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TASCHENBUCH
 
Weihnachtsmann vermisst
Verfasser: Erika Bock (5)
Verlag: tingmarke (5)
VÖ: 20. September 2019
Genre: Kinderbuch (3585)
Seiten: 52
Themen: Pläne (185), Weihnachten (1315), Weihnachtsmann (112)
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Tom, 10 Jahre, Hannes 7 Jahre und Marie 5 Jahre alt, werden von den Leuten in Dingelsbek die „Rotznasenkinder“ genannt, da sie keine Taschentücher benutzen.
Die drei leben zu Hause in schwierigen Verhältnissen, die Kinder so nicht erleben sollten. Der Vater hatte vor vier Jahren einen unverschuldeten schweren Verkehrs-unfall und kann seitdem nicht mehr arbeiten. Er trinkt oft Alkohol. Die Mutter ist durch die Krankheit und das Verhalten ihres Mannes in eine tiefe Traurigkeit gefallen. An manchen Tagen bleibt sie einfach im Bett liegen und schafft ihren Alltag nicht. Die Kinder werden nicht mehr regelmäßig mit sauberer Kleidung oder einem warmen Essen versorgt. Sie sind meistens auf sich allein gestellt. Tom wird somit zum Beschützer seiner jüngeren Geschwister. Er bezeichnet die Zeit vor dem Unfall des Vaters als „Die Zeit davor“ und die Zeit nach dem Unfall als „Die Zeit danach“. Tom erzählt seinen Geschwistern oft von der „Zeit davor“, als die Familie noch glücklich war.
Drei Tage vor Weihnachten hat der Weihnachtsmann auf einer Probefahrt eine Panne mit seinem Rentierschlitten und muss in Dingelsbek notlanden. Er trifft auf die drei „Rotznasenkinder“. Tom fasst einen ungeheuren Entschluss. Weihnachten soll in diesem Jahr für alle Kinder auf der Welt ausfallen. Er setzt den Weihnachtsmann in einer alten Scheune fest. Gelingt sein Plan?

Dieses Buch enthält Leerseiten, auf denen die Kinder selber illustrieren können. Daher ist die Papierstärke 200 g.
Als Autorin enmpfehle ich das Buch für Kinder ab 9 Jahren und somit auch der 3. und 4. Grundschulklasse als Lesestoff.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Erika Bock für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Die Mutter kam manchmal tagelang aus ihrem „tiefen Loch“ nicht mehr heraus, blieb einfach im Bett liegen und konnte ihren Alltag nicht mehr bewältigen. Es gab keine warme Mahlzeit für die Familie. Die Wäsche wurde nicht mehr regelmäßig gewaschen. Die Hausarbeit blieb einfach liegen. Unordnung und Schmutz machten sich in der Wohnung breit. Vater kümmerte es nicht. Er verfiel in Selbstmitleid, Kummer und Wut.
     „Lasst mich einfach in Ruhe!“, lautete sein einziger Kommentar, wenn jemand aus der Familie ihn ansprach.
     An manchen Tagen gelang es der Mutter, wieder Ordnung zu schaffen und auch ein Mittagessen zu kochen. In den Kindern erwachte dann jedes Mal neue Hoffnung. Doch kurz darauf war die Mutter wieder völlig erschöpft und antriebslos.
     „Ich schaffe es nicht!“, teilte sie müde mit. Die ganze Verantwortung lag nun auf Toms Schultern, der ja selber noch ein Kind war.
     Am Anfang „Der Zeit danach“ hatten die Nachbarn und Freunde noch ihre Hilfe angeboten. Aber die Eltern ertrugen das Mitleid nicht und wiesen die Hilfe immer öfter barsch zurück. Die Nachbarn reagierten zunächst mit Unverständnis.
     Aber es half nichts. Irgendwann griff Vater zur Schnapsflasche, um seine Hilflosigkeit zu ertränken. Der Alkohol gaukelte ihm für kurze Zeit Wohlbefinden vor. Ein großer Irrtum! Die Familie isolierte sich durch ihr Verhalten und schloss sich somit aus der Dorfgemeinschaft aus. Hatte der Vater einmal keinen Alkohol zur Hand, wurde er schnell wütend. Er störte sich an Kleinigkeiten:
     „Wer von euch hat die Gartenpforte offen gelassen?“ ... Oder ... „Tom, dein Fußball liegt noch auf dem Rasen. Hole ihn sofort herein!“ ... Oder ... „Hannes, träume nicht bei den Hausaufgaben!“
     Dann war es am besten, wenn man ihm schleunigst aus dem Weg ging. Schafften es Tom oder Hannes nicht rechtzeitig, kam es vor, dass er die beiden Jungen ohrfeigte oder schmerzhaft hart anpackte. Nur Marie ließ er in Ruhe. So wurde Tom mit seinen zehn Jahren zum Beschützer der Geschwister. Er las Hannes und Marie abends vor dem Schlafengehen eine Geschichte vor und alle drei träumten sich in eine schönere Welt.
     Er erzählte ihnen von „Der Zeit davor“, als noch alles bei ihnen zu Hause in Ordnung war. Das war vor vier Jahren gewesen. Hannes und Marie konnten sich an „Die Zeit davor“ nicht erinnern.
     Sie kannten nur „Die Zeit danach“, die für sie der normale Alltag war.


Am Nordpol


Drei Tage noch bis Weihnachten. Am Nordpol blieb es tagsüber dunkel.
     Der Weihnachtsmann inspizierte seine Werkstatt. Seine Helfer hatten tausende von Paketen gepackt, die sich bis unter die Decke stapelten. Es wurden von Jahr zu Jahr immer mehr Pakete. Der Weihnachtsmann dachte bereits über einen Anbau der Werkstatt nach. Das Jahr in der Weihnachtswerkstatt mit der vielen Arbeit war nicht leicht. Die Kinder wünschten sich zusehends technisches Spielzeug mit Fernsteuerung. Alles sollte vor allem fahren, fliegen, knattern, quietschen, grunzen oder sonst irgendwelche Geräusche machen. Neuerdings standen Wünsche wie Drohnen oder Transformer, Weltraumstationen, Computerspiele … oder Puppen, die sprechen, laufen, essen und Pipi machten, auf den Wunschzetteln.
     Der Weihnachtsmann dachte wehmütig an die Zeit zurück, in denen die Kinder sich noch Eisenbahnen, Pferd und Wagen, Holztrecker, Teddybären, Schaukelpferde oder Stoffpuppen gewünscht hatten. Vorbei, vergessen, vorüber!
     Auch die Wunschzettel der Kinder wurden immer länger. Zehn bis fünfzehn Wünsche eines Kindes waren überhaupt nicht selten. Der Weihnachtsmann schüttelte über so viel Unbescheidenheit nur den Kopf:
     „Was ist nur los in der Welt? Immer noch mehr Geschenke ... und es scheint nie genug zu sein!“
     Er fragte sich in den letzten Tagen häufig, ob die Kinder allein an der Maßlosigkeit ihrer Wünsche schuld waren. Lag es vielleicht daran, dass viele Eltern durch ihre anstrengende Berufstätigkeit einfach nicht mehr genügend Zeit für ihre Kinder hatten? Um das eigene Gewissen zu beruhigen, wurde stattdessen neues Spielzeug gekauft, nicht nur zum Geburtstag oder zu Ostern. Alles, was die Kinder noch nicht bekommen hatten, könnten sie ja auf den Weihnachtswunschzettel dem Weihnachtsmann schreiben.
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