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TASCHENBUCH
 
Kommissar Steen ermittelt 4 - Die Tote am Borkumkai
Verfasser: Alfred Bekker (118)
Verlag: Klarant (576)
VÖ: 30. August 2019
Genre: Kriminalroman (6274)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 164 (Kindle-Version)
Themen: Kommissare (1519), Mord (4909), Ostfriesland (428), Schiffe (449), Verdacht (568)
Reihe: Kommissar Steen ermittelt (4)
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Am Borkumkai in Emden wird ein grausiger Fund gemacht: Ein menschlicher Arm hat sich in der Schiffsschraube der Fähre verfangen. Das Team um den Hauptkommissar Steen beginnt mit den Ermittlungen, denn schnell können sie einen Unfall ausschließen. Schon die Identifizierung des Opfers gestaltet sich schwierig, nicht weniger dann die Suche nach dem Motiv. Zunächst steht nur fest, dass das Opfer eine Frau war. Der Kapitän Frauko Willarts gerät in Verdacht. Aber ist er wirklich ein Mörder oder verbirgt er noch ein ganz anderes Geheimnis? Und je mehr die Ermittler um Kommissar Steen über die Tote vom Borkumkai in Ostfriesland herausfinden, desto klarer wird auch, dass dies eine Frau mit vielen Feinden war ...
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alfred Bekker gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1


Es war dunkel. Das unbeleuchtete Boot fuhr hinaus auf die Nordsee. Das Geräusch des flatternden Segels verlor sich in den Geräuschen der Nordsee. Der Wind verschluckte es fast. Es mischte sich mit dem Rauschen und Pfeifen und den vereinzelten Schreien von Möwen.
     Ein Schatten bewegte sich auf dem Boot, das sich jetzt etwas drehte. Es musste sich anstrengen, um nicht ein Spielball der teilweise entgegengesetzten Kräfte zu werden. Die Flut drückte das Wasser Richtung Dollart und Ems-Mündung, aber die Strömung der Ems genau entgegengesetzt Richtung Borkum.
     Die Segel wurden jetzt gelockert. Sie flatterten im Wind.
     Das Boot trieb dahin.
     Die seitlich kommenden Wellen sorgten dafür, dass es ordentlich schaukelte.
     Dem Schatten an Bord schien das nichts auszumachen.
     Er war das anscheinend gewöhnt, sodass es seinen Gleichgewichtssinn nicht beeinträchtigte. Die Gestalt trat an die Reling. Lichter waren in der Dunkelheit zu sehen und erinnerten aus der Ferne an den Schimmer von Sternen. Auf der einen Seite die Lichter von Delfzijl in Holland, im Osten die der Siedlungen an der Knock und auf der Krummhörn. Der Schimmer hinter dem Horizont musste Emden sein. Und im Norden, Richtung Borkum leuchtete auch irgendetwas. Vielleicht ein Leuchtturm. Die Fähre war es nicht, denn die würde erst am Morgen wieder zwischen der Insel und dem sogenannten Borkumkai des Emder Außenhafens verkehren, um jede Menge Touristen hin und her zu bringen.
     Die einen hatten ihren Urlaub gerade vor sich, für die anderen war er zu Ende. Und Pendler zwischen Insel und Festland gab es natürlich auch.
     Der Schatten öffnete jetzt die Kajüte.
     Niemand hätte das sehen können, selbst ein hypothetischer Beobachter nicht, auch wenn er sich in unmittelbarer Nähe befunden hätte. Dazu war es einfach zu dunkel, zumal jetzt auch noch der Mond für einige Zeit von dahinziehenden Wolken bedeckt wurde.
     Aber man konnte hören, was der Schatten tat, denn beim Öffnen der Kajüte entstand ein durchdringender, quietschender Laut.
     Der Schatten stieg die wenigen Stufen hinab ins Innere.
     Nur Augenblicke später schleifte er etwas an Deck.
     Dann hievte er dieses Etwas über die Reling.
     Es war ein menschlicher Körper.
     Eine Hand verhakte sich im Sicherheitsnetz an der Reling.
     Wenig später plumpste der Körper ins Wasser.
     Ein Mensch, der dort sein nasses Grab finden würde.
     In Ewigkeit.
     Für ein paar Augenblicke fiel das fahle Licht des nun wieder durch die Wolken hindurchschimmernden Mondes auf den treibenden Leichnam. Für kurze Zeit war der Körper noch an der grauen Wasseroberfläche zu sehen.
     Dann hatte die See ihn verschluckt  wie so viele zuvor auch schon.
     »Wat mutt dat mutt«, sagte eine Stimme, deren Klang sich mit dem Wind, dem Möwengeschrei und dem Meeresrauschen so vermischte, dass all das zusammen einen mehr oder minder gespenstischen Chor ergab.
     Wenig später wurden die Segel wieder angezogen. Der Wind drückte hinein. Das Boot gewann schnell Fahrt, fuhr noch ein Stück Richtung Delfzijl und drehte dann in einem weiten Bogen, um sich anschließend wieder in Richtung der ostfriesischen Küste zu bewegen.


Kapitel 2


Kriminalhauptkommissar Steen aß an diesem sonnigen Morgen im Emder Stadtgartencafé sein Frühstück und genoss die Aussicht auf den Ratsdelft. Es war ein diesiger, kühler Tag. Ein böiger Wind blies aus Nordwest durch die Häuserzeilen von Emden.
     Steen war in Gedanken versunken.
     Die letzten Tage waren auf seiner Dienststelle ausnahmsweise mal ruhig und gemächlich verlaufen. Und vor allem ohne Stress. Also alles in allem genau so, wie er es mochte.
     »Na, Moin! Wat machst du denn hier?«, drang eine etwas schrill klingende, sehr hohe Frauenstimme in Steens Bewusstsein.
     Eine Stimme, die Steen sofort wiedererkannte  obwohl er sie gerne vergessen hätte.
     Muss das jetzt wirklich sein?, dachte er. Und dabei hatte der Morgen so schön begonnen.
     Die Frau setzte sich zu ihm.
     Sie war in Steens Alter. Etwa fünfzig. Und da sie sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert hatte, gab es eigentlich nur drei Merkmale an ihr, die gleich geblieben waren: die schrille Stimme und das boshafte Glitzern in ihren Augen. Und das schiefe Lächeln. Ein falsches, von Schadenfreude geprägtes Lächeln, das Steen schon früher nicht hatte ausstehen können.
     Er sah sie nicht an.
     Sie setzte sich zu ihm.
     »Heh, mal wieder da oben Ebbe bei Ebbo!«, sagte sie und zeigte dabei auf Ebbo Steens Stirn. Ihr schiefes Lachen wurde dabei noch breiter. »Das hat doch unser Lehrer damals zu dir gesagt, nicht wahr?«
     »Hm.«
     »Das war echt witzig. Ich könnte mich heute noch vollmachen vor Lachen.«
     »Ach, wirklich?«
     »Mann, war das lustig damals!«
     »Kennen wir uns?«
     »Ebbo, jetzt tu doch nicht so! Da sehen wir uns nach Jahrzehnten mal wieder und du bist immer noch die Spaßbremse, wie sie im Buche steht!«
     »Du musst mich mit jemandem verwechseln.«
     »Ebbo!«
     »Niemand nennt mich noch Ebbo!«
     »Ja, wie soll ich dich denn sonst nennen? Herr Steen vielleicht? Komm, jetzt mach dich nicht lächerlich. So spießig kannst doch selbst du nicht geworden sein!«
     »Du kannst mich gerne Kommissar nennen«, sagte Steen.
     »Ich kann doch nicht Kommissar zu dir sagen! Hallo! Wer bin ich denn! Mareike Willarts sitzt hier, deine ehemalige Mitschülerin!« Sie kicherte. Eine Fünfzigjährige, die wie eine Zwölfjährige kicherte. Gegen so etwas sollte es Gesetze geben, dachte Steen.
     »Ich weiß, wer da sitzt. Und ich weiß, dass ich meine Dienstwaffe ziehe und dich erschieße, wenn du noch einmal Ebbo zu mir sagst.«
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