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Der Gesang der Flusskrebse
Verfasser: Delia Owens (1)
Verlag: Hanser (444)
VÖ: 22. Juli 2019
Genre: Gegenwartsliteratur (2633)
Seiten: 464
Themen: Außenseiter (175), Erwachsenwerden (177), Küste (114), Leichen (1656), Mädchen (2123), Marschland (1), Mord (4906), Natur (109), North Carolina (44)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Gesang der Flusskrebse« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Über kaum einen Roman wurde in diesem Jahr so viel gesprochen wie über Delia Owens' Werk »Der Gesang der Flusskrebse« ... zumindest in den Vereinigten Staaten. Dort feierte das Buch in dieser Woche ein Jubiläum: Es stand zum fünfzigsten Mal auf der wöchentlichen Bestsellerliste der New York Times. Wohlgemerkt feierte es dieses Jubiläum nicht auf irgendeinem hinteren Rang, sondern auf der Spitzenposition. In diesem Jahr verging kaum eine Woche, in dem der Roman nicht auf jenem ersten Platz ins Ziel kam. Auch in Deutschland ist der Verkauf inzwischen ordentlich angerollt, zuletzt rangierte das Buch wiederholt in den Top Ten der Hardcover-Bestsellerliste des Spiegels. Hierzulande wurde das Buch im Verlag hanserblau veröffentlicht. Das 464 Seiten starke Werk kostet 22 Euro, für fünf Euro weniger bekommt man es als E-Book. Eine dreizehnstündige Hörbuchausgabe wurde von Schauspielerin und Sprecherin Luise Helm eingelesen, der deutschen Stimme von Megan Fox und Scarlett Johansson.

»Der Gesang der Flusskrebse« berichtet von einer Außenseiterin, einem Mädchen namens Kya, das schon in sehr jungen Jahren lernen muss, ganz allein im wilden Marschland von North Carolina zu überleben, da es nacheinander von allen Familienmitgliedern verlassen wird. Als Leser begleitet man sie dabei während ihres täglichen Überlebenskampfes und erlebt sie im Einklang mit der Natur und in ihrer fast vollständigen Inkompatiblität zur Welt der »normalen« Menschen, die ihr gegenüber - von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen - im Wesentlichen Vorurteile und Hass an den Tag legen. In einer zweiten parallel dazu erzählten Geschichte stürzt im Jahre 1969 ein junger Mann von einem Turm und kommt ums Leben. Für die meisten Anwohner ist klar, dass es sich um einen Mord handelte und als Täterin nur das Marschmädchen - inzwischen eine erwachsene Frau - in Frage kommt, denn über all die Jahre sind die Vorurteile nicht weniger geworden.

Die Vergleiche, denen sich »Der Gesang der Flusskrebse« stellen muss, könnten größer nicht sein. Immer wieder stößt man beispielsweise auf Gegenüberstellungen der Figur des sechzehnjährigen Holden Caulfield aus J.D. Salingers Welterfolg »Der Fänger im Roggen« und der Figur des Marschmädchens Kya Clark. Diesen Vergleich richtig einzuordnen, fällt aus »Erwachsenenperspektive« schwer, wenn man - wie es die meisten getan haben dürften - den »Fänger im Roggen« als Jugendliche in der Schule lesen musste und daher eine ganz andere Sicht auf die Geschichte im Allgemeinen und einen ganz anderen Identifikationswinkel auf den jugendlichen Protagonisten im Speziellen hatte. Lässt man diese Vergleiche deshalb außer acht, so bietet »Der Gesang der Flusskrebse« eine in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Geschichte über das Erwachsenwerden. Etwa deshalb, weil Kya eine in dieser Form wirklich sehr spezielle Persönlichkeit in einer mindestens ebenso speziellen Umgebung ist, eine (sowohl was die sie umgebende Natur als auch ihre soziale Schicht betrifft) Umgebung, wie es sie hierzulande praktisch nicht gibt, sondern schon sehr stark auf amerikanische Leser zugeschnitten ist. Außergewöhnlich ist die Geschichte aber auch durch die Beobachtungsgabe der Autorin für Mensch und Natur sowie für ihre Kunst, beides in Worten umzusetzen. So schafft es das Buch in leisen Tönen und ohne jegliches Spektakel, eine bemerkenswert dichte Atmosphäre aufzubauen und eine unheimliche Nähe zur Protagonistin zu schaffen ... und das, obwohl es nur wenige Buchcharaktere geben dürften, die von den Lesern derart verschieden sind. Der Kriminalfall und das anschließende Schauspiel vor Gericht wirken dagegen relativ gewöhnlich und wenig überraschend. »Der Gesang der Flusskrebse« ist kein Buch, das jedem gefallen wird, da es zurückhaltend und sehr ruhig voranschreitet und gar nicht das Ziel verfolgt, Spannung am Brodeln zu halten. Dennoch ist es eines, das dank der Fertigkeit der Autorin, einem menschlichen Fremdkörper inmitten einer ihm feindlich gesinnten Umgebung Leben einzuhauchen und ihn wachsen zu lassen, lange in Erinnerung bleiben dürfte.
– geschrieben am 31. August 2019 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz