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TASCHENBUCH
 
Laine Roux 1 - Der Kreis der Wächter
Verfasser: Lou M. Winter (1)
Verlag: Eigenverlag (13593)
VÖ: 27. Mai 2019
Genre: Fantasy (9972) und Jugendliteratur (5927)
Seiten: 362
Themen: Außenseiter (175), Erste Liebe (160), Geheimnisse (3601), Internat (278), Wächter (62)
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Laine beginnt einen Neuanfang an einem Internat, gewöhnt sich schnell ein und kann auch einige der Schüler als Freunde für sich gewinnen. Mit der ersten Liebe kommt sie einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur, welches ihr Leben grundlegend verändern könnte.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lou M. Winter für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lou M. Winter gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog

Tu nobis lucem, Lucia, dedisti.
Du, Lucia, hast uns das Licht anvertraut.


In den tiefen Verliesen der Folterknechte hauchtest du dein Leben aus. Du, du schönste Seele. Mit scharfem Verstand, weisem Herz und Liebe in den Augen. Als Hexe verleugnet, von Narren beschuldigt, der Körper gemartert und von Grausamkeit zugrunde gerichtet. Niemals werde ich deine Qual vergessen, die du in all dem Schmutz, dem Gestank, inmitten dieses menschlichen Abgrundes erdulden musstest.
     Selbst dort leuchtete dein Antlitz in der Sanftheit eines Geschöpfes, das nicht von dieser Welt stammt. Wie ein Engel, der den Menschen nicht versteht, ihn nicht fürchtet, wie es ratsam wäre.
     Bei allem, was mir heilig ist, ich schwöre, deinen Kindern wird es an nichts fehlen, so wie all jenen, die deinem Wesen gleichen.

Aus dem Tagebuch des Pfarrers Bartholomäus Schenk
Hamburg, 04. April im Jahre 1646


I.


Bis auf ein paar Jungen aus meiner Klasse, die nach Schulschluss Fußball spielen, ist der Pausenhof verlassen. Ich werfe ihnen einen kurzen Blick zu, als ich vorbeigehe. Trotz der winterlichen Temperaturen tragen sie nur T-Shirts; ihre Rucksäcke, Jacken und Pullover liegen auf einem Haufen am Spielfeldrand. Wie üblich fließen in ihre lautstarke Unterhaltung zahlreiche Schimpfwörter, die sie sich mit aufgeplusterten Gesten an den Kopf werfen. Heute sehe ich sie zum letzten Mal und ich werde sie nicht vermissen, niemanden von der Schule.
     Kaum lasse ich das Spielfeld hinter mir, trifft mich der Fußball mit voller Wucht am Rücken. Trotz des ziehenden Schmerzes setze ich ein Lächeln auf und drehe mich um. Das Objekt des Anschlags – harmlos, wie es nun aussieht – rollt den leicht abschüssigen Pfad runter, hin zu Jonas, der ihn aufnimmt und lässig unter den Arm klemmt. »Hey Laine, war keine Absicht.« Sein Grinsen zeigt unmissverständlich, dass er lügt.
     »Natürlich nicht. Ich weiß doch, wie du Fußball spielst«, erwidere ich.
     »Was soll das denn heißen?« Jonas Gesicht verfinstert sich. Er kennt mich gut genug, um eine Beleidigung hinter dieser Aussage zu wittern.
     »Denk mal scharf nach, auch wenn das nicht deine Stärke ist.«
     »Und das ist der Grund, warum dich keiner leiden kann«, schnaubt Jonas. »Du bist ein arrogantes Miststück.«
     Ich seufze gespielt enttäuscht. »Wie wäre es, wenn du mir etwas sagst, das ich noch nicht weiß?« Ich gehe weiter, während Jonas Zuspruch bei seinen Freunden sucht. Er lästert über mich – laut genug, damit ich ihn auf meinem Weg vom Schulgelände höre. Ich sei eine nervtötende Schlampe und er froh, dass ich endlich verschwinde.
     Als ich vor eineinhalb Jahren auf dieses Gymnasium wechselte, nahm ich mir fest vor, ausnahmsweise mal nicht überall anzuecken. Das ist der Vorteil an den regelmäßigen Umzügen und den damit einhergehenden Schulwechseln: Bei jedem von ihnen kann ich ohne Vorgeschichte in einer neuen Klasse auftreten. Doch mein guter Vorsatz hielt nicht lange an und so formte sich auch in dieser Schule der gewohnte Feindeskreis. Meine Persönlichkeit provoziert. Man sagt mir mangelndes Feingefühl nach, oder wie es mein Vater einmal ausdrückte: »Laine, du hast die Sensibilität eines Steinschlags.«
     Hinzu kommt, dass ich ein menschlicher Lügendetektor bin. Ich erkenne, was mein Gegenüber denkt oder fühlt. Ich sehe es in seiner Mimik, in der Körperhaltung und höre es im Klang der Stimme. Täuschungen, Unsicherheiten oder Geheimnisse bleiben mir nicht verborgen. Und scheinbar qualifiziert mich das zu einer Persona non grata. Man will nichts mit mir zu tun haben. Denn Ehrlichkeit wird häufiger gemieden, als man glauben mag.
     Das Hupen eines Autos lässt mich in meinen Gedanken innehalten. Ich habe den Parkplatz der Schule erreicht und an dem Wendekreis, an dem die Eltern immer mit ihren Autos stehen, entdecke ich den silberfarbenen Kombi meiner Mutter. Richtig, sie holt mich heute ab. Noch so eine Sache, ich neige dazu, Termine zu vergessen.
     Ich gehe zum Auto und öffne die Seitentür.
     »Wie war dein letzter Schultag?«, fragt mich meine Mutter mit einem strahlenden Lächeln.
     »Hinreißend.« Ich schiebe meine Tasche auf die Rückbank, setze mich auf den Beifahrersitz und schnalle mich an.
     »So schlimm also?« Meine Mutter startet den Motor. Abgesehen von ihrem freundlichen und etwas aufgedrehten Charakter ist mir meine Mutter recht ähnlich. Zumindest wenn es mein Aussehen betrifft. Ihren Genen verdanke ich die grünen Augen, die symmetrischen Gesichtszüge, die braunen, langen Haare und den schlanken Wuchs. Das ganze Paket sieht mit einem Lächeln allerdings besser aus und damit ist meine Mutter die attraktivere von uns beiden. Obwohl ich den gesellschaftlichen Wahn nach Jugend auf meiner Seite habe. Siebzehn zarte Jahre und ein angenehmes Äußeres sorgen eben nicht automatisch für Beliebtheit, so das ernüchternde Ergebnis meiner persönlichen Erfahrungen.
     »Ich dachte, wir zwei gehen noch essen, bevor wir nach Hause fahren«, sagt meine Mutter.
     »Warum?«
     »Wie warum? Bald sehe ich dich doch kaum noch.« In der Stimme meiner Mutter flirrt Traurigkeit.
     Mein anstehender Schulwechsel leitet für meine Familie eine gravierende Veränderung ein. Denn diesmal kommt er nicht durch einen neuen Arbeitsplatz meines Vaters zustande, sondern durch das Stipendium, das ich vor drei Monaten erhielt. Es sichert mir die volle Bezahlung der Gebühren und eine Unterkunft im St. Lucia Gymnasium, einem privaten Internat für Hochbegabte. Das bedeutet aber, dass ich in Zukunft nur noch jedes dritte Wochenende nach Hause fahre; ein Umstand, mit dem sich meine Mutter nicht recht anfreunden kann.
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