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Sünde des Schweigens
Verfasser: Rudolf Georg (1)
Verlag: Gmeiner (345)
VÖ: 11. September 2019
Genre: Kriminalroman (6360)
Seiten: 282
Themen: Anwälte (619), Entscheidungen (1540), Geiseln (71), Mali (6), Schweigen (175), Urlaub (690), Verdacht (577)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Mittelpunkt des Krimis steht ein junger Rechtsanwalt, der in einen schweren Gewissenskonflikt gestürzt wird. Sein Mandant und dessen Ehefrau gerieten während eines Abenteuerurlaubs in Geiselhaft; er kam zurück, sie starb. Langsam keimt in dem Anwalt ein ungeheuerlicher Verdacht auf, doch wie soll er sich zwischen der ihm von Gesetz auferlegten Schweigepflicht und seinem Gewissen entscheiden. Die Lösung, die er schließlich findet, ist gefährlich, denn sein Gegenspieler ist nicht zimperlich.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rudolf Georg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Rudolf Georg gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Und sie? Ich meine, ihre Leiche?«, wollte Joja wissen.
     »Die hatten die Terroristen wohl irgendwo verscharrt. Jedenfalls wurde sie erst Wochen später gefunden. Die Familie hat sie dann nach Deutschland bringen lassen, um sie hier beerdigen zu können.«
     »Entschuldige«, unterbrach Joja sie. »Muss ich jetzt nicht irgendwo abbiegen?« Inzwischen hatten sie die Schillerhöhe, die Wildpark- und die Rotenwaldstraße sowie die Geißeichstraße hinter sich gelassen, waren am Kräherwald entlanggefahren und an die Doggenburg gelangt.
     »Ja, da vorne in den Herdweg hinein und weiter unten noch einmal rechts in die Lessingstraße. Dann ist es gleich auf der rechten Seite.«
     Joja hatte Glück und fand einen Parkplatz direkt vor dem Haus. Die Frage, die er während der gesamten Fahrt erwartet hatte, lag förmlich in der Luft.
     »Glaubst du, er hat das ernst gemeint?«, begann Angelika.
     »Dass Schönfelder seine Frau umgebracht hat? Der alte Brendle macht ihm mit Sicherheit zum Vorwurf, dass seine Tochter tot ist. Schon allein, weil er mit ihr nach Mali gefahren ist. Aber ermordet?«
     »Den Geiselnehmern war bestimmt egal, wie es ihren Gefangenen ging. Aber leben sollten sie zumindest, damit es ein höheres Lösegeld gab.«
     »Wie hätte Schönfelder es auch anstellen sollen? In Geiselhaft?«, gab Joja zu bedenken.
     »Traust du es ihm zu?«, hakte sie nach.
     »Wer kennt einen Menschen schon so gut, dass er die Frage beantworten könnte? Der Alte scheint davon jedenfalls überzeugt zu sein.«
     »Wir werden es jetzt im Auto bestimmt nicht mehr klären.« Angelika machte Anstalten, die Tür zu öffnen.
     Joja hätte die Unterhaltung gerne noch fortgesetzt und wollte schon vorschlagen, den angebrochenen Tag woanders enden zu lassen, doch seine Worte gingen in einem heftigen Niesanfall unter. Die Nässe forderte ihren Tribut.
     »Probier es heute gar nicht erst«, wehrte Angelika seinen unbeholfenen Versuch mit Leichtigkeit ab. »Hör auf deine Sekretärin, bleib sitzen, fahr heim und kurier dich aus.« Mit diesen Worten öffnete sie rasch die Tür, drehte sich im Aussteigen noch einmal für ein kurzes »Tschüss! Und: gute Besserung!« zu ihm um und sah ihm hierbei ein wenig länger in die Augen, als es die knappe Verabschiedung erfordert hätte. Dann warf sie die Autotür ins Schloss und lief unter dem Regen hindurch rasch zu ihrer Haustür. Mit einem kurzen Winken verschwand sie dahinter.
     Joja sah ihr nach und wartete kurz, ob sich die Haustür noch einmal öffnen würde. Eine weitere Niesattacke beschleunigte jedoch seine Entscheidung, rasch nach Hause zu fahren und die aufkommende Erkältung abzuwehren. Unsicher, ob er eine Chance vertan hatte, beruhigte er sich letztlich damit, dass seine laufende Nase jede romantische Anwandlung im Keim erstickt hätte. Außerdem roch er wie ein nasser Hund, zumindest fühlte er sich wie einer. Wenigstens, dachte er, hatte Angelika gesagt, er solle es »heute« gar nicht erst probieren.
     Auf der Heimfahrt ließ er alles noch einmal Revue passieren. Gegenüber Angelika fühlte er eine Vertrautheit aufkeimen, die ihn selbst überraschte. Er schmunzelte und vergaß für einen Augenblick seinen bedauernswerten Zustand.
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