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TASCHENBUCH
 
Wenn Apfelbäume sprechen könnten
Verfasser: Lisa Torberg (23)
Verlag: Eigenverlag (14862)
VÖ: 31. Juli 2019
Genre: Romantische Literatur (18509)
Seiten: 212 (Kindle Edition), 264 (Taschenbuch-Version)
Themen: Äpfel (8), Ernte (3), Filme (128), Geheimnisse (3816), Südtirol (62)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Liesi Thaler lebt mit ihrer neunzigjährigen Großmutter Filomena auf dem Apfelhof. Wie schon die Frauen vor ihr führt sie das Erbe ihrer Familie fort. Ihr Heimatort unweit von Meran ist ein beschauliches Fleckchen, seine Einwohner freundlich, das Leben von gegenseitigem Respekt geprägt. Doch dann kommt es zu eigenartigen Vorkommnissen auf ihren Apfelwiesen. Die Ernte, und somit ihre Existenz, steht auf dem Spiel. So geht sie auf den Vorschlag des Bürgermeisters ein und stellt ihren Hof als Drehort für einen Film zur Verfügung.
Der Regisseur entpuppt sich jedoch als gewalttätiger Säufer, und Bertl, ihr bester Freund seit Kindertagen, meldet plötzlich Besitzansprüche auf sie an. Schließlich tritt auch noch der Filmproduzent Chris Bergmann in ihr Leben, der Interesse an ihrem Hof und im Besonderen an den drei uralten Apfelbäumen vor dem Haus zu haben scheint. Weshalb interessiert er sich für die Geschichte ihrer Familie? Je näher Liesi dem attraktiven Mann kommt, umso verwirrter ist sie. Welches Geheimnis verbirgt er?
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
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     »Eben!«, rief der Bertl laut.
     »Schrei doch nicht herum, sonst glauben die Leute im Wartezimmer weiß Gott was!«, wies ihn die Ärztin zurecht.
     »Das tun sie sowieso«, murmelte er.
     »Ja, weil du mich auf den Armen hereingetragen hast, als ob ich bewusstlos gewesen wär!«, meckerte Liesi.
     »Kinder, es nutzt niemandem was, wenn ihr beide euch auch deswegen streitet, ihr kriegts euch ohnehin ständig in die Haare.« Traudl ging hinüber zu ihrem Schreibtisch und beugte sich über die Tastatur. »Ich verschreibe dir jetzt die Salbe, die du dreimal täglich auf die blauen Flecken schmierst. Und trink viel heißen Tee, am besten aus Eibischwurzeln oder Malve.«
     Der Drucker spuckte das Rezept aus, sie nahm es und kam auf Liesi zu, die sich mittlerweile aufgesetzt hatte und ihre nackten Beine schaukeln ließ. Traudl blieb vor ihr stehen und ließ ihren Blick von ihrem Gesicht bis zu den Zehenspitzen gleiten.
     »Und als Freundin verordne ich dir, dringend aus diesem lächerlichen Dirndl rauszukommen und wieder Hosen anzuziehen. Diese nackerten Waden passen einfach nicht zu dir.«
     »Sag jetzt nicht, dass ich keine schönen Beine habe«, meinte Liesi grinsend.
     »Die schönsten«, brummte Bertl, woraufhin die beiden Frauen sich einen einvernehmlichen Blick zuwarfen und sich Liesis Kehle ein tiefer Seufzer entrang.
     »Du musst es ihm sagen«, formulierte Traudl wortlos – und wie immer zuckte Liesi zur Antwort mit den Achseln und verdrehte die Augen.
     »Ich muss jetzt den Nächsten rufen«, fuhr die Ärztin daraufhin laut fort. »Ich weiß nicht, ob es sich zeitlich ausgeht, aber vielleicht komme ich morgen bei dir vorbei. Wann wirst du daheim sein?«
     »Ich habe ehrlich gesagt nicht vor, das Haus zu verlassen, bis diese Flecken nicht verschwunden sind, und wenn, dann fahre ich nur die Apfelwiesen kontrollieren.« Liesi sprang von der Liege und griff nach dem Golfkäppi, das sie vorhin abgenommen hatte. Jetzt setzte sie es wieder auf und die Sonnenbrille ebenfalls.
     »Das sind Würgemale, Liesi, keine Knutschflecken. Dafür brauchst du dich nicht zu genieren.« Traudl stupste sie unter dem Kinn an, sodass sie aufsah.
     »Das tu ich nicht. Aber ich brauch damit auch nicht herumzulaufen. Die Leute reden ohnehin viel zu viel.«
     »Und was machst du mit dem Film? Die haben dir doch schon einen Vorschuss gezahlt.«
     Liesi schüttelte den Kopf. »Nein, noch nicht. Der wird nach der Golfplatzszene überwiesen, also wahrscheinlich morgen. Und sobald ich das Geld habe, schreibe ich denen eine Mail, dass sie sich einen anderen Drehort suchen sollen.«
     »Aber du hast einen Vertrag unterschrieben. Vielleicht solltest du mit dem Bürgermeister ...«
     »Lass den Bürgermeister aus dem Spiel«, unterbrach Bertl die Ärztin und legte schützend einen Arm um Liesis Schultern. »Die Sache ist erledigt, wie du gehört hast. Schluss. Aus. Ende. Und wenn die Liesi den Regisseur nicht anzeigen will, dann können wir sie nicht dazu zwingen. Aber ich hab vorhin eh schon mit dem Handy Fotos von den Abdrücken gemacht, die seine verdammten Griffel auf Liesis Hals hinterlassen haben. Sobald die Produzenten die sehen, werden sie sicher nicht auf die Einhaltung des Vertrags bestehen.«
     »Damit hast du auch wieder recht«, pflichtete ihm Traudl bei.
     In Liesis Kopf hingegen hatten die Worte ihres besten Freundes einen stechenden Schmerz ausgelöst – wie schon so oft. Sie duckte sich unter seinem Arm weg, sodass dieser nicht mehr auf ihrer Schulter lag, und griff in die versteckte Einschubtasche im Dirndlrock. Zum Glück hatte sie ihren Autoschlüssel dort und nicht in der Tasche. Liesi umschloss ihn und beugte sich vor, bis ihr Mund nur noch wenig von Traudls Ohr entfernt war.
     »Kannst du später mit der Gitti mein Auto vom Golfplatz holen und mir bringen?«
     Sie schob den Schlüssel in Traudls Hand, sodass der Bertl ihn nicht sehen konnte. Ihre Freundin verstand sofort.
     »Ja, natürlich, liebe Frau Thaler«, sagte sie mit lauter Stimme, die den Patienten im Wartezimmer galt. Von dem Autoschlüssel war nichts mehr zu sehen, als sie die Tür öffnete. »Wir sehen uns dann wieder in ein paar Tagen zur Kontrolle.« Sie streckte die Hand aus, um sowohl ihre Freundin als auch Bertl zu verabschieden. Der stapfte wortlos davon.
     »Bis später«, formulierte Traudl stumm und wandte sich der alten Dame zu, die bereits aufgestanden war.
     Der Blick, den sie auf Liesis Hals oberhalb des weit ausgeschnittenen Dirndls warf, ließ sie den Kopf senken und mit einem gemurmelten Gruß verschwinden.


KAPITEL 4


Von wegen Urlaubsgefühle! Chris Bergmann starrte auf Ummo Tütken und fragte sich, wie seine Vorgänger es in all den Jahren geschafft hatten, mit ihm zusammenzuarbeiten.
     Tütken hatte bei einem einzigen Film Regie geführt, der von der Kritik gelobt und vom Publikum geliebt wurde. Was objektiv betrachtet nicht auf seine herausragende Leistung zurückzuführen war. Filme mit Tieren, die vermenschlicht werden und denen man eine Stimme gibt, zogen selbst in der heutigen Zeit der überragenden Spezialeffekte, vor allem wenn die Story auf die Tränendrüsen drückt. Der Mischlingshund, der sein Herrchen zuerst aus dem brennenden Haus rettete und nach dessen Tod aufgrund der schweren Rauchgasvergiftung wochenlang an seinem Grab saß, bis er dort von einem kleinen Jungen im Rollstuhl entdeckt wurde, war der deutsche Kassenschlager gewesen. Anfang der Neunzigerjahre. Seither war viel Zeit vergangen und aus dem Alt-Hippie, den sein Agent als Alternativen und Umweltschützer verkauft hatte, war ein Säufer geworden, der nur deshalb nicht komplett gestrandet war, weil er mit Alkohol im Blut in seinem Job wirklich gut war.
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