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TASCHENBUCH
 
Die Gebote des Templers
Verfasser: Tom Melley (1)
Verlag: epubli (1005)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Historischer Roman (3810)
Seiten: 417 (Taschenbuch-Version), 337 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (112), Artefakte (231), Bundeslade (5), Festung (68), Jerusalem (52), Mission (595), Orden (152), Rache (1708), Tempelritter (55)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Tom Melley für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Tom Melley gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

I


Seine schweren Sünden schienen wie faulender, Aussatz an ihm zu kleben, so furchtsam sahen ihn manche Mitglieder des Templerordens während der Andachten an. Einige von ihnen bekreuzigten sich sogar bei seinem Anblick, als würden sie dem leibhaftigen Satan begegnen.
     Seit zwei Wochen war das regelmäßige Gebet zur Sext in der schmucklosen Ordenskirche für Ritterbruder Guillaume de Born die einzige Möglichkeit sein Gefängnis zu verlassen und sich frei zu bewegen. Zumindest das hatte man ihm noch erlaubt.
     Vier Schritte lang und zwei Schritte breit maß seine trostlose, aus groben Kalksteinen gemauerte Zelle,in der er nach dem heutigen Gottesdienst ruhelos im Kreis lief. In einer Ecke befand sich eine Strohschütte als Schlafplatz auf dem festgestampften Lehmboden,in der er nach dem heutigen Gottesdienst ruhelos im Kreis lief ansonsten war der Raum leer. Ein kleines vergitte rtes Fenster ließ das Tageslicht nur spärlich hinein, dafür aber die nasse Kälte dieses Winternachmittags.
     Es gab keine Wunder mehr im Heiligen Land, davon war er überzeugt. Die letzten trugen sich hier vor mehr als tausend Jahren zu und heute gab er endgültig seine halbherzigen Versuche auf, für sein eigenes Wunder zu beten. Sehr unwahrscheinlich, dass der Allmächtige ausgerechnet ihn erhören sollte. Wie so oft in seinem Leben würde er sich selbst helfen müssen.
     Missgelaunt biss Guillaume in ein Stück Brot. Es war hart wie Holz und nur in Wasser getunkt halbwegs essbar.
     Vorsichtig durchfuhr er mit der Zunge den halb zerkauten Brei in seinem Mund. Sandkörner und kleine Steine verirrten sich oft im minderwertigem Gerstenmehl, das in billigem Brot eigens für dienende Brüder und Knappen verbacken wurde. Nur die adligen Ritter des Tempels bekamen helle, weiche und schmackhafte Fladen aus erstklassigem Weizen.
     Bis zu seiner endgültigen Verhandlung durfte er nicht mehr mit den Kriegern der Bruderschaft an einem Tisch essen, so hatte es der Großmeister Robert de Sablé verfügt. Nur einmal in der Woche erhielt er etwas Fleisch in einem rissigen hölzernen Napf, ansonsten nur klebrigen Hirsebrei, altbackenes Brot und Wasser.
     Diese Schmach geschah ausgerechnet ihm, der seit über fünf Jahren als ruhmreicher Turkopolier des Ordens dreihundert leicht bewaffnete Reiter befehligte, die in heidnischer Kampfweise mit Pfeil und Bogen die schwergepanzerten Tempelritter in etlichen Schlachten gegen die Sarazenen erfolgreich unterstützt hatten.
     Es war zum großen Teil sein Verdienst, dass aus diesem zusammengewürfelten Haufen von Söldnern aus aller Herren Länder unentbehrliche, erfahrene Kämpfer geworden waren. Mittlerweile genoss dieses Amt im Orden hohes Ansehen, bedeutete Macht und Einfluss. Im Kriegsfall unterstanden ihm sogar die Sergeanten, die dienenden, nichtadligen Mitglieder der Tempelbruderschaft.
     Fröstelnd spuckte Guillaume ein Steinchen aus dem Fenster, während er in den Hof der Templerburg hinabsah und ein paar Knechte beobachtete, die drei große Brettertafeln auf Böcke setzten und dutzende Holzschalen klappernd auf ihnen stapelten. Die Vorbereitungen für die tägliche Armenspeisung der Brüder zur Vesper begannen.
     Kein verdammter Heide konnte mich bisher umbringen, aber dieser Schweinefraß wird es schaffen. Verflucht, ich kann das Zeug kaum noch herunterwürgen.
     Angeekelt schluckte er die geschmacklose Masse und spülte hastig mit einem Schluck kalten Wasser aus einem kleinen Tonkrug nach. Er wandte sich vom Fenster ab und hockte sich wieder mit dem Rücken zur Wand auf den kalten Boden.
     Die Ungewissheit über sein künftiges Schicksal nagte an ihm. Schon längst hätte der Großmeister das Kapitel der Ordensbrüder einberufen müssen, um ein abschließendes Urteil über Guillaume zu fällen. Offenbar war man sich über einige Anklagepunkte gegen den Sünder noch nicht einig.
     Unter den Brüdern munkelte man schon lange, Guillaume würde die strengen Ordensregeln für sich selbst zu weit auslegen, doch man ließ ihn gewähren. Seine enge Freundschaft zum Marschall des Ordens, Raoul de Garlande, und Guillaumes Ansehen als furchtloser Kämpfer und umsichtiger Anführer bewahrten ihn bisher vor Strafen.
     Aber das Gewissen des Knappen Pierre zu unterschätzen war sein größter Fehler. Guillaume rümpfte die Nase, stierte auf den Boden seiner Kammer und erinnerte sich.
     Der milchgesichtige, hübsche Jüngling war erst kurz in seinen Diensten gewesen. Seine unschuldigen und unterwürfig blickenden Augen, die vollen Lippen und sein weibisches Gehabe reizten Guillaume. Einen Mann wollte er aus ihm machen, aber es misslang ihm gründlich. Er befahl dem Jungen, ihn auf einer seiner heimlichen Sauftouren durch die ranzigen Freudenhäuser am Hafen zu begleiten und füllte ihn mit süßem, zypriotischem Rotwein ab bis er kaum noch stehen konnte. Dann lenkte er ihn ins Hinterzimmer einer düsteren Schenke, in dem zwei fette, kichernde Dirnen auf einer Strohschütte auf sie warteten. Pierre versank alsbald zwischen den Beinen einer der Huren und leckte sie schmatzend, als würde er einen Topf voll Honig ausschlecken. Dabei reckte er seinen wohlgeformten Hintern in die Höhe und der volltrunkene Guillaume verwechselte anfangs den Knappen mit einer der Dirnen.
     Zuerst stöhnte Pierre wollüstig, als er den Schwanz seines Herrn im Hintern spürte, dann aber begann er zu winseln und jammerte. Er wusste nicht ob vor Schmerz oder Scham und versuchte vergebens sich zu wehren. Guillaume war zu besoffen und zu geil, um sich um sein Geheule zu scheren, verdrehte ihm den Arm auf den Rücken und drückte seinen Kopf mit harter Hand tiefer in die Möse des kichernden Weibes. Er kam brüllend in seinem Anus und ließ lallend von ihm ab, während die Huren ausgelassen Beifall klatschten. Der geschändete Knabe raffte seine Sachen zusammen und floh halbnackt mit tränenüberströmtem Gesicht. Das hämische Gejohle der Dirnen schallte ihm laut hinterher.
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