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TASCHENBUCH
 
Die Tote in der Tränenburg
Verfasser: Monika Loerchner (3)
Verlag: Alea Libris (9)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Fantasy (10459) und Jugendliteratur (6161)
Seiten: 248 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geheimnisse (3737), Hexen (685), Mord (5094), Verrat (920)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Monika Loerchner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Monika Loerchner gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

„Es muss eine Weile gedauert haben, bis sie tot war“, kommentiert Heidi trocken, „Sonst wäre es nicht so eine verdammte Sauerei!“
     „Heidi!“ Sie zuckt unter meinem Ton zusammen. „Zeig gefälligst etwas mehr Respekt!“
     Sie senkt schuldbewusst den Blick. In anderen Garden ist es durchaus üblichen in einen flachsigen Ton zu verfallen, wenn es um den Umgang mit Gewalt und Tod geht. Ich lege großen Wert darauf, dass all meine Mitarbeiterinnen so etwas nicht tun. Galgenhumor nennen sie es, eine Strategie, um mit den schlimmeren Dingen zurecht zu kommen. Ich verstehe sie, aber ich sehe auch die Gefahr, die darin liegt: Zu leicht kann so vergessen werden, dass die Opfer Menschen waren und für ihre Angehörigen immer noch lebendig sind. Solange, bis sie eine von uns darüber informiert, dass ihre Welt eben nicht mehr dieselbe ist.
     „Entschuldige bitte, Magret.“
     Ich nicke, dann konzentriere ich mich wieder auf das Bild und die Stimme der Stadtgardistin.
     „Das Opfer wurde von den anwesenden Erwachsenen eindeutig als Verena Konstanze identifiziert, 36 Jahre alt, Magieart Schatten, allerdings von sehr schwacher Ausprägung. Hat den Heimkindern Schreib- und Leseunterricht gegeben und war ansonsten wohl eine Art Junge für alles.“
     Hinter mir höre ich Rebekka schnauben. „Männerarbeit!“
Ich gebe ihr im Stillen Recht. Kinder in magielosen Belangen zu unterrichten fällt, wie überhaupt die Kindererziehung, in das Ressort des Mannes.
     Andererseits: Was hätte eine so schwache Frau mit einer derart nutzlosen Magie sonst anfangen können? In ihrer mächtigen Form kann diese Magie absolut tödlich sein. Die Geschichte ist voller Beispiele, wie Schattenfrauen während der Hexenkriege die Feldfrüchte und Obsthaine unserer Feinde zerstört haben. Aber was zu den Sieben Finsterhexen fängt eine mit einem schwachen Schatten an? Mehr als ein paar alberne Streiche oder das Kühlen von Getränken fällt mir beim besten Willen nicht ein. Kein Wunder also, dass sich das Opfer mit Männerarbeit verdingen musste. Wenn sie wenigstens ein Fräulein gewesen wäre: Es gibt einige reiche Frauen und auch Monatsresorts, die diese armen, magielosen Dinger als Dienstbotinnen einstellen, weil sie in ihnen keine Gefahr sehen.
     Ich konzentriere mich wieder auf den Bericht der Stadtgardistin.
     „10:37 Uhr ging der Hilferuf ein, laut Zeuginnen wurde sie nur wenige Momente zuvor gefunden. Die Notärztin erreichte den Tatort um 10:42 Uhr, die zuständige Stadtgarde unter dem Kommando ihrer Oberen Jolanda Hüterin um 10:48 Uhr.“
     Genau an dieser Stelle meldet sich meine Magie. Es beginnt mit einem Kribbeln in den Fingerspitzen, das sich bis in meinen Magen ausbreitet. Die Worte der Stadtgardistin scheinen vor mir in der Luft zu tanzen, daran überall winzige Häkchen. Sie hüpfen auf und ab, als warteten sie darauf, dass ich an ihnen zupfe. 10:37 Uhr, 10:42 Uhr und 10:47 Uhr. Ich könnte hier und jetzt von jeder einzelnen Gardistin im Raum sagen, ob ihr etwas an diesen Uhrzeiten aufgefallen ist oder nicht. Als würde allein Hinnahme oder Verwunderung ihre Aura, ihre Präsenz, verändern.
     Katharina ist die Einzige, die ernsthaft stutzt.
     Sowohl die Notärztin, als auch die Stadtgarde bewegen sich absolut innerhalb der gesetzlichen Vorgaben: Die diensthabende Ärztin hat spätestens innerhalb von fünf Minuten, die zuständige Garde innerhalb von zehn Minuten an einem Tatort oder einer Unfallstelle zu sein. Beide Fristen wurden eingehalten, und das auf dem Land. Ich kenne die Gegend des Bezirks der Stadtgarde, die ihren Sitz im Schatten der Neuhünenburg hat, vage. Ich weiß auch, welch einen großen Bereich die Stadtgarde abdecken muss. Es wäre möglich, dass die Garde so früh da gewesen ist, doch meine Magie sagt mir, dass ich da noch einmal nachhaken sollte. Die Zahlen passen gut zueinander - zu gut?


Kapitel 3


„Die Notärztin konnte nur noch den Tod des Opfers feststellen. Das hier sind alle Erwachsenen im Heim“, die Gardistin lässt ein neues Bild entstehen, welches drei weibliche und drei männliche Personen mit erschrockenen, verängstigten oder zornigen Blicken zeigt, „Sie wurden von der Garde als erstes untersucht. Sie konnten bei keiner Person etwas Verdächtiges feststellen.“
     Ich nicke. Bis jetzt ist alles ganz normal.
     Wieder erscheint ein Bild der toten Frau. „Bei den weiteren Untersuchungen stellten Hüterins Leute fest, dass der Ablauf des Mordes unklar ist.“
     „Präzisieren Sie das bitte.“
     Die Stadtgardistin hebt ihre Arme und das Bild wird größer, zeigt jetzt nur noch den Kopf der Frau. „Allem Anschein nach erhielt das Opfer zunächst mit Hilfe der heimeigenen Teekanne einen nicht-magischen Schlag auf den Kopf.“
     „Ein nicht-magischer Schlag?“ Ich schüttele den Kopf. „Sie meinen, wie von einem Mann?“
     „Genau: Ein männlicher oder weiblicher Mensch hat die Teekanne offenbar in die Hand genommen und dann von oben damit zugeschlagen.“
     „Ich nehme an, das haben Sie dem Schlagwinkel entnommen?“
     „Genau. Magieschläge kommen vorn, schräg unten oder von der Seite. Die Wunde am Kopf des Opfers dagegen befindet sich am oberen Hinterkopf. Theoretisch könnte das natürlich auch alles per Magie so inszeniert worden sein. Doch wieso sollte sich eine diese Mühe machen?“
     Das Ganze kommt mir immer seltsamer vor. Die Gardistin erzeugt ein neues Bild und vergrößert es. Eine Frauenhand am Rand des Bildausschnitts, vermutlich die der Notärztin, zeigt auf verschiedene Stellen am Oberkörper des Opfers.
     „Hier erklärt Frau Neeve, wo danach auf die Frau eingestochen wurde. Den vollständigen Bericht erhalten Sie dann vor Ort.“
     „Und woher stammen die Stichwunden?“, stellt Irma die nächste Frage, „von Magie oder einem Gegenstand?“
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