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Die englische Fürstin
Verfasser: Sabine Weigand (11)
Verlag: Fischer (1614) und Krüger (97)
VÖ: 28. August 2019
Genre: Historischer Roman (4130)
Seiten: 576
Themen: 20. Jahrhundert (77), Adel (350), Berlin (1018), Deutschland (675), Erster Weltkrieg (162), Fürsten (152), Kaiser (129), London (1543), Schlesien (21)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 10. Dezember 2019 um 22:50 Uhr (Schulnote 1):
» Im Buch Die englische Fürstin Zwischen Glanz und Rebellion beleuchtet die Autorin Sabine Weigand das Leben von Daisy von Pless, einer englischen Aristokratin die einen deutschen Fürsten heiratet. Die Lebensgeschichte ist als Roman angelegt und vielfach werden die Ereignisse aus der Sicht von Daisy erzählt. Ihre Gedankenwelt ändert sich im Laufe der Zeit und als Leser/in erlebt man die Änderung von einer verwöhnten jungen Frau zu einer reifen Persönlichkeit die das Schicksal der unteren Bevölkerungsschicht berührt.

Daisys Welt unterliegt starken Wandlungen die im Roman in kurzer geschichtlicher Form eingeflochten werden. Die damaligen Ereignisse haben viele Veränderungen hervorgebracht und werden auf gute Art in die Geschichte integriert. Der Schreibstil ist fesselnd und bildhaft, die damalige Zeit erwacht zum Leben und als Leserin habe ich Anteil an den Sorgen und Nöten von Daisy gehabt. Ihre Bemühungen den 1. Weltkrieg zu verhindern werden eindringlich geschildert und auch ihre Verzweiflung als es ihr nicht gelingt ist greifbar. Insgesamt ein informatives und interessantes Frauenportrait aus dieser Zeit. Auch die Anmerkungen der Autorin zu ihrer Informationssuche und was dichterische Freiheit und was belegt ist fand ich lesenswert.«
  11      0        – geschrieben von manu63
Kommentar vom 20. Oktober 2019 um 16:13 Uhr (Schulnote 2):
» Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, genannt Daisy, wächst als englische Adelstochter auf. Die Eltern sind finanziell nicht besonders gut gestellt und so muss die Ausbildung der Tochter sich auf das Nötigste beschränken. Ziel ist es daher, sie möglichst bald mit einem gut betuchten Mann zu verheiraten. Sie muss den 12 Jahre älteren Hans Heinrich XV., Graf von Hochberg, Fürst von Pless, heiraten. Mit ihm geht sie nach Deutschland und lebt dort im Schloss Fürstenstein. Ihr Mann erwartet, dass sie ihm einen Erben schenkt, doch sie wird nicht schwanger. War sie in England recht frei aufgewachsen, so eckt sie nach der Hochzeit ständig an. Ihr Ehemann legt Wert auf Etikette und Abstand zum niedrigen Volk. Die Männer sind sehr von ihr angetan, auch der Kaiser. Daisy ist nicht wirklich glücklich. Als sie erkennt, wie es den Arbeitern in den Kohlebergwerken ergeht, setzt sie sich heimlich für die Armen ein. Ihr Interesse an Politik wächst. Als der Erste Weltkrieg droht, versucht sie zu vermitteln, doch als Engländerin gerät sie zwischen die Fronten.
Das Buch liest sich sehr angenehm und gibt einen guten Einblick in das Leben bei Hofe und in die Zeit. Viele Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man einen umfassenden Überblick bekommt.
Anfangs war Daisy noch ziemlich naiv, aber sie entwickelt sich zu einer starken Frau, die etwas bewegen will und weiß, wie sie das schaffen kann. Ihr Mann wirkt neben ihr sehr blass. Während er sie zunächst sehr einengt, nimmt er sich alle Rechte heraus. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere, die gut dargestellt sind.
Eine authentische Geschichte, die mir gut gefallen hat. Im Nachwort erklärt die Autorin, was Realität und was Fiktion ist.
Ein unterhaltsamer historischer Roman um eine starke Frau.«
  10      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 22. September 2019 um 15:38 Uhr:
» Das Portrait einer faszinierenden Persönlichkeit

Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, Fürstin von Pless, Gräfin von Hochberg und Freifrau zu Fürstenstein – das Portrait einer faszinierenden Persönlichkeit

„Ich habe versucht, dich zu lieben.“ (Daisy – Mary Theresa Olivia Cornwallis-West)
„Das ist nett von dir, meine Liebe, aber nicht nötig.“ (Fürst Hans Heinrich von Pless, Graf von Hochberg)

Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, „Daisy“ genannt, ist das erstgeborene Kind einer Aristokratenfamilie, ein temperamentvoller und ungezähmter Wildfang. Die prekäre finanzielle Lage veranlasst ihre Eltern dazu, ehrgeizige Heiratspläne für ihre Tochter zu schmieden. Als Debütantin bezaubert Daisy bei ihrer Einführung in die Gesellschaft mit ihrer Schönheit und ihrem Charme, sie wird umschwärmt und erobert die Männerwelt Londons im Sturm. Die Werbung eines schwerreichen Fürsten aus deutschem Uradel bedeutet für Daisys Eltern die Erfüllung all ihrer Träume. Obgleich das Mädchen den langweiligen, kühlen und äußerst reservierten Dreißigjährigen nicht mag, bleibt ihr keine Wahl. Nach der Eheschließung mit Fürst Hans Heinrich von Pless muss die Achtzehnjährige ihre Familie und ihr Heimatland verlassen und sich in ihr neues Leben im prunkvollen Fürstenstein einfügen, das von Vorschriften, Verboten und Zwängen beherrscht ist.

Sabine Weigand erzählt in diesem beeindruckenden Portrait die Geschichte einer wenig bekannten, faszinierenden Persönlichkeit und nimmt ihre Leser mit auf eine interessante Reise, die im Jahre 1883 beginnt. Die Erzählperspektive der Autorin wechselt mit Erinnerungen Daisys als Ich-Erzählerin, diverse Zeitungsartikel über die Fürstin, aber auch die Wiedergabe zahlreicher Briefe aus Korrespondenzen mit der Fürstin bereichern dieses Buch ungemein. Sabine Weigand Autorin konzentriert sich in erster Linie auf die Lebensgeschichte ihrer Protagonistin, dank ihrer hervorragenden Recherchearbeit fungieren die politischen Ereignisse jener Zeit als aufwühlende Rahmenhandlung. Man erfährt von Daisys Schwierigkeiten, sich in Deutschland zurechtzufinden, ihrem Ringen um die Zuneigung ihres kalten und unnahbaren Ehemannes sowie die Geburt ihrer gemeinsamen Kinder. Das Luxusleben der englischen Fürstin in ihrem prunkvollen Zuhause wird ebenso thematisiert wie der verschwenderische Umgang ihres Ehemannes mit seinem Reichtum oder das Aufbegehren der jungen Ehefrau, wenn es um soziale Gerechtigkeit und Wohltätigkeit geht. Entgegen der Kälte und Gleichgültigkeit ihres Ehemannes den Armen gegenüber riskiert Daisy sehr viel, setzt sich laufend über Hans Friedrichs ausdrückliche Verbote hinweg, um Not und Elend zu lindern. Die junge Fürstin wird von der Bevölkerung hochgeschätzt und als „Engel von Waldenburg“ verehrt. Durch ihr mutiges Engagement und dank ihrer diplomatischen Art ist ihr sogar Kaiser Wilhelm sehr zugetan. Doch als Europa zielstrebig auf einen Krieg zusteuert, scheitert auch Daisy mit ihren Bemühungen, auf die Regenten und hochrangige Entscheidungsträger positiv einzuwirken.

Die Figuren dieser Handlung wurden sehr detailliert ausgearbeitet, den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten großzügig Raum gegeben. Daisy und Hans Friedrich sind zwei starke Protagonisten, gefangen in einer lieblosen Ehe und völlig konträr im Denken und Handeln. Ihnen wurden zahlreiche Nebenfiguren – fiktive, wie auch historisch belegte Persönlichkeiten – zur Seite gestellt. Meine größte Sympathie galt dem bescheidenen und treuen Joschi Siebenbürger, der von Daisy unter die Fittiche genommen wurde und schon bald als persönlicher Begleiter und Beschützer der Fürstin fungierte. Auch die liebevolle alte Bedienstete namens Emma Kollischan zählte zu meinen absoluten Favoriten – die lebenskluge Frau mit dem großen Herzen erwies sich für Daisy als ganz besonderer Segen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ausnehmend gut gefallen. Die persönliche Geschichte der Daisy von Pless wurde durch die Emotionen, Gedanken und Träume der jungen Frau bereichert. Die politische Situation in Europa und der Ausbruch des Krieges stellten wertvolle geschichtliche Hintergrundinformationen dar. Das verschwenderische und prunkvolle Leben des Adels und die herrschenden Standesdünkel bildeten einen starken Kontrast zum Überlebenskampf der bettelarmen, hungernden Bevölkerung. Sabine Weigand legte besonderes Augenmerk auf die Arbeiter in den Kohlebergwerken des Fürsten. Die Geschichte des bettelarmen Bergarbeitersohnes Josef Siebenbürger wurde kapitelweise als „Joschis Geschichte“ eingebunden. Soziale Missstände, bittere Armut, aber auch das Aufgebehren der Bevölkerung waren gewichtige Themen dieses Buches.

Durch die zahlreiche Korrespondenz der Fürstin darf der Leser die Ereignisse intensiv miterleben. Angesichts der Vielzahl an Namen empfand ich das im Buch befindliche Personenregister als wichtiges Element. Der für mich interessanteste Abschnitt war der Anhang, in dem die Autorin nicht nur die wichtigsten Eckdaten des Lebens der Daisy von Pless dokumentierte«
  21      0        – geschrieben von LEXI
Kommentar vom 4. September 2019 um 23:57 Uhr (Schulnote 1):
» Die Geschichte der Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, die Fürstin Daisy von Pless wurde.
Das Buch beginnt 1883, wo Daisy in England kurz vor ihrem Debüt steht und auf den Fürsten Hans von Pless trifft. Ein perfekter Ehemann für ihre verarmte Familie. Und sie ist das perfekte, hübsche Aushängeschild für Hans. Mit der steifen Etikette in Deutschland hat Daisy so ihre Schwierigkeiten und auch mit der Lieblosigkeit ihres Ehemannes, obwohl sie sich sehr bemüht.
Doch Daisy entwickelt sich weiter, erkennt die Missstände der armen Bevölkerung und ver-sucht diese zu ändern. Dann kommt der Krieg und verändert alles, wo sie sich doch so bemühte diesen zu verhindern. Denn im Gegensatz zu den Regierenden sieht sie nichts Gutes voraus.
Daisy von Pless war mir bisher als historische Person gänzlich unbekannt, obwohl sie zu ihrer Zeit in der Gesellschaft unheimlich bekannt und viel erwähnt war. Das hat sich durch dieses Buch geändert und hat zudem noch weitere geschichtliche Hintergründe vermittelt.

Ein sehr gut zu lesender Schreibstil. Es wird aus der Sicht Daisys erzählt, dazu Eintragungen aus ihrem Tagebuch, Zeitungsmeldungen und Briefe die sie bekam, oder verschickt hat.
Neben Daisy sind auch noch andere Charaktere wichtige Figuren in diesem gut zu lesenden Buch. Wie Joschi, aus ganz armen Verhältnissen, den die Liebe zu Pferde an den Plessschen Hof bringt. Daisy findet Menschlichkeit auch eher bei einer älteren Angestellten, bei ihrer Zofe.
Auf jeden Fall ist die gesamte Geschichte sehr gelungen und Daisys Schicksal ist schon berüh-rend. Ihre Geschichte ist aufgrund eines Besuches der Autorin in Polen entstanden und wirklich intensiv und gut recherchiert. Der Aufbau in Daisys Lebensabschnitte gefällt mir, ebenso emp-fand ich das Nachwort der Autorin als wichtig und sehr informativ.«
  7      0        – geschrieben von Everett
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