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TASCHENBUCH
 
Weihnachtsmann vermisst
Verfasser: Erika Bock (5)
Verlag: tingmarke (5)
VÖ: 20. September 2019
Genre: Kinderbuch (3588)
Seiten: 52
Themen: Pläne (185), Weihnachten (1321), Weihnachtsmann (112)
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Tom, 10 Jahre, Hannes 7 Jahre und Marie 5 Jahre alt, werden von den Leuten in Dingelsbek die „Rotznasenkinder“ genannt, da sie keine Taschentücher benutzen.
Die drei leben zu Hause in schwierigen Verhältnissen, die Kinder so nicht erleben sollten. Der Vater hatte vor vier Jahren einen unverschuldeten schweren Verkehrs-unfall und kann seitdem nicht mehr arbeiten. Er trinkt oft Alkohol. Die Mutter ist durch die Krankheit und das Verhalten ihres Mannes in eine tiefe Traurigkeit gefallen. An manchen Tagen bleibt sie einfach im Bett liegen und schafft ihren Alltag nicht. Die Kinder werden nicht mehr regelmäßig mit sauberer Kleidung oder einem warmen Essen versorgt. Sie sind meistens auf sich allein gestellt. Tom wird somit zum Beschützer seiner jüngeren Geschwister. Er bezeichnet die Zeit vor dem Unfall des Vaters als „Die Zeit davor“ und die Zeit nach dem Unfall als „Die Zeit danach“. Tom erzählt seinen Geschwistern oft von der „Zeit davor“, als die Familie noch glücklich war.
Drei Tage vor Weihnachten hat der Weihnachtsmann auf einer Probefahrt eine Panne mit seinem Rentierschlitten und muss in Dingelsbek notlanden. Er trifft auf die drei „Rotznasenkinder“. Tom fasst einen ungeheuren Entschluss. Weihnachten soll in diesem Jahr für alle Kinder auf der Welt ausfallen. Er setzt den Weihnachtsmann in einer alten Scheune fest. Gelingt sein Plan?

Dieses Buch enthält Leerseiten, auf denen die Kinder selber illustrieren können. Daher ist die Papierstärke 200 g.
Als Autorin enmpfehle ich das Buch für Kinder ab 9 Jahren und somit auch der 3. und 4. Grundschulklasse als Lesestoff.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Erika Bock für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Die Rotznasenkinder von Dingelsbek


Alle Leute in Dingelsbek nannten sie die „Rotznasenkinder“.
     Die älteste Rotznase war Tom, zehn Jahre alt. Es folgten Hannes mit sieben Jahren und die kleine Marie mit fünf Jahren. Die drei Kinder hatten nie ein Taschentuch dabei, weil es zu Hause keine Taschentücher gab. Lief die Nase, so wischten sie den Schnodder kurzerhand am Ärmel des Pullovers oder der Jacke ab. Das war ziemlich ekelig! Deshalb wurden sie auch von fast allen gemieden.
     Tom und Hannes besuchten die Dorfschule. Auch hier galten sie als Außenseiter. Kein Kind wollte neben Tom oder Hannes am Tisch sitzen, da beide manchmal streng rochen. Schnell machte sich Mief im Klassenraum breit, so dass sich die Kinder die Nasen zuhielten.
     In der Pause wollte keiner mit ihnen spielen. Tom und Hannes standen immer allein auf dem Schulhof und wurden oft geärgert.
     Die Kinder riefen: „Rotznasen … Schnodderjungs … Miefmacher … bäh, bäh, bäh, bäh, bäh!“ Oft folgten noch viele schlimmere Schimpfwörter. Tom ließ sich nichts gefallen. Seine Wut steigerte sich unbändig. Ein Luftballon schien sich in seinem Bauch aufzublasen, bis er mit lautem Knall innerlich platzte. Dann schnappte er sich eines der Kinder und verprügelte es mit den Worten:
     „Sag das nicht noch einmal ... sonst!“ Er ließ offen, was das „Sonst“ bedeuten konnte. Manchmal zog er auch den Kürzeren dabei. Dann hatte er Schrammen an den Knien und blaue Flecken an den Armen. Erst vorgestern gab es solch eine brenzlige Situation. Zwei ältere Jungen hatten Hannes gepackt und drohten ihm:
     „He Rotznase, willst du mal Schnee fressen?“
     Hannes zappelte und trat mit den Füßen um sich. Er konnte sich jedoch nicht befreien und rief nach Tom. Als dieser die Hilferufe seines Bruders hörte, stürzte er sich augenblicklich auf die beiden größeren Jungen. Er riss sie von Hannes los und stieß einen von ihnen blitzschnell mit einem heftigen Fußtritt in den Schnee, so dass er hinfiel. Das reichte ihm jedoch noch nicht. Er griff sich auch den anderen Jungen, bog seinen Arm auf den Rücken, steckte seinen Kopf in einen Schneeberg und rief ihm zu:
     „Du willst Schnee fressen? Kannst du haben!“
     Der festgehaltene Junge schrie lauthals und spuckte den Schnee aus:
     „Lass mich in Ruhe du Rotznase!“
     Diese Prügelei wurde von dem Aufsichtslehrer nicht geduldet. Er schritt ein, zog Tom zur Seite und tadelte ihn:
     „Tom, es wird sich nicht geprügelt!“
     Tom erhielt zur Strafe eine zusätzliche Hausaufgabe. Die anderen beiden Jungen wurden nur verwarnt, da der Lehrer den Streit ja nicht von Beginn an verfolgt hatte. Sie stellten sich wortreich als Toms Opfer dar:
     „Herr Krüger, Tom hat angefangen!“, erklangen ihre weinerlichen Stimmen. Dabei sahen sie den Lehrer unschuldig an. Hinterher schlichen sie grinsend über den Schulhof. Wieder einmal fühlte sich Tom ungerecht behandelt. Er verstand die Welt schon lange nicht mehr. Warum war alles immer so ungerecht?
     Tom kannte noch andere Zeiten. Er sprach mit seinen Geschwistern öfter darüber, über „Die Zeit davor“, wie er sie nannte. In dieser Zeit waren die Eltern noch fröhlich gewesen. Es wurde zu Hause oft und viel gelacht. Abends lasen Vater oder Mutter vor dem Schlafengehen eine Gute-Nacht-Geschichte vor und verabschiedeten sich mit einem Kuss in die Nacht.
     An den Wochenenden machte die Familie schöne Ausflüge. Der Vater fuhr mit dem Auto gern ans Meer. Hier konnten die Kinder am Strand toben oder im Sand buddeln. Die Eltern sahen sich freudestrahlend an und hielten sich oft an den Händen.
     Als Tom fünf Jahre alt geworden war, hatte er ein kleines Fahrrad bekommen. Unermüdlich hatte der Vater mit ihm das Radfahren geübt. Zunächst hielt er ihn am Rücken fest und rannte neben ihm her, bis Tom die nötige Balance fand. Tom fühlte sich immer sicherer und fuhr schließlich jubelnd allein los. Vater lobte ihn lachend, und Tom war total stolz.
     Wenn der Vater nachmittags von der Arbeit kam, trank er zunächst einen Becher Kaffee. Danach rief er fröhlich durch das Haus:
     „Wo sind denn meine Jungs!“
     Er stürmte mit Tom und Hannes in den Garten. Marie war zu diesem Zeitpunkt noch zu klein. Vater spielte mit ihnen Fußball, Piraten, Räuber und Polizei. Er versteckte sich mit den Kindern im selbstgebauten Baumhaus, was dann in ihrer Phantasie zu einem Piratenschiff oder einer Räuberhöhle wurde. Das gemeinsame Spielen war einfach nur schön. Sie hatten viel Spaß miteinander gehabt.
     Die Mutter bereitete derweilen das Abendbrot zu. Alle setzten sich hungrig und lachend an den Tisch. Ja ... sie waren eine glückliche Familie gewesen!
     Aber dann kam die schlimme Zeit. Tom nannte sie „Die Zeit danach“. Sie war so traurig, dass man ein großes Fass voller Tränen damit füllen könnte. Der Vater hatte einen schweren Verkehrsunfall gehabt, an dem er nicht schuld gewesen war. Er lag wochenlang im Krankenhaus.
     Nach seiner Entlassung war er ein anderer Mensch. Ständig plagten ihn starke Rückenschmerzen. Sein rechtes Bein war mehrmals gebrochen, so dass er nun hinkte. Jeder Schritt bereitete ihm Schmerzen. Er konnte nicht mehr arbeiten und seine Familie nicht mehr ernähren. Sein geliebter Beruf als Feinmechaniker an der Maschine war Vergangenheit. Etwas war in ihm zerbrochen. Die kleine Rente reichte so gerade eben für den Lebensunterhalt der Familie.
     Zum Glück besaßen sie das kleine Häuschen mit Garten, das sie von Onkel Alfred geerbt hatten, so dass sie keine Miete zahlen mussten. Der Vater wurde von Tag zu Tag mürrischer. Die Mutter konnte ihn aus seiner Verzweiflung nicht herausholen und fiel selbst in eine tiefe Traurigkeit. Eigentlich wollte sie sich nach dem Unfall eine Halbtagsarbeit suchen, um etwas Geld zusätzlich zu verdienen. Doch dazu hätte sie in die nächste Stadt fahren müssen. Die Busverbindungen von Dingelsbek waren allerdings so schlecht, dass sie das Vorhaben bald aufgab. Ein Auto konnte sich die Familie nicht mehr leisten.
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