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TASCHENBUCH
 
Die Tote in der Tränenburg
Verfasser: Monika Loerchner (3)
Verlag: Alea Libris (9)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Fantasy (10459) und Jugendliteratur (6161)
Seiten: 248 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geheimnisse (3737), Hexen (685), Mord (5094), Verrat (920)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Monika Loerchner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Monika Loerchner gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Das wissen wir noch nicht. Wir hoffen, dass uns die Leichenärztin da später weiterhelfen kann. Die offensichtlichen Magiearten können wir allerdings aufgrund der Spurenlage beziehungsweise der fehlenden Spuren schon mal ausschließen: Keine Magie, die mit Hitze zu tun hat, also auch kein Feuer, keine geschmolzene Metallart und so weiter.“
     „Was ist mit Eis oder Wind?“
     Die Frage kommt von Frieda, unserem Ausbildungsküken. Anders als bei den Stadtgarden mit ihren Akademien wird der Nachwuchs der Goldenen Garde direkt hier in Annaburg unterrichtet. Ich bin mir noch nicht sicher, welches System das bessere ist. Ich selbst hatte eine Gardeakademie besucht und war Stadtgardistin gewesen, bevor Heidrun mich abgeworben hatte. Ein Jahr, ein hartes Jahr, Zusatzausbildung hatte ausgereicht, mich zur Goldenen Gardistin zu machen. Meinen raschen Aufstieg verdanke ich ebenfalls meiner Zeit an der Akademie, da bin ich mir sicher. Frieda dagegen steht noch ganz am Anfang.
     „Soweit ich weiß, kann selbst ein Mann Kälteverletzungen erkennen“, frotzelt Diana entsprechend schnell.
     Ich greife nicht ein, denn Diana hat Recht: Das hätte Frieda klar sein müssen.
     „Jede Magie hinterlässt eine Spur“, erkläre ich, „Die Kunst ist zu wissen, wo man nachschauen muss. So hinterlassen etwa die meisten Arten von Pflanzenmagie winzigste Sporen, Metall dagegen ist immer schwierig nachzuweisen.“
     „Reptilienmagie hinterlässt diesen ganz speziellen Geruch“, ergänzt die Stadtgardistin, „Und bei allem, was mit Fell zu tun hat, sammelt sich Staub, wenn die Frau nicht genau aufgepasst hat.“
     Ich nehme mir vor, mir den Namen dieser Gardistin zu merken. Sie ist klug, besitzt eine nützliche Magie und hat offensichtlich an der Akademie gut aufgepasst. Sie gibt ihr Wissen bereitwillig preis, ohne damit zu prahlen, eine äußerst seltene Eigenschaft in unserem Metier.
     „Und Sie haben da schon alles abgeglichen?“
     „Nein, so schnell bin ich nicht. Ich kenne die Standartprozeduren für die gängigsten dreißig Magiearten. Für die anderen muss ich mich erst informieren.“
     Und sie hat kein Problem zuzugeben, dass sie nicht alles weiß. Das imponiert mir sogar noch mehr, als dass sie ganze dreißig Magiespuren auswendig weiß. Selbst ich käme aus dem Stegreif nur auf vierzig.
     „Das alles nützt uns aber nichts, wenn es ein männlicher Täter war, der ein Messer oder eine andere Tatwaffe benutzt hat“, wirft Katharina ein.
     „Sabine, Veronika?“
     „Ja?“
     „Ihr zwei bleibt hier und seid für die Recherche verantwortlich. Veronika, fordere bitte im Zentralarchiv Spurenkarten für, sagen wir, die gängigsten zweihundert Magiearten an. Minus der ersten fünfzig, die haben wir ja selber hier. Sabine, du machst dich bitte schlau, ob es in letzter Zeit irgendwem gelungen ist, wilde Magie nachzuweisen. Außerdem hätte ich gern eine Aufstellung aller Bluthexen im Umkreis von einhundert Kilometern um den Tatort.“
     „Du denkst, es könnte Blutmagie im Spiel sein?“
     Ich bin nicht die Einzige, die bei der Vorstellung, es mit einer Bluthexe zu tun zu bekommen, schaudert.
     „Nein, eigentlich nicht. Zumindest hoffe ich das.“
     Jede Bluthexe wird registriert und muss vor der Goldenen Frau einen Blutschwur ablegen, ihr zu gehorchen und niemals zu schaden. Das gibt uns die Möglichkeit, schnell reagieren zu können, sollte es Hinweise in diese Richtung geben. Solange wir noch nicht wissen, womit wir es zu tun haben, bin ich gerne auf alles vorbereitet.
     Sabine und Veronika verlassen den Raum, um sich in einem der leeren Büros ungestört an die Arbeit zu machen und ich wende mich wieder der Stadtgardistin zu.
     „Wie ist Ihr Name?“
     Die Frau hebt eine Augenbraue. „Violet Aylasra.“
     „Gut.“ Ich lächele, damit sie weiß, dass sie von mir keinen Ärger zu erwarten hat. „Fahren Sie bitte fort.“
     „Laut der Notärztin lagen zwischen dem Einsetzen der ersten Blutung und dem Tod ungefähr sieben bis neun Minuten.“
     Ich kann förmlich spüren, wie gebannt unser Küken den Einzelheiten lauscht. Sehr gut.
     „Das weiß sie aufgrund der Menge des Blutes, nehme ich an?“
     Die Frau nickt. „Offenbar. Und an der Art der Verletzung.“
     „Sieben Minuten.“ Rebekkas Stimme klingt rau. „Hoffen wir, dass sie die meiste Zeit davon bewusstlos gewesen ist.“
     „Zum Ende hin sicher. Ihr wird erst schwindelig, dann kalt, dann müde geworden sein. Wer so lange blutet, schläft einfach ein.“ Jede hier im Raum, selbst Frieda, weiß, dass ich das nur gesagt habe, um uns zu trösten und dass das die offizielle Variante dessen sein wird, was wir den Angehörigen erzählen werden. Genauso gut kann es sein, dass Frau Konstanze ihre letzten 
     Augenblicke in rasender Angst verbracht hat, dass sie mit jeder Faser ihrer Magie gegen die enge Klammer des Todes gekämpft hat. Dass sie geweint hat.
     Ich räuspere mich.
     „Wurde ihr Gesicht schon auf Tränen untersucht?“
     „Nein, noch nicht. Auch das Blutgutachten steht noch aus. Nachdem Frau Neeve und Frau Hüterin gemeldet hatten, dass als Täterin ebenso eine Frau wie eine magielose Person in Betracht kommt, hat die Silberne Frau direkt eine Glocke angeordnet.“
     Dank sei der Göttin, das war genau die richtige Entscheidung! Magische Glocken werden nicht oft verhängt, weil es unverschämt viel Personal kostet, sie aufrecht zu erhalten, aber in einem Fall wie diesem ist es sie wert!
     „Seit wann steht die Glocke?“
     „10:58 Uhr. Laut der Zeuginnen hat heute bis auf einen männlichen Besucher kein Mensch das Haus betreten. Die stellvertretende Heimleiterin, Natalie Miranewa, hatte seit 8 Uhr Türdienst. Sie gibt an, die Magie stets aufrecht gehalten zu haben. Wenn das stimmt, hat auch keine das Haus verlassen.“
     „Richtig: Wenn es stimmt.“
     Ich kratze mich am Kinn. Die Mörderin oder der Mörder muss also noch im Haus sein, eingesperrt unter der Glocke. Keine Magie kann hinein oder hinausgelangen. Ideale Voraussetzungen also, einfacher könnten wir es wirklich nur haben, wenn wir die Täterin auf frischer Tat ertappt hätten.

Die Stadtgardistin senkt ihre Arme und das Bild verschwindet. Der frische Schweiß auf ihrer Stirn zeigt mir, dass es sie einiges an Kraft gekostet hat, so lange ihre Magie aufrecht zu erhalten. Aber sie ist noch jung, ihre Ausdauer wird wachsen.
     „Setz dich erst mal, Schwester, und ruh' dich ein paar Minuten aus“, sage ich freundlich. Dann lasse ich meinen Blick über meine Frauen schweifen. Alle schauen mich an. Manche offen und begierig, andere bemüht, nicht allzu eifrig zu wirken. Der Fall begeistert sie alle, ebenso wie mich. Wir haben hier die Chance, ein ungewohnt mysteriöses Verbrechen zu untersuchen: Wurde Frau Konstanze mit Magie getötet oder nicht? Und falls nicht, womit dann? Und wieso? Und von wem? Kann es gar ein Mann gewesen sein? Aber welcher Mann wäre so dumm, eine Frau anzugreifen? Wie auch immer sich das Ganze entwickelt, der Fall ist schon jetzt spannender als alles, womit wir es in den vergangenen sechs Monaten zu tun gehabt haben. Seit wir eine Bande krimineller Frauen in Nürnberg zerschlagen haben, halten sich die Schattengestalten unter den Frauen auffallend zurück. Wir werden nur dann eingeschaltet, wenn die Stadtgarden nicht weiterkommen und unsere Einsätze für die Goldene Frau halten sich auch in Grenzen. Seit Wochen herrscht hier Routine und alle sind scharf darauf mitzukommen, wenn ich zum Tatort reite. Aber wen soll ich mitnehmen? Höchstens zwei, so lautet meine Devise. Am liebsten nur eine, aber ich brauche einfach verschiedene Magiearten vor Ort. Als erstes schaue ich Katharina an und nicke. Die meisten Laien denken, dass ich es als halbe Lügenleserin nicht nötig habe, überhaupt Mitarbeiterinnen mitzunehmen. Das stimmt, wenn auch nur bedingt, denn wer sich geschickt genug anstellt, kann eine Lügenleserin überlisten. Das Schöne an dieser Welt ist allerdings, dass bei weitem nicht jede auch nur halb so clever ist, wie sie denkt. Es genügt ein falsches Wort und die Lüge ist enttarnt. Ich habe schon so viele Fälle gelöst, indem ich einfach nur die richtigen Fragen gestellt habe, dass es schon fast peinlich ist.
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