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TASCHENBUCH
 
Die Tote in der Tränenburg
Verfasser: Monika Loerchner (3)
Verlag: Alea Libris (9)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Fantasy (10455) und Jugendliteratur (6157)
Seiten: 248 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geheimnisse (3737), Hexen (684), Mord (5093), Verrat (920)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Monika Loerchner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Monika Loerchner gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Meine Magie sagt mir allerdings, dass es bei diesem Fall anders laufen wird, daher will ich auf Katharina mit ihrem Tastsinn nicht verzichten.
     Die zweite Frau, die ich auswähle mitzukommen, ist Diana. Außerdem soll sich Hanna, eine meiner Kommunikationsspezialistinnen, in einem Gasthof in Widdersbach einrichten. Gewöhnliche Sprechblasen bekommen wir alle hin, aber für eine stabile und vor allem abhörsichere Leitung in die Hauptstadt braucht es mehr. Ich hätte Martina den Vorzug gegeben, aber die hat ihre magiefreie Woche. Außerdem beschließe ich, dass es Zeit wird für unser Küken, bei seiner ersten Morduntersuchung dabei zu sein.
     „Diana, nimm Frieda mit runter und hol uns eine Transporthexe.“ Ich hoffe, dass gerade eine frei ist. Frauen, die Gepäck leichter halten, Pferdekraft steigern, oder den Luftwiderstand vor einer verringern können, sind heiß begehrt. Da Kauffrauen viel mehr bezahlen können als wir, wurden Frauen mit der passenden Magie schon vor etlichen Jahren zum Reichsdienst verdonnert und müssen sich entweder den Militär- oder den Stadtgarden für jeweils fünf Jahre zur Verfügung stellen, bevor sie sich da draußen eine Goldene Nase verdienen. Da sich nur ein paar hundert Meter unter uns das Gebäude der Stadtwache befindet, teilen wir uns die Annaburger Transporthexen.
     „Ihr anderen haltet die Stellung. Unterstützt Veronika und Sabine bei den Recherchen. Und räumt die Küche auf.“
     Ich kann mir ein kleines, schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen. Dann mache ich mich mit Katharina, Hanna, Frieda und Diana auf den Weg.

So komfortabel bin ich noch nie gereist. Die Transporthexe, die Diana und das Küken aufgetan haben, hat irgendeinen Trick drauf, direkt vor den Pferden riesige Blasen entstehen zu lassen, die leichter sind als Luft. Jedes Mal, wenn meine Stute eine dieser Blasen durchlaufen hat, hat sich unsere Geschwindigkeit um ein Vielfaches beschleunigt, so dass wir Widdersbach bereits nach vierzig Minuten erreichen. Die Transporthexe ist noch recht neu in der Stadt und ich habe Olga angewiesen, sie besser als üblich zu bezahlen. Wir verabschieden uns von Hanna und legen die restlichen zwei Kilometer bis zur Tränenburg ohne Magie zurück. Meine Magie kribbelt vor Vorfreude.

„Frau Beatesdother?“
     „Ja?“
     „Sie können doch Lügen erkennen, nicht wahr?“
     „Ja, zumindest meistens. Wieso?“
     „Nun ja“, Frieda weicht meinem Blick aus. „Wieso, äh, wieso können Sie dann nicht jeden Fall ganz schnell lösen?“
     Die Frage musste ja irgendwann kommen.
     „Ich meine“, fährt das Küken hastig fort, „Sie müssen doch einfach nur jede fragen, ob sie den Mord begangen hat, oder?“
     Ich schmunzele. „Ganz so einfach ist das nicht, Frieda. Zunächst einmal bin ich keine richtige Lügenleserin. Die sind extrem selten und haben Wichtigeres zu tun.“
     „Wichtigeres als einen Mord aufzuklären?“
     „Sie tun viel für das Goldene Reich!“, erwidere ich betont streng, „Sie arbeiten bei Gericht und prüfen Zeugenaussagen. Es gibt einige, die selbstständig für Geld arbeiten, aber die meisten stehen im Dienst des Reiches. Jede Militärgarde braucht mindestens eine richtig gute Lügenleserin, besser mehrere. Einige arbeiten als Spioninnen und setzen jeden Tag für uns ihr Leben aufs Spiel. Es gibt viele Spielarten der Magie, wie du weißt, und echte, reine Lügenlesemagie ist extrem selten. Mischsorten oder abgeschwächte Formen wie meine Magieart sind da schon häufiger. Ich erkenne es, wenn etwas nicht stimmt, aber es ist mehr eine schwammige als eine genaue Magie, und ich kann meistens auch nicht exakt sagen, was nicht stimmt.“
     „Aber wenn Sie eine fragen, 'Haben Sie das Opfer getötet?' und die antwortet mit 'Ja' oder 'Nein', dann...?“
     Tja, das wäre schön!
     „Kaum eine antwortet jemals mit 'Ja' oder 'Nein'“, erkläre ich, „und ich kann, wie übrigens jede 'vollwertige' Lügenleserin auch, ausgetrickst werden. Du wirst sicher bald Gelegenheit bekommen, am praktischen Beispiel zu erfahren, was ich meine.“
     „Und wenn wir uns einfach eine Lügenleserin ausleihen würden?“
     Dumm ist die Kleine nicht, das steht schon mal fest!
     „Sollten wir wirklich nicht weiterkommen, können wir tatsächlich einen Antrag auf eine Lügenleserin stellen“, erkläre ich, „aber es ist schwierig, eine zu bekommen.
     „Und die freien Lügenleserinnen? Ich meine die, die nur Geld haben wollen?“
     Was habe ich mir da nur aufgehalst? Aber irgendwie muss sie es ja lernen.
     „Du machst gerade deinen ersten großen Fehler“, weise ich sie zurecht.
     Nein, das reicht nicht aus. Ich zügele mein Pferd und bedeute dem Küken, es mir gleichzutun.
     Diana und Katharina, die unseren Wortwechsel mitangehört haben, schauen stur geradeaus und reiten langsam weiter. Ich bin stolz auf ihr Taktgefühl.
     Ich wende meinen Hengst und lasse ihn vor Friedas Stute anhalten.
     Die Frau schaut mich aus großen Augen an. Sie hat Angst, etwas falsch gemacht zu haben. Hat sie ja auch.
     „Du hast nicht genug nachgedacht!“, sage ich scharf und schaue ihr in die Augen.
     Frieda zuckt leicht zusammen, aber da muss sie jetzt durch. Müssen WIR jetzt durch. Es hat mir noch nie behagt, andere zusammenzustauchen, aber ich bin schließlich hier, um ihr etwas beizubringen, nicht, um ihre beste Freundin zu werden.
     „Wenn du so an die Dinge herangehst, begehst du deinen ersten schweren Fehler, noch bevor du auch nur eine Zeugin verhört oder einen Tatort besichtigt hast!“, erkläre ich, „dieses eine Mal lasse ich dir das durchgehen, aber noch so ein Schnitzer und ich schicke dich zurück nach Annaburg!“ Friedas Augen weiten sich noch mehr als davor. „Aber ich habe doch gar nichts...“
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