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TASCHENBUCH
 
McLain 2 - Sam McLain: Verrat
Verfasser: Jaden Quinn [Jaden] (3) und Jaden Quinn [Quinn] (3)
Verlag: Eigenverlag (14403)
VÖ: 30. Oktober 2019
Genre: Thriller (5973)
Seiten: 626 (Taschenbuch-Version), 468 (Kindle-Version)
Themen: Brüder (817), Geschäftsleute (587), Labor (45), Neuanfang (871), Verrat (920)
Reihe: McLain (3)
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»Ich wollte einen Neuanfang. Ein Leben ohne die Erinnerungen an das Labor. Das war ein Fehler.«

Um ein neues Leben zu beginnen, hat sich Sam McLain von allem losgesagt. Selbst von seinem Bruder Blake. Doch Sams Vergangenheit lässt sich nicht einfach abschütteln. Schon bald trifft er auf einen alten Feind. Im Versuch, das Richtige zu tun, bleibt Sam nur eine Wahl: der Verrat an seinem Bruder …
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LESEPROBE
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     Jetzt hätte er alles gegeben, um für einen Augenblick die tröstende Stimme seines Bruders zu hören. Genau wie damals, als ihn der Schock über das, was er getan hatte, eisern im Griff hielt.
     Nachdem Blake sich die Injektion gesetzt hatte, war Sam außerstande gewesen, sich zu rühren, bis die Wärme und die tröstenden Worte seines Bruders zu ihm durchgedrungen waren. Die Erinnerung daran war so klar, als wäre sie wenige Wochen alt, nicht beinahe fünfzehn Jahre.
     »Sieh mich an, Sammy«, hatte Blake gesagt. »Es ist nicht deine Schuld, hörst du? Es ist nur eine weitere Injektion. Nichts Schlimmes, okay.«
     Blake hatte gezittert. Die Spritzen ohne Schmerzmittel verabreicht zu bekommen forderte einen ganz eigenen Tribut, wie Sam im Laufe des jahrelangen Aufenthalts im Labor erkannt hatte. Trotzdem hatte Blake sich zu ihm gelegt. Zu spüren, wie sein Bruder gegen die Schmerzen ankämpfte, die er ihm gebracht hatte, hatte Sams Herz in nutzlose Fetzen gerissen.
     »Sie können dich nicht mehr sehen, Sammy. Mach die Augen zu und denk an irgendeinen schönen Ort«, hatte Blake gemurmelt. »Soll ich dir vom Strand erzählen? Von dem Riesenrad und den Karussells? Dann kannst du dir vorstellen, du wärst dort, zusammen mit mir. Wenn du deine Augen zumachst, kannst du überall sein.«
     »Erzähl mir von der Sonne«, hatte Sam geantwortet.
     Und Blake hatte angefangen von dem großen, gelben Ball am Himmel zu reden, den Sam bis dahin nie gesehen hatte. Aber sobald Blake davon sprach, nahm der wärmende Himmelskörper, der nur ein abstrakter Begriff für ihn gewesen war, Gestalt an.
     Selbst jetzt entspannte ihn die Erinnerung an Blakes Worte.
     »Ich will sie irgendwann mal sehen«, hatte er damals gesagt.
     »Irgendwann werde ich sie dir zeigen«, hatte Blake versprochen.
     Ein Versprechen, das er gehalten hatte. Sie waren aus dem Labor entkommen. Dr. Martin, Jack und die Testreihen waren seit Jahren Geschichte, und Sam hatte die Sonne gesehen.
     Seufzend warf er einen Blick auf die Uhr. Halb fünf, zu früh, um Blake anzurufen. Der überfällige Anruf musste bis zum Mittag warten.
     Sam ging zurück zu seiner Matratze, griff nach dem Handy und schaltete den Wecker aus, den er auf fünf gestellt hatte. Er würde, wie so oft, früher zur Arbeit gehen. Seit er einen Job an einer nahegelegenen Tankstelle ergattert hatte, fiel ihm das leichter. Hin und wieder spielte er mit dem Gedanken, sich erneut einen besseren Job zu suchen, aber dafür hätte er seine Zeugnisse benötigt. Doch allein nach Minnesota zurückzufahren, um sich bei seinem College eine Kopie zu holen, wagte er nicht.
     Über die fehlenden Dokumente hatte der Tankstellenbetreiber zum Glück hinweggesehen, weshalb Sam vorerst den Wunsch nach seinem Traumberuf beiseitegeschoben hatte. So machte er sich eine halbe Stunde später zu Fuß auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz.
     Den ganzen Vormittag lang überlegte er, was er zu Blake sagen sollte. Egal was er sich ausdachte, es gefiel ihm nicht. Die Wahrheit war: Er schuldete Blake sein Leben und hatte aus nahezu kindischem Trotz alles mit Füßen getreten, was sein Bruder für ihn erreicht hatte.
     Als er endlich Mittagspause hatte, war er kurz davor, das Gespräch erneut zu verschieben. Aber diesmal siegte sein Gewissen über seinen Stolz und so zog er sich seine Baseballkappe in die Stirn und verließ die Tankstelle. Ein wenig abseits des Gebäudes, wo er einen guten Ausblick über den Parkplatz und den dahinterliegenden Highway hatte, hielt er inne und zückte sein Telefon. Es kostete ihn mehrere tiefe Atemzüge, bevor er es über sich brachte, Blakes Nummer zu wählen. Für einen Moment hoffte, er sein Bruder würde nicht abheben.
     »Ja?«, bellte jemand am anderen Ende.
     »Blake?«
     »Sam? Wo steckst du? Geht es dir gut?«
     »Ja und dir?«, murmelte Sam.
     Eigentlich wollte er Blake sagen, dass es ihm leidtat, wie alles gelaufen war und dass er ihm fehlte, aber er brachte die Worte nicht über die Lippen.
     »Hier ist alles bestens. Kommst du klar?«
     »Ja, tue ich. Ich arbeite an einer Tanke und hab zusammen mit einem anderen Typen eine kleine Wohnung.«
     »Bist du mit ihm zusammen?«
     Fast gegen seinen Willen musste Sam lachen. »Nein, ich steh zwar auf ältere, aber nicht auf Säufer.«
     »Das klingt nicht gerade sicher.«
     Frustriert seufzte Sam. »Kannst du dich nicht wenigstens einmal für mich freuen und mit mir reden, als wärst du mein Bruder und nicht mein Sicherheitsberater?«
     »Was willst du denn hören? Dass ich mich um dich sorge? Das letzte Mal als ich das gesagt habe, bist du abgehauen. Dass du auf dich aufpassen sollst, darf ich auch nicht erwähnen. Also was soll ich dir sagen? Dass ich dich vermisse? Ja verdammt, das tue ich. Bist du jetzt zufrieden?«
     »Ich weiß, dass du dich sorgst. Aber jedes Wort aus deinem Mund klingt, als würdest du darauf warten, dass ich alleine versage!«
     Blake seufzte. »Das ist Blödsinn, Sam. Daran habe ich nie gezweifelt! Aber du musst zugeben, dass du ein Händchen dafür hast, in Probleme hineinzustolpern. Ich weiß, dass ich nicht immer auf dich aufpassen kann, aber ...«
     »Ich bin kein Idiot, Blake. Mir ist klar, dass ich vorsichtig sein muss. Wie das geht, hast du mir beigebracht, schon vergessen?«
     »Sag mir wenigstens, wo du bist.«
     »Nein. Wir können uns gerne irgendwann treffen, aber aktuell kann ich es nicht gebrauchen, dass du mir hinterher schleichst und prüfst, ob ich deine Sicherheitsstandards einhalte. Es geht mir gut. Mehr musst du nicht wissen.«
     »Fuck, Sam, glaubst du, ich spioniere dir hinterher?«
     »Ja.«
     »Ich bin hier beschäftigt, weißt du? Blond, 1,68 groß und sie tanzt.«
     »Kennst du auch ihren Vornamen?«, fragte Sam, froh darüber, dass das Gespräch sich endlich alltäglichen Dingen zuwandte.
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