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TASCHENBUCH
 
Maxim Henndorf ermittelt 2 - Stille auf dem Fehn
Verfasser: Jette Janssen (2)
Verlag: Klarant (594)
VÖ: 12. Oktober 2019
Genre: Kriminalroman (6467)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 146 (Kindle-Version)
Themen: Falle (174), Kommissare (1592), Mord (5052), Mordserie (302), Ostfriesland (446), Profiler (118), Psychologen (200)
Reihe: Maxim Henndorf ermittelt (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Am idyllischen Idasee in Ostfriesland wird eine Joggerin ermordet. Die Polizei sucht zunächst im Umfeld des Opfers nach dem Täter. Als aber in Idafehn eine weitere junge Frau getötet wird, ist es aus mit der friesischen Beschaulichkeit: Der Leeraner Hauptkommissar Ole Freerichs muss von einem Serientäter ausgehen. Da es augenscheinlich keine Verbindung zwischen den Opfern gibt, wird der Psychologe Maxim Henndorf als Profiler eingesetzt. An den Tatorten spürt er die verzweifelte Wut des Täters, ahnt, dass eine grausame Eskalation bevorsteht, doch seine Hinweise laufen ins Leere. Nichts scheint zusammenzupassen, es gibt keine Spuren, keine Zeugen. Und dann kommt es zu einem dritten Mordanschlag, diesmal am Gulfhaus in Ostrhauderfehn. Das Opfer wird in letzter Sekunde gerettet - doch es ist klar, dass der Täter völlig außer Kontrolle gerät. Sie stellen ihm eine Falle, aber dann droht alles aus dem Ruder zu laufen …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Jette Janssen gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 3

14. April


Helga hatte Biggi überreden müssen, an diesem Kurs teilzunehmen. Frische Luft am Idasee, verbunden mit einigen Runden Powerwalking. Wobei Biggi erst einmal im Internet nachsehen musste, was das war. Sie konnte zwar ein wenig englisch, aber von dieser Sportart hatte sie zuvor nie etwas gehört. Sie kam sich ein bisschen dumm vor, als sie sich auf der kleinen Wiese oberhalb des künstlich angelegten Badestrandes inmitten einer Schar Frauen aufstellte und den Anweisungen der Übungsleiterin Roswitha folgte.
     »Ihr folgt mir einfach und macht nach, was ich vormache. Wir gehen zügig und die Hanteln unterstützen unsere Bewegungen kraftvoll. Ihr wisst, beim normalen Walken leidet die Armmuskulatur massiv. So, los geht’s!«
     Die resolute Roswitha Kunze ging zügig mit forschen Schritten voran, die anderen Frauen liefen ihr, ohne zu zögern, nach. Helga, wie von Biggi nicht anders erwartet, ebenso. Sie selbst zögerte, bevor sie, wie alle vor ihr, die Arme anwinkelte, die Gewichte in den Händen hin- und herschwenkte und auf diese Weise dem schmalen Weg links um den See folgte, wie es verlangt war. Roswitha zählte laut mit, ihre Stimme hallte weit. Biggi überlegte, ob das so bei der Bundeswehr zuging. Einer rannte voran, gab Befehle, und die anderen taten, wie ihnen geheißen.
     Schon nach wenigen Metern war sie außer Atem, dies Tempo war sie nicht gewohnt. Sie war zwar manchmal walken und sie fuhr viel Fahrrad, allerdings eher in ihrer eigenen deutlich gemächlicheren Geschwindigkeit. Biggi empfand diese Art der Bewegung als etwas seltsam und bereute es, sich wieder einmal auf eine Idee ihrer Freundin Helga eingelassen zu haben. Warum nur waren sie nicht wie an den anderen Sonntagen einfach ein wenig zuhause in Leer an der Leda mit ihren Walkingstöcken unterwegs. Sie hätten miteinander reden und anschließend oder zwischendurch eine Pause im Fofftein am Denkmalplatz machen können. Zumal sie dort manchmal ihren Doktor trafen, der sie erst auf dieses Bistro gebracht hatte. Sie blieb stehen, um durchzuatmen. Ihr war es zwar nicht egal, ob sie den Anschluss verpasste, auch war es ihr ein wenig peinlich, die Einzige zu sein, die Roswitha nicht folgen konnte, aber sie konnte einfach nicht mehr, obwohl sie nicht einmal bis zur kleinen Brücke gekommen war. Sie lehnte sich an die Rückseite einer Bank und schüttelte den Kopf. Über sich selbst. Darüber, dass sie sich mal wieder nicht durchgesetzt hatte. Noch ein paar Atemzüge, dachte sie. Durch die Büsche sah sie am gegenüberliegenden Ufer die bunten Trikots auftauchen.
     »Mist!«, sagte sie leise vor sich hin. »Wenn die nicht bald eine Pause einlegen, kann ich gleich hier warten, bis sie ihre zweite Runde drehen.«
     Als hätte Roswitha das gehört, rief sie »Stopp!«, während sie mit weit seitlich ausgestreckten Armen stehen blieb und jeder einen Platz auf dem abfallenden Gelände zum Wasser zuwies. Da sonst niemand um diese Zeit unterwegs war, für die Anlage des Wasserskivereins war noch keine Saison, hallte jedes Wort der Übungsleiterin ungestört zu Biggi. Helga winkte ihr sogar zu. Biggi erwiderte lustlos, ging um die Bank herum, setzte den rechten Fuß darauf und tat so, als müsste sie ihren Schuh neu binden. In ihrer Bauchtasche vibrierte das Handy. Sie ignorierte es zuerst, da sie annahm, Helga würde sie anrufen, um sie zu ermahnen. Sie drehte sich kurz um und sah ihre Freundin, wie sie die Gewichte im Takt der Mitstreiterinnen bewegte.
     »Keine Hand frei. Wer ist es dann?« Biggi führte gern Selbstgespräche, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. Sie blieb in der Stellung mit dem Fuß auf der Bank und kramte das Telefon heraus. Der Name Hedi leuchtete ihr vom Display entgegen, was sie veranlasste, auf den roten Hörer zu drücken. »Du fehlst mir gerade noch.« Biggi war nicht gut auf Helgas alte Schulfreundin zu sprechen. Sie fand, Hedi spann denn lieben langen Tag nur all ihre verrückten Ideen. Hedi war Künstlerin durch und durch. Zumindest behauptete sie das immer wieder. Sie malte, töpferte, spielte Theater und führte Touristen herum in mittelalterlichen Kleidern und erzählte ihnen selbsterdachte Schauergeschichten. Zudem trug sie immer Hüte, die auffälliger und spleeniger nicht sein konnten. »Du kannst mich mal!« Biggi würde ihr das gern einmal ins Gesicht sagen, aber Helga zuliebe ließ sie es. Und nicht nur wegen Helga tat sie so etwas nicht. Biggi mochte andere Menschen nicht gern vor den Kopf stoßen. Das war einfach nicht ihre Art.
     Sie entschloss sich, weiterzugehen. Auch dies war nicht ihre Art. Einfach auszuscheren. Sonst versuchte sie stets, so wenig wie möglich aufzufallen. Was sie nicht wusste, war, dass sie oft das Gegenteil erreichte mit ihrem sehr freundlichen Wesen und den Versuchen, allen gerecht zu werden. Sie vermittelte gern und manchmal zu viel und vor allem ungefragt. Jetzt galt es lediglich, die paar Meter um die große Kurve mit diesen, wie sie meinte, absolut blöden und unnötigen Dingern zu laufen.
     »Zu powerwalken!«, verbesserte sie selbst ihre Gedanken. »Wenn, dann richtig!« Sie hatte die Gewichte neben die Bank ins Gras gelegt. »Gut, dass ich Sporthandschuhe trage, wer weiß, welcher Hund hier hingemacht hat.«
     Sie bückte sich und sah in dem Moment etwas Rotes einige Meter hinter der Bank zwischen dem wild wachsenden Grün. Es fiel ihr auf, weil es nicht dorthin passte. Es war nicht nur ein Fetzen von einer Tüte, was sicher oft hier herumlag. Hatte jemand Müll entsorgt? Kleidung? Wozu gab es Kleidungscontainer oder das Sozialkaufhaus? Sie grübelte. Und sie wusste, Helga wäre schon längst dort hingestürmt und hätte sich das aus der Nähe angesehen. Biggi hingegen zögerte. Wie fast immer. Was konnte das schon sein. Sollte sie nicht lieber zu den anderen gehen und die Übungen mitmachen?
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