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Der unschuldige Mörder
Verfasser: Mattias Edvardsson (2)
Verlag: Limes (109)
VÖ: 4. November 2019
Genre: Kriminalroman (8908)
Seiten: 464 (Broschierte Version), 465 (Kindle-Version)
Themen: Journalisten (1165), Leichen (2492), Mord (6879), Schriftsteller (1330), Schuld (743), Schweden (470), Studenten (1189), Unschuld (403), Verschwinden (2237)
Erfolge: 9 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 8)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Als Zack bei der Zeitung seinen Job verliert, zieht er zurück zu seiner Mutter und will ein Buch schreiben. Es soll dabei um seinen Freund Adrian gehen, der zusammen mit ihm und zwei anderen Studenten das Kernstück des literarischen Studiums waren und dabei den Erfolgsautor Leo Stark kennenlernen durften. Dieser ist vor 12 Jahren verschwunden und Adrian saß wegen Mordes 8 Jahre dafür in Haft.
Lesermeinungen (5)     Blogger (4)     Tags (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 10. September 2021 um 14:23 Uhr (Schulnote 5):
» Zack Levin bekommt als Journalist in Stockholm die Kündigung und muss wohl oder übel wieder bei seiner Mutter einziehen. Diese drängt ihn, endlich auf eigenen Füssen zu stehen und so sieht sich Zack gezwungen, sich etwas einfallen zu lassen. Er beschließt ein Buch zu schreiben und will dafür ein Verbrechen, das sich vor 12 Jahren ereignet und in das Zack persönlich involviert war, neu aufzurollen. Damals ist der Schriftsteller Leo Stark spurlos verschwunden und einer von Zacks Freunden wurde verdächtigt damit etwas zu tun zu haben. Adrian Mollberg, der mit Zack an der Universität in Lund die Literaturausbildung absolvierte, wurde des Mordes verurteilt.





Die Geschichte handelt zum großen Teil in Literaturkreisen, da immer wieder Passagen in der Vergangenheit, in der die Ausbildung an der Universität in Lund im Mittelpunkt steht, handeln. So stehen Prosa, Gedichte und das Schriftstellermilieu im Zentrum der Geschichte. Es entwickelt sich jedoch in der Studentengruppe auch eine bedrohliche Eigendynamik, die ich lange Zeit nicht einordnen konnte. Leider geht diese bedrohlich Entwicklung bei all dem eher trockenen Studium oft unter. Ich empfand es einfach als langweilig, seitenlang Diskussionen über in der Literaturgruppe geschriebene Gedichte zu lesen.

Aber auch die Gegenwart, in der Zack sein Buch schreibt …. oder soll ich besser sagen, sich ein Viertel des Buches lang, überlegt, ob er es schreiben soll, fand ich ermüdend. Hier haben einzig die trockenen und oft zynischen Dialoge mit seiner Mutter bei mir für Erhellung und Interesse gesorgt.



Zwei Schlüsselfiguren in der Geschichte, die Dozentin Li Karpe und der berühmte und äusserst exzentrische Autor Leo Stark, sind so klischeehaft charakterisiert, dass ich eigentlich immer ahnte, wie ihre Reaktion auf gewisse Handlungen der Literaturgruppe war. Leider hat sich das auch noch immer bestätigt.

Was für eine langatmige und langweilige Story!«
  14      1        – geschrieben von Igela
 
Kommentar vom 20. Januar 2020 um 21:00 Uhr:
» Spannend erzählt

Zack, der durch die neuen Medien seinen Job als Journalist bei einer Tageszeitung verloren hat, ist nun auf der Suche nach einer neuen Berufung. Zum Glück fallen ihm da die alten Studienfreunde vom Literaturstudium ein und diese ominöse Geschichte, die sie alle miteinander verbunden hat. Adrian wurde damals wegen Mordes an dem bekannten schwedischen Schriftsteller Leo Born verurteilt und saß viele Jahre im Gefängnis. Zack ist der Meinung, dass Adrian damals zu Unrecht verurteilt wurde, da die Leiche des Opfers ja nie gefunden wurde. Da liegt doch der Gedanke nahe, ein Buch über die damaligen Geschehnisse, unter Einbeziehung aller damals beteiligten Personen, zu schreiben und vielleicht kann man ja dabei sogar den Mordfall von damals aufklären.

Merkwürdig, fast schon mysteriös wird es, als ausgerechnet zu Beginn der Recherchen und der Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse die Leiche des damals vermissten Schriftstellers gefunden wird. Wie hängt das alles zusammen? Und warum können die Freunde von damals sich nicht so richtig erinnern? Seltsam ist auch, dass sich die Freunde von damals plötzlich gegenseitig beschuldigen Schuld am Tod von Leo Born zu sein. Was aber damals genau geschehen ist, sagt niemand. Natürlich ist auch die Polizei an der Aufarbeitung der Ereignisse interessiert und dann wird Zack verhaftet.

Mir gefällt die Art wie dieses Buch geschrieben ist. Zwei Bücher in einem, oder vielmehr ein Buch im Anderen. Dadurch bewegen wir uns parallel in zwei Zeitebenen. Es macht Spaß auf diese Art die beiden Geschichten parallel zu lesen. Aus den Erinnerungen der damaligen Freunde entsteht ein Bild vom damaligen Geschehen. Es gab Momente, da war mir gerade Leo Born als Opfer extrem zuwider. Ich habe mich beim Lesen geschüttelt und gefragt, wie die jungen Leute sich damals so manipulieren ließen.

Spannend erzählt hat mich dieses Buch gut unterhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.«
  13      0        – geschrieben von Xanaka
Kommentar vom 12. Januar 2020 um 8:57 Uhr (Schulnote 3):
» "Die Wahrheit muss ans Licht."

Vom Limes-Verlag beworben wird Mattias Edvardsson 464-seitiger Spannungsroman „Der unschuldige Mörder“ als „der neue packende Roman“ dieses Schweden. In Deutschland erschienen ist er jedoch erst im Anschluss an den Überraschungserfolg von „Die Lüge“ – im November 2019, also knapp drei Jahre nach der schwedischen Originalausgabe.

Die Zeitungskrise macht auch vor Schweden nicht halt. Und sie trifft den 32-jährigen Zackarias Levin wie aus dem Nichts. Fortan ohne Lohn und Brot, besinnt er sich auf seine Wurzeln. In den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts studierte er in Lund „Literarisches Schreiben“. Nun ist es an der Zeit, das Gelernte anzuwenden. Sein Projekt: Er möchte das Verschwinden des Erfolgsschriftstellers Leo Stark zum Thema machen. Dieser hegte damals eine enge Beziehung zu Zackarias‘ Freundeskreis, bis er eines Tages spurlos verschwand. Zwar wurde seine Leiche nie gefunden, doch wurde Zacks Kommilitone Adrian wegen Mordes zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt. Kaum macht sich der ambitionierte Autor an die Recherchen, taucht auch schon Stacks Leiche auf.

In diesem Werk steht ein Verbrechen im Zentrum, das aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. So wird das Geschehen, was mir sehr gut gefallen hat, auf zwei Ebenen geschildert. Zum einen sind da die Ereignisse in der Gegenwart, hier im Jahr 2008. Zack recherchiert die Hintergründe des Verbrechens, nimmt zu seinen früheren Bekannten Kontakt auf, lässt sie ihre Sicht der Dinge erzählen und wird schließlich in die aktuellen polizeilichen Ermittlungen, die sich im Anschluss an das Auffinden von Stacks Leichnam ergeben, involviert. Die zweite Ebene bildet der Roman, den Zack im Anschluss an seine Arbeit veröffentlich hat. Einzelne Kapitel desselben wechseln sich beständig mit der Gegenwart ab und greifen Recherchiertes auf, sodass sich aus beidem schließlich ein Gesamtbild ergibt. Durch die regelmäßigen Perspektivwechsel und das häppchenweise Präsentieren von Erkenntnissen, jede/r in diesem Roman scheint etwas zu verbergen zu haben, baut der Autor einen Spannungsbogen auf, der den Roman mit wechselnder Intensität latent durchzieht. Außerdem werden Leserinnen und Leser auf eine bestimmte Fährte geführt, die sich am Ende allerdings als falsch erweist, was das Ende des Romans wie eine Bombe einschlagen lässt. Insofern fühlte ich mich beim Lesen gut unterhalten. Leider werden jedoch am Ende nicht alle offenen Fragen geklärt, und die endgültige Aufklärung kommt recht plötzlich.

Gerade die Schilderungen aus der Studienzeit beinhalten viele Informationen über den Prozess des Schreibens an sich, was mir recht gut gefallen hat: Ist Schreiben eher erlernbares Handwerk oder etwas, was man nur bedingt lernen kann? Welchen Umfang sollte ein gutes Buch haben? Wie gehe ich mit Sprache um? Was passiert bei einer Schreibkrise? Außerdem gewähren sie einen lebendigen Eindruck in die Studienzeit. Allerdings nehmen hier sexuelle bzw. Liebesbeziehungen einen m.E. zu großen Raum ein, was das Lesen teilweise doch sehr langatmig werden lässt – erstrecht wenn man sich am Ende resümiert, wie viele dieser Informationen für den Fortgang der Handlung wirklich von Bedeutung sind.

Die Zahl der Charaktere ist überschaubar, und sie werden auch durchaus lebendig dargestellt; jedoch lassen sie eine innere Entwicklung missen. Selbst mit Anfang Dreißig verhalten sie sich kaum anders als in ihren Studienjahren. Insbesondere Zacks Verhältnis zu seiner Mutter, bei der er wegen seiner Arbeitslosigkeit wieder wohnt, erscheint mir sehr unreif. Aber auch der Bestsellerautor Leo Stark ist so exzentrisch dargestellt, dass ich seine Figur für eher unrealistisch halte und mir beim Lesen das eine oder andere Mal die Lust verging, mehr über ihn zu erfahren.

Edvardssons Sprache ist insgesamt flüssig zu lesen; der „Roman im Roman“ liest sich stellenweise etwas „affektierter“, literarischer, was dem geschuldet ist, dass Zack versucht, das im Studium Erlernte umzusetzen, und die beiden Handlungsebenen auch sprachlich voneinander absetzt.

Mit großen Erwartungen bin ich an diesen Roman herangegangen, konnte mich „Die Lüge“ doch im Großen und Ganzen überzeugen. „Der unschuldige Mörder“ indes konnte diese leider nicht erfüllen: Edvardsson thematisiert zu viele Nebensächlichkeiten, führt nicht alle losen Fäden zusammen, und auch den Figuren konnte ich nicht viel abgewinnen: ein Roman, der unterhält und den man lesen kann, aber eben nicht lesen muss.«
  17      0        – geschrieben von ElisabethB.
Kommentar vom 20. Dezember 2019 um 19:41 Uhr (Schulnote 2):
» Als Zack bei der Zeitung seinen Job verliert, zieht er zurück zu seiner Mutter und will ein Buch schreiben. Es soll dabei um seinen Freund Adrian gehen, der zusammen mit ihm und zwei anderen Studenten das Kernstück des literarischen Studiums waren und dabei den Erfolgsautor Leo Stark kennenlernen durften. Dieser ist vor 12 Jahren verschwunden und Adrian saß wegen Mordes 8 Jahre dafür in Haft.

Das Cover des Buches ist typisch für einen Skandinavien-Krimi und passt daher gut zum Buch, ist aber jetzt nicht wirklich außergewöhnlich.Interessant ist, dass das Genre am Cover einfach mit "Roman" angegeben wird, wo es sich eigentlich doch um einen Krimi handelt.

Ebenso interessant ist, dass dieses Buch im Gegensatz zu anderen "Schweden-Krimis" kaum düster ist, was aber nicht stört.

Es ist im deutschsprachigen Raum der zweite Roman des Autors, der mit "Die Lüge" einen großen internationalen Erfolg verbuchen konnte. In Schweden ist dies allerdings sein 1. Buch, das 2016 erschienen ist.

Und in einigen Bereichen merkt man ihm auch das Debüt an. In einigen Kritiken stand, dass "Die Lüge" um Welten besser sei. Da ich seinen Bestseller noch nicht gelesen habe, kann ich dies nicht beurteilen, allerdings konnte mich dieses Buch doch ausgezeichnet unterhalten.

Der Schreibstil des Autors wirkt - passend zum Thema - teilweise sehr literarisch. Die Charaktere und Orte werden perfekt dargestellt. Die Spannung zieht sich das ganze Buch über auf hohem Niveau.

Der deutsche Titel wurde brillant gewählt und sagt schon viel über das Buch aus.

Ausgezeichnet gefiel mir auch, dass die Geschichte aus der Sicht von Zack geschrieben ist und man daher auch als Leser nie mehr weiß als Zack, der hier ja "ermittelt". Genauso brillant fand ich die Erzählweise in 2 Zeiten, wobei die Vergangenheit Zacks Buch war.

Fazit: Solider Krimi, der mich gut unterhalten konnte. 4,5 von 5 Sternen«
  14      0        – geschrieben von SaintGermain
Kommentar vom 5. Dezember 2019 um 6:20 Uhr (Schulnote 1):
» Die Zeitungskrise trifft im Jahr 2008 auch Zackarias Levin, gepaart mit der Trennung von seiner langjährigen Freundin und Wochen voller Party und Besäufnis, zieht er schließlich von Stockholm zurück zu seiner Mutter nach Veberöd in die schwedische Provinz. An einen Job in der Medienbranche ist aktuell nicht zu denken, weshalb er beschließt, ein Buch zu schreiben, immerhin hat er literarisches Schreiben studiert und genau da liegt auch die Geschichte, die er erzählen möchte. Er und seine Clique lernten in der Studienzeit in Lund durch ihre Dozentin den gefeierten Schriftsteller Leo Stark kennen, der irgendwann spurlos verschwand. Obwohl nie eine Leiche entdeckt wurde, hat man Zacks Freund Adrian Mollberg zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Schon damals und nun noch mehr hegte Zack Zweifel an dem Urteil. Er will die Geschichte erzählen, wie sie wirklich war, die Geschichte des unschuldigen Mörders. Doch schon sein erster Besuch bei ihrer gemeinsamen Freundin Betty löst eine unglaubliche Kette von Ereignissen aus, die irgendwann auch zack selbst ins Fadenkreuz der Polizei befördern.

Der schwedische Lehrer Mattias Edvardsson hat die Geschichte seines zweiten Romans clever konstruiert. Er erzählt nicht auf zwei Zeitebenen die Ergebnisse der Studentenzeit und der Gegenwart der Figuren, sondern nutzt Zacks Schreiben als Möglichkeit, die Vergangenheit wieder aufzurollen. Dabei wird bald auch klar, dass diese natürlich jeder Objektivität mangeln muss, da nur eine Figur ihre Erinnerung, ergänzt durch die aktuellen Nachforschungen, liefert und unweigerlich ein großes Fragezeichen hinter dem stehen muss, was uns Zack als reale Geschehnisse anbietet. Die hierdurch entstehende Unsicherheit und ab einem gewissen Punkt auch die Frage, ob man ihm – und nebenbei: auch allen anderen - überhaupt vertrauen und glauben sollte, macht in diesem Buch einen ganz besonderen Reiz aus.

„Der unschuldige Mörder“ ist als Roman eingeordnet, auch wenn der Titel einen Krimi nahelegt. Spannend ist die Suche nach dem tatsächlichen Mörder allemal, aber viel mehr noch lebt die Story von den Figuren und den vielen blinden Flecken des Nichtwissens und Nichtsagens.

„Ich wusste nicht mehr, was ich glauben sollte. Ich begriff immer weniger. Aber eines verstand ich: die Wahrheit kann sehr verschieden sein.“

Daneben ist es auch eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von großen Träumen und intensiver Liebe, die Menschen bis an ihre Grenzen und bisweilen darüber hinaus treibt. Im starken Gegensatz zu den jungen philosophierenden Literaten, die sich von der Welt ihrer Dozentin und des Autors faszinieren lassen, steht Zacks Mutter, die erfrischend deutlich die pragmatische Elterngeneration vertritt und fest im Hier und Jetzt verankert ist; ihre zutiefst banalen und lebenspraktischen Kommentare brechen die Handlung immer wieder auf und ermöglichen den Schritt zurück, wenn man sie als Leser zu sehr von der Handlung packen und hineinziehen lässt.

Eine rundum überzeugende Geschichte, die durch interessante Figuren und vor allem die subtile Erzählweise punktet.«
  21      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
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