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TASCHENBUCH
 
Die Tote in der Tränenburg
Verfasser: Monika Loerchner (3)
Verlag: Alea Libris (9)
VÖ: 16. Oktober 2019
Genre: Fantasy (10461) und Jugendliteratur (6161)
Seiten: 248 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geheimnisse (3737), Hexen (686), Mord (5094), Verrat (920)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Monika Loerchner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Monika Loerchner gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Ich dürfte eigentlich gar nicht hier sein. Gut, mag nun die eine oder andere denken, das würde vermutlich jede in dieser Situation sagen. Zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, kann etwas ziemlich Schlimmes sein. Jetzt und hier würde ich jede bemitleiden, die in meiner Situation wäre. Und mir gleichzeitig – nicht bösartig, aber zumindest mit gerunzelter Stirn – denken, dass diejenige ja schon irgendwie... naja, nicht selbst schuld ist, nein, aber dennoch... sagen wir... unvorsichtig gewesen ist.
     Ich hätte es besser wissen müssen, weiß die Göttin, und jetzt stehe ich hier umgeben von lauter Menschen, die mir ans Leder wollen.
     Das mit dem „ans Leder gehen“ meine ich übrigens ernst: Vor mir vibriert gerade ein Türknauf unter der Magie der einen Hauptverdächtigen, während hinter mir die andere Hauptverdächtige langsam den Dreh herausbekommt, wie eine mit Hilfe von Ranken eine schwere Eichentür aufbekommt. Ich muss zugeben, dass ich diese Art der Pflanzenmagie bislang unterschätzt hatte. Immerhin können normale Pflanzenwurzeln auch Mauerwerk zum Einsturz bringen, wenn sie genug Zeit haben, nicht wahr?
     Und hinter den beiden Damen – da mache ich mir gar nichts vor – stehen noch weitere Personen Schlange. Beliebt gemacht habe ich mich bei keiner von ihnen, so viel steht fest, doch nur eine will mich mit Sicherheit töten. Ich sollte endlich etwas tun – stillzuhalten ist ja auch sonst nicht meine Art. Ich befinde mich in einem kleinen Zimmer mit zwei Ausgängen, hinter beiden lauert jeweils eine Hauptverdächtige. Und ich überprüfe das Fenster nochmals, aber ja, sie halten es mit einer magischen Sperre noch immer verschlossen. Die Türen werden nicht mehr lange halten, trotz der Möbelstücke, die ich davorgeschoben habe. Ich muss diesen Raum verlassen, und zwar sofort. Dafür müsste ich allerdings wissen, wer hinter welcher Tür auf mich lauert. Ich weiß, welche Frauen gerade die Türen bearbeiten und ich meine auch zu wissen, wer sich hinter der jeweiligen zusammengefunden hat. Wer auf wessen Seite steht. Haarfeine Unterschiede, die jetzt über mein Leben entscheiden werden. Hinter einer der Türen wartet Hilfe, hinter der anderen mein Tod.
     Öffne ich die Letztere, wird es zu einem Handgemenge kommen und meinen Tod wird sie wie einen tragischen Unfall, geschehen im Eifer des Gefechts, aussehen lassen.
     Ich muss hier raus. Die alles entscheidende Frage lautet also: Hinter welcher Tür – Glut oder Ranken – wäre ich in Sicherheit? Oder anders ausgedrückt: Wer hat Verena Konstanze ermordet.


Kapitel 1


Seit ich denken kann, wollte ich nichts anderes werden als eine Gardistin und abends nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommen zu einem liebevollen Mann, der mit einem Lächeln und einer leckeren Mahlzeit auf mich wartet. Mehr hätte es nicht gebraucht, um mich glücklich zu machen. Doch das Leben wollte es anders.
     Ich gebe zu, dass Georg von Anfang an seinen Wunsch nach einem Kind geäußert hatte. Ich habe ihn nie belogen, sondern lediglich statt „nein“ „vielleicht“ gesagt. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte er gedacht, mit der Zeit aus diesem „vielleicht“ ein „ja“ machen zu können, während ich dachte, seinen Kindeswunsch einfach aussitzen zu können.
     Wir hatten uns beide geirrt und plötzlich stand ich allein da.
     Georg wurde ganz vom Kreis seiner mitfühlenden Freunde aufgefangen und ich stürzte mich in die Arbeit.
     „Warum willst du kein Kind bekommen?“, hatte er gefragt, „meinst du nicht, dass die Göttin euch Frauen in erster Linie dafür die Magie geschenkt hat?“
     „Weil eine Schwangerschaft nun mal neun Monate lang verhindert, dass sich die Magie erneuert!“, war meine Antwort gewesen. Georgs höhnisch verzogener Mundwinkel hatte mir wieder einmal bestätigt, dass er keine Ahnung davon hatte, was es bedeutete, eine Gardistin zu sein. Vierzig Wochen ohne Magie, danach hat längst eine andere meinen Platz eingenommen. Eine, die geringeren Alters wäre, mehr Biss hätte und nicht jeden Abend pünktlich bei ihrem Liebsten sein wollte. Es sei denn, deine Magie ist so stark, so wertvoll oder so außergewöhnlich, dass sie dich brauchen. Ein Kind kann sich nur eine Frau leisten, die keinen Ehrgeiz hat oder die über eine besonders ungewöhnliche, nützliche, starke Magie verfügt.
     Meine Magie ist nützlich, aber leider nicht sonderlich stark.
     Dennoch fiel ich den Mächtigen in Annaburg auf. Die schöne Heidrun von Borgentreich selbst war es, die mir eine Ausbildung zur Goldenen Gardistin anbot. Ein Jahr harte Arbeit, die vor Sonnenaufgang begann und mit dem Sonnenuntergang nicht endete. Die größte Ehre für eine Gardistin. Ich sagte zu und meine Ehe zerbrach endgültig. Als Goldene Gardistin, so sagte ich meinem Mann, würde ich auch weiterhin jeden Tag da rausgehen und mein Leben für das Wohl des Goldenen Reiches aufs Spiel setzen, nur dass ich ihm dann eine gesicherten Rente und ein sorgloses Leben in Sicherheit und Wohlstand bieten könnte. Als er sagte, das alles sei ihm ohne Kind nichts wert, wusste ich, dass es vorbei war.

„Leon möchte wieder arbeiten gehen.“ Rebekka starrt finster in ihre Teetasse. „Zuhause würde ihm die Decke auf den Kopf fallen.“
     „Und was hat er vor?“, fragt Katharina.
     „Kellnern gehen. Da, wo er vor unserer Hochzeit gearbeitet hat.“
     „Ja. Und vor 15 Kilo!“
     Alle lachen, nur meine Mundwinkel wollen sich nicht heben.
     „Ach komm schon, Magret!“ Olgas Empörung ist nicht gespielt. „Der Spruch war klasse!“
     Ich seufze. Sie hat ja Recht, aber mir ist heute nicht nach solcher Neckerei.
     „Dann lass ihn doch!“, ergreife ich daher halbherzig Leons Partei. Den ich nicht sonderlich leiden kann. Rebekka allerdings auch nicht, also gleicht sich das wohl aus. „Solange er den Haushalt im Griff hat, ist doch alles gut. Was ist so schlimm daran, wenn er sich ein bisschen was dazu verdienen will?“
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