nur einem Tag zermalmte und die abgehackten Schädel fast aller Templer des Landes auf die Speere seiner Reiter spießen ließ. Gemeinsam haben wir Akkon erobert und an der Seite König Richards die Scharen des Sultans im Wald von Arsuf besiegt. Du genießt hohes Ansehen unter den Brüdern. Ich kenne keinen besseren Krieger als dich!«
     Gelangweilt zuckte Guillaume mit den Schultern.
     »Bestimmt hast du recht. Meine Unschuld wird sich erweisen. Und mach dir keine Sorgen, Bruder. Bei deiner neuen schwierigen Aufgabe, die du sicher nicht lange ausführen musst, helfe ich dir wo ich kann. Ein guter Anführer dieser wilden Krieger wird man nicht von heute auf morgen. Ich habe viele Jahre dazu gebraucht, musste sogar die heidnische Sprache lernen, um die Männer zu vollwertigen Kämpfern für unsere heilige Sache auszubilden.«
     Nicholas Gesicht verzog sich zu einem breiten Grinsen und scheinbar erleichtert klopfte er Guillaume auf die Schultern.
     »Deine Hilfe nehme ich mit Freuden an.«
     Sie verließen die Zelle, gingen hinunter ins Erdgeschoss des Mannschaftsgebäudes und betraten den Hof. Vorbei an den zahlreichen Bedürftigen, die sich auf die Erde zum Essen niedergehockt hatten, schritten sie hinüber zum Ordenspalais, in dem sich der Kapitelsaal befand.


II


Das wuchtige Ordenspalais lehnte sich an eine dreißig Fuß hohe Verteidigungsmauer und war das größte Gebäude der Templerburg im Nordosten von Akkon. Es diente als Versammlungsort der Brüder. Dort wurden hohe Gäste empfangen und neue Mitglieder feierlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Aus hellen Kalksteinen errichtet, streckte es sich Ehrfurcht geietend in den wolkenverhangenen Himmel. Die Fassade schmückten sechs gewaltige Rundbögen und der mittige Eingang war üblicherweise mit einem gewaltigen eisenbeschlagenen Holztor verschlossen, kunstvoll verziert mit Schnitzereien, die den Leidensweg Christi bis zum Kreuz darstellten.
     Heute war es nur angelehnt und Nicholas stemmte sich mit der Schulter kräftig gegen einen Torflügel, um ihn weit zu öffnen. Sie traten hinein.
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