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Laine Roux 1 - Der Kreis der Wächter
Verfasser: Lou M. Winter (1)
Verlag: Eigenverlag (13593)
VÖ: 27. Mai 2019
Genre: Fantasy (9972) und Jugendliteratur (5927)
Seiten: 362
Themen: Außenseiter (175), Erste Liebe (160), Geheimnisse (3601), Internat (278), Wächter (62)
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Laine beginnt einen Neuanfang an einem Internat, gewöhnt sich schnell ein und kann auch einige der Schüler als Freunde für sich gewinnen. Mit der ersten Liebe kommt sie einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur, welches ihr Leben grundlegend verändern könnte.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lou M. Winter für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lou M. Winter gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Es klopft an der Tür und meine Mutter steckt den Kopf ins Zimmer. »Ich hole Papa ab.«
     »Ok.«
     Sie schließt die Tür, um sie dann sofort wieder zu öffnen. »Brauchst du vielleicht Hilfe beim Packen?«
     »Wieso?«, frage ich, selbst wenn ich die Antwort darauf schon kenne. In ihrem Gesicht liegt Unbehagen über das hier herrschende Chaos.
     »Ach, nur so.« Ihr skeptischer Blick wandert durch mein Zimmer.
     »Ich gebe meinen Sachen nur eine höhere Anordnungsfreiheit«, behaupte ich.
     »Und wann gedenkst du diese Freiheit wieder zu beschränken?«
     »Ich befürchte, das könnte noch dauern.«
     »Sieh aber zu, dass du bis Sonntag fertig bist.«
     »Klar.«
     Die Tür geht zu und die Schritte meiner Mutter entfernen sich. Ich lege die Broschüre zur Seite, mache es mir auf meinem Bett bequem und nehme das Buch, das ich mir gestern in der Stadt gekauft habe: ›Der Elektrische Mönch‹ von Douglas Adams. Es verspricht einen viel amüsanteren Zeitvertreib als das Packen. Der Wortwitz und die absurden Welten, die Adams in seinen Büchern erschafft, faszinieren mich. Mittlerweile habe ich alle fünf Teile aus der Serie ›Per Anhalter durch die Galaxis‹ verschlungen und widme mich nun seinen Spätwerken, die, wie ich feststelle, nicht minder lustig sind. Ich lese bis zum Abendessen und anschließend bis weit nach Mitternacht. Nur die Müdigkeit bringt mich dazu, das Buch zur Seite zu legen und zu schlafen.

In einem kleinen Raum stehen die Möbel wirr verteilt, das fahle Licht lässt die Farben staubig und leblos erscheinen. Schulbücher, Ordner, Stifte und Blätter liegen auf rauen Holzdielen. Als ich mich hinunterbeuge, um nach einem Mathebuch zu greifen, lässt mich ein Geräusch herumfahren. Die Luft flimmert, gesichtslose Schatten zucken durch mein Blickfeld. Kälte frisst sich in meine Haut. Der Raum bewegt sich, ich verliere den Halt. Panisch kralle ich mich an ein abgewetztes Sofa. Der Boden löst sich Stück für Stück auf und ich stürze in die Tiefe.
     Ich schnelle aus dem Schlaf. Mit zittrigen Fingern taste ich nach dem Schalter der Nachttischlampe und knipse das Licht an. Der sanfte kegelförmige Schein offenbart die vertraute Realität, die mich beruhigen sollte. Aber das Echo des Albtraums, das Gefühl zu fallen, lässt mein Herz immer noch aufgeregt schlagen. Aus der Nachttischschublade hole ich eine Schmuckschatulle und entnehme ihr einen Bergkristallanhänger, der an einer silbernen Kette hängt. Der helle Quarz schimmert im Schein der Lampe. In der Mitte des Steines steckt in einer Bohrung ein schwarzes Haar, das durch die gläserne Struktur leicht verschwommen wirkt. Ich schließe meine Hand um den Anhänger, reibe mit dem Daumen über die glatte Oberfläche, über die goldene Kappe mit der goldenen Öse, die das Haar verschlossen hält. Als ich mir die Kette umlege und sich der kühle Stein an meine Haut schmiegt, keimt in mir das Gefühl auf, beschützt zu werden. Ich bette den Kopf zurück auf mein Kissen und starre nachdenklich in die Halbschatten des Zimmers. Die Welt erscheint einfacher, weniger beängstigend, wenn ich den Anhänger trage.

     Meine Mutter schenkte ihn mir zum achten Geburtstag mit dem Hinweis, dass er über mich wachen würde, wenn ich mich allein fühle oder Angst habe. Damals als Kind, als mein Verstand noch nicht das Unerklärliche abtat, passte dieser mysteriöse Anhänger in meine Lebenswirklichkeit. Doch je älter ich werde, desto stärker kollidiert sein Einfluss auf mich mit der Logik. Was hat dieser Stein an sich, dass er am Hals getragen so balsamgleich mein Gemüt beruhigt?
     Meine Mutter verschwieg mir, wo sie ihn kaufte. Das sei ihr Geheimnis und egal wie sehr ich sie auch zu einer Antwort drängte, sie schwieg mit einem milden Lächeln auf den Lippen. Ich weiß nicht, ob sie mich nur ärgern wollte oder ob sie etwas verbirgt. So oder so, ich fand mich damit ab, dass mir die Herkunft des Anhängers unbekannt bleibt. Doch würde mir diese Information überhaupt einen Hinweis auf seine Wirkung geben? Ich knipse das Licht aus und schließe die Augen. Vermutlich nicht.
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