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Der Fuchs
Verfasser: Frederick Forsyth (20)
Verlag: Bertelsmann (450)
VÖ: 4. November 2019
Genre: Thriller (5973)
Seiten: 320 (Gebundene Version), 321 (Kindle-Version)
Themen: Donald Trump (24), England (1079), Geheimdienste (350), Hacker (110), Iran (39), Israel (87), Manipulation (153), Nordkorea (18), Politik (428), Premierminister (10), Russland (192), Spionage (208), Waffen (180), Wladimir Putin (17)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Fuchs« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Beinahe ein halbes Jahrhundert ist inzwischen verstrichen, seitdem Frederick Forsyth zum ersten Mal einen Roman zu Papier brachte. »Der Schakal« wurde zu einem Welterfolg, stürmte im September 1972 unter anderem auf den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste und wurde zweimal verfilmt. Seitdem hat Forsyth, seines Zeichens zwanzig Jahre lang Agent des britischen Nachrichtendienstes MI6, immer wieder neue Werke veröffentlicht, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Mit »Der Fuchs« wurde Anfang November im Hause C. Bertelsmann sein achtzehntes Werk in deutscher Sprache veröffentlicht. Das 320 Seiten starke Buch ist als gebundene Ausgabe für zwanzig Euro zu bekommen, die Digitalvariante ist vier Euro günstiger. Ein ungekürztes zehnstündiges Hörbuch wurde von Schauspieler Walter Kreye eingelesen.

Als Inspiration für »Der Fuchs« dienten dem Großmeister des Spionagethrillers die tatsächlichen Fälle der beiden Hacker Lauri Love und Gary McKinnon, denen (unabhängig voneinander) spektakuläre Kunststücke an der Computertastatur gelangen und die obendrein die Gemeinsamkeit haben, dass bei ihnen das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Gleiches trifft auch auf den »Fuchs« zu, wie bei Forsyth ein jugendlicher Hacker genannt wird, dem ein spektakulärer virtueller Einbruch auf höchster amerikanischer Sicherheitsebene gelingt. Ein junger Mann, dem so etwas gelingt, könnte natürlich als Verbrecher angesehen werden, gleichzeitig steckt in ihm auch das Potenzial, als durchschlagende Waffe eingesetzt zu werden. Ein Potenzial, das ein altgedienter Spion - der auffällige biografische Parallelen zu Forsyth selbst aufweist und beispielsweise genau wie der Autor auch in der DDR im Einsatz war - erkennt und dank Absegnung höchster britischer Regierungskreise zum Einsatz zu bringen weiß. Was folgt, sind allerhand geopolitischer Ränkespiele, denn den feindlich gestimmten Regimes ist eine solche menschliche Waffe natürlich ein Dorn im Auge.

»Der Fuchs« erweist sich nicht unbedingt als ein Thriller, in dem die Spannung hochkocht und in dem man mit den Protagonisten mitfiebert. Dafür arbeiten die »Guten« hier zu überlegen und zu perfekt, und dafür ist man als Leser auch gar nicht nah genug an den Akteuren dran. Allerdings ist dies auch gar nicht das Ziel des Buchs, denn Forsyth erzählt über das Geschehen ganz bewusst aus einer größeren Distanz und betrachtet eher die Folgen des Handelns der Protagonisten als die Protagonisten selbst. Der »Fuchs« selbst ist tatsächlich sogar das gesamte Buch über im Hintergrund aktiv und tritt nicht durch wörtliche Rede in Erscheinung.

Die Kunst des Autors ist vielmehr eine andere: Er verknüpft Ereignisse, die es so tatsächlich gegeben hat und bei denen man als »Otto Normalmensch« nicht die Hintergründe kennt, geschickt mit dem Wirken des Fuchses. Wer sich beispielsweise gewundert hat, warum die Amerikaner so konsequent aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sind oder gegenüber Nordkorea mal so, mal so agiert haben, dem liefert Forsyth hier Erklärungen - und diese laufen auf schlaue Weise allesamt bei einem achtzehnjährigen Hacker zusammen. Das Ganze ergibt bei Forsyth so viel Sinn und ist dabei auch noch so intelligent mit vorausgegangenen Ereignissen aus der Welt der Spionage verwoben - etwa dem Giftanschlag auf Vater und Tochter Skripal -, dass man während des Lesens glatt überzeugt wird, dass all dies im Hintergrund genauso gelaufen sein könnte.

Stilistisch ist Forsyths Art, ausschweifend über politische Zusammenhänge und Kräfteverhältnisse zu philosophieren, sicher nicht jedermanns Sache. Wer bei einem Thriller ein Buch erwartet, bei dem er die Fingernägel auf die Hälfte herunternagen kann, ist vermutlich auch nicht an der richtigen Adresse. Wer hingegen nach einem handwerklich hervorragenden Werk sucht, das dem Leser zum einen einen guten Blick hinter die verschlossenen Kulissen der Arbeit von Spionen bietet und das gleichzeitig ein paar ziemlich scharfsinnige Mutmaßungen über die Ursachen der Weltpolitik der letzten Jahre sucht, der ist hier genau richtig.
– geschrieben am 4. Dezember 2019 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz