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Kalte Wasser
Verfasser: Melanie Golding (1)
Verlag: HarperCollins (200)
VÖ: 9. Juli 2019
Genre: Kriminalroman (6141)
Seiten: 400
Themen: Babys (280), Krankenhaus (433), Mütter (593), Tausch (6), Veränderungen (224), Zwillinge (501)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. August 2019 um 11:08 Uhr:
» Lauren ist frischgebackene Zwillingsmutter und hat gerade eine anstrengende und schmerzhafte Geburt hinter sich. Als sie nachts im Krankenzimmer wach liegt (aufgrund von Schlafmangel) trifft sie eine seltsame Frau, die ihr einen unglaublichen Deal vorschlägt: Eines von Laurens Babys gegen eines von ihren eigenen Zwillingen. In Panik ruft Lauren die Polizei. Doch niemand hat die ominöse Frau gesehen. Selbst auf den Überwachungskameras ist nichts weiter als ein schwarzer Nebel (oder ist es nur die schlechte Qualität der Aufnahme?) zu sehen. Sehr schnell wird dieser Vorfall einfach als Belastung einer jungen Mutter abgetan. Einzig die Polizistin Harper glaubt, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt.
Kann sie Lauren helfen, bevor etwas Schreckliches passiert? Bildet die Neu-Mutter sich die fremde Frau nur ein oder existiert diese wirklich?

Leider konnte mich das Buch „Kalte Wasser“ der Autorin Melanie Golding nicht überzeugen. Ich hatte aufgrund der Inhaltsangabe einen guten Thriller mit Täter und Opfer erwartet, leider fand ich es nur verwirrend zu lesen. Manche Szenen sind mir auch zu langwierig geschildert.
Es wird als Thriller ausgeschrieben. Wobei hier unbedingt ein „Mysterie“ dazu muss, sonst könnten Thriller-Fans irritiert sein.«
  8      0        – geschrieben von ConnyS
Kommentar vom 27. Juli 2019 um 18:24 Uhr (Schulnote 2):
» Kalte Wasser, Mysterythriller von Melanie Golding, 400 Seiten, erschienen bei Harper Collins Germany.
Eine gruselige Geschichte über Zwillinge, Elfen und Wechselbälger.
Lauren ist frisch gebackene Mami von Zwillingen. Nach einer komplizierten Geburt und der mangelnden Hilfe ihres Gatten Patrick, ist sie eher überfordert denn glücklich. Dazu kommt eine massive Wochenbettpsychose. Schon im Krankenhaus versucht eine unheimliche Frau Laurens Babies mit ihren eigenen zu vertauschen, Lauren ruft die Polizei, doch die geheimnisvolle Frau kann nicht identifiziert werden. Als Lauren mit den Zwillingen zuhause ist, bricht das Unheil über sie herein. Sie behauptet die Kinder sind vertauscht worden und niemand außer der Polizistin Jo Harper glaubt ihr.
Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass es sich bei vorliegendem Buch um einen Mysterythriller handelt. Für eine frischgebackene bzw. werdende Mama ist diese Lektüre m. M. nach völlig ungeeignet. Schon alleine die Beschreibung der Geburt wie auch die Gefühle von Überforderung und Schlafmangel kann einem ganz schön an die Nieren gehen. Trotzdem hat mich dieses Buch fasziniert, gegruselt und super unterhalten. Die 43 Kapitel sind atemberaubend gut geschrieben. Am Kapitelanfang ist jeweils ein Yeats-Text, ein Auszug aus einer irischen Sage oder eines Märchens der Gebrüder Grimm gestellt, schon dadurch allein wird eine unheimliche Stimmung geschaffen. Außerdem ist das Alter der Kinder und Datum und Uhrzeit eingefügt, dadurch konnte ich stets den zeitlichen Überblick behalten. Melanie Golding hat als Erzählstil die auktoriale Form gewählt, das hat mir gut gefallen, dadurch ist es dem Leser möglich die Sicht auf das Geschehen von verschiedenen Personen zu erfahren. Zwischendurch sind Kurznachrichten, Gedanken, oder Tagebuchaufzeichnungen kursiv eingefügt, das macht die Story lebendig. Die Autorin hat ihre Charaktere gut beschrieben, die Gefühle der Mutter, die Recherchen der Journalistin Amy Larsen oder die Bemühungen von D.S. Jo Harper sind glaubhaft und fesselnd beschrieben. Die Erlebnisse von Lauren im Mittelteil in der Therapieeinrichtung fand ich etwas langatmig, doch immer wieder war das Verhalten der Zwillinge ein Grund mir heftig Gänsehaut über den Rücken laufen zu lassen. Letztendlich muss der Leser selbst entscheiden, ob die Lösung einen mysteriösen Hintergrund hat, oder ob das Erzählte einer postnatalen Psychose der Protagonistin zuzuschreiben ist. Eine befriedigende Lösung des Falls ist nicht vorhanden, das lässt Raum für eigene Interpretationen. Ich hatte Mitleid mit Lauren, vor allem als sie in der ersten Zeit von ihrem Mann so schmählich im Stich gelassen wurde, ihre Überforderung mit zwei Neugeborenen war hervorragend beschrieben, das Gefühl kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Zu Beginn der Erzählung habe ich mich geradezu empört, eine Frau nach einer Zwillingsgeburt mit Zange, der die Beine aufgrund einer PDA noch gefühllos sind, wird zusammen mit ihren frischgeborenen Babys, direkt in ein Zimmer verlegt und keine Schwester oder hilfreiche Hand kümmert sich weiter darum. Das finde ich unglaubhaft. Wen wunderts, dass Lauren total überfordert und erschöpft eine Wochenbettdepression entwickelt? Mich hat das Buch gut unterhalten, die kleinen Mängel und der etwas langatmige Mittelteil geben m. M. nach einen Stern Abzug, deshalb von mir Note 2 und eine Leseempfehlung .«
  18      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 22. Juli 2019 um 8:26 Uhr (Schulnote 2):
» Nach einer schwierigen Geburt ist Lauren nun Mutter von zwei Jungen. Glücksgefühle kommen nach den Strapazen noch nicht bei ihr auf. Da steht in der Nacht eine Frau an ihrem und will eines von Laurens Kindern gegen ihres tauschen. Lauren flüchtet mit ihren Kindern und ruft die Polizei. Da niemand die andere Frau gesehen hat, glaubt ihr keiner. Man schiebt es auf die Nachwirkungen der Geburt. Doch nachdem Lauren mit ihren Kindern wieder zu Hause ist, passieren merkwürdige Dinge. Sie fühlt sich bedroht, aber weder ihr Mann noch ihr Arzt nehmen sie ernst. Nur die Polizistin Joanna Harper glaubt Lauren. Dann werden die Kinder entführt. Sehr schnell hat man die Schuldige ausgemacht und die Kinder gerettet, doch Lauren ist sich sicher, dass das nicht ihre Söhne sind. Sie will ihre eigenen Kinder zurück. Wird sie langsam verrückt?
Dieses Buch ist keinem Genre richtig zuzuordnen. Aufgrund des Klappentextes habe ich an einen Thriller gedacht, aber es kommen mystische Elemente hinzu und für Lauren artet es in blanken Horror aus.
Viele Frauen haben nach einer Geburt eine Wochenbettdepression. Aber das was Lauren hier erlebt, geht weit darüber hinaus. Ist sie verrückt oder nicht? Die ganze Zeit über fragt man sich, was wohl wirklich geschehen ist. Alle Personen wirken undurchsichtig und man weiß nicht, ob man ihnen trauen kann.
Immer wieder fragt man sich, wie die Realität wirklich aussieht und so bleibt es spannend und man muss einfach weiterlesen. Am Ende bleiben jedoch eine Reihe Fragen unbeantwortet, was mir nicht so gefallen hat.
Ein außergewöhnliches Thema und ein spannender Roman.«
  8      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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