Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
42.188 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Hamletliest«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
HARDCOVER
 
Vielwelten-Trilogie 2 - Tala und der verschollene Weise 1
Verfasser: Maria Hermann (2)
Verlag: Books on Demand (2230)
VÖ: 16. Juli 2019
Genre: Fantasy (9967)
Seiten: 396
Themen: Gefährten (32), Geheimnisse (3599), Prophezeiungen (416), Reisen (1775), Suche (938), Zwischenwelt (18)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Vielwelten-Trilogie (2)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Eine Durchschnittsnote wird erst angezeigt, wenn 10 Stimmen abgegeben wurden.
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Tala kommt in eine neue Welt, die ganz anders aber genauso spannend und aufregend ist, wie die Eiswelt im ersten Buch. Sie begegnet dort Arun, einem jungen Waldjäger, mit dem zusammen sie auf neue Rätsel und Geheimnisse stößt, welche es zu entschlüsseln gilt. Auch Talas alte Freunde trifft man wieder... auf gigantischen Baumpfaden, auf Windschiffen und in geheimnisvollen Mangrovenwäldern...
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Maria Hermann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Maria Hermann gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Auszug aus dem dritten Kapitel von 'Tala und der verschollene Weise 1', Band II.1 der Vielwelten-Trilogie:


„Gib‘ es her!“
     Tala schreckte hoch. Sie lag in ihrem Unterschlupf zwischen den Baumpilzen, und vor ihr stand der junge Mann aus ihrem Traum. Sein Bogen war gespannt und ein Pfeil mit leuchtend bunten Schaftfedern zielte genau auf ihr Herz.
     Seine Augen blitzten in einem hellen Grün, in das sich goldene Sprenkel mischten wie leuchtende Blätter in das vergehende Grün eines Herbstwaldes.
     „Du hast etwas, was mir gehört! Gib‘ es sofort wieder, sonst durchbohrt dieser Pfeil deine Brust, bevor du dich umsehen kannst.“
     Tala lag wie erstarrt und ihr Verstand versuchte fieberhaft, aus dem schlau zu werden, was soeben geschah. Sie hatte doch nur geträumt! Der Kokon, der Schlafende und das seltsame Holzding mit dem Stein - das war doch nicht echt gewesen!
     Plötzlich spürte sie, dass sie etwas in der rechten Hand hielt. Sie öffnete ihre Faust, und darin lag das runde Holzstück mit dem schönen Stein, der milchig schimmerte wie ein weißer Opal. Ihr Mund klappte auf. „Aber wie ...?“
     „Gib‘ es mir! Sofort!“ Der befehlende Ton in der Stimme des Waldbewohners ließ keine weiteren Überlegungen zu. Unwillkürlich streckte Tala die Hand aus und sah reglos zu, wie der junge Mann mit geschmeidigen, schnellen Bewegungen den Bogen sinken ließ, den Stein nahm und ihn in einer Tasche in seiner sonderbar schillernden Hose verschwinden ließ. Bevor Tala einmal blinzeln konnte, hatte der ungewöhnliche Fremde seinen Bogen schon wieder angehoben.
     „Und jetzt deinen Kampfstock! Gib‘ ihn mir!“ Tala spürte den starken Willen ihres Gegners. Moa hatte sie darin ausgebildet, die Stärken und Absichten eines Gegenübers einzuschätzen, und auch wenn sich Widerspruch und Kampfgeist in ihr regten, fühlte sie, dass es in diesem Fall besser war, sich nicht zu widersetzen. Der Waldbewohner würde sie töten, wenn es sein musste. Also griff sie langsam hinter sich, zog ihren Kampfstock hervor und reichte ihn schweren Herzens ihrem Herausforderer. Als ihre Hand von dem glatten Holz abglitt, fühlte sie sich auf einmal nackt und ungeschützt.
     Der junge Mann ließ seinen Bogen sinken und schaute sie misstrauisch an. „Was macht ein Mensch in den Hohen Wäldern?“ Die Art, wie er das Wort ‚Mensch‘ aussprach, ließ Tala nichts Gutes hoffen.
     Zögernd antwortete sie: „Ich habe mich verirrt. Ich suche meine Freunde. Ich ...“ Wie um alles in der Welt sollte sie diesem Fremden erklären, wer sie war und woher sie kam? Sie konnte ja noch nicht einmal sagen, wo sie genau hinwollte. Und warum, bei Himmel und Schatten, hatte sie dieses Holzstück mit dem Stein bei sich gehabt, wo sie doch die ganze Zeit schlafend hier gelegen hatte? Der junge Mann legte seinen Kopf zur Seite und seine Augen verengten sich.
     „Ein Mensch“, wieder spuckte er das Wort förmlich aus, „der sich in die Hohen Wälder verirrt? Bist du auf den Kopf gefallen? Weißt du nicht, dass jedem die Todesstrafe droht, der unerlaubt die Wälder des Hohen Volkes betritt?“
     Tala schluckte und spürte, wie Panik in ihr aufstieg. Was hatte sich Moa nur dabei gedacht, sie völlig ahnungslos in diese Welt zu schicken? Unsicher sah sie in die Augen des jungen Mannes. In seinem Blick spiegelten sich die Wildheit, die Geheimnisse und die Anmut dieses tiefen Waldes. Es fiel Tala schwer, ihre Gedanken zu ordnen.
     „Ich ...“, sie betrachtete hilflos ihre schlanken, leeren Hände. Dann hob sie den Blick und sah dem Waldbewohner fest in die Augen. Er kannte sie nicht und Tala hatte keine Ahnung, ob er ihr glauben würde. Immerhin sprach er ihre Sprache, was sie verwirrte, aber höchst nützlich war. Auch spürte sie, dass er nicht vorhatte, sie zu töten - noch nicht.
     „Ich bin Tala aus der Erdenwelt. Ich weiß nicht, ob du etwas von den Vielwelten weißt und ob du mir glauben wirst, aber ich bin durch verschiedene Welten gewandert, und jetzt bin ich hier. Ich weiß fast nichts über diese Welt. Mein Lehrer hat mir ein Tor hierher geöffnet und ich bin durch die langen purpurnen Gräser bis in diesen Wald gelaufen. Ich muss das hier zu einer Frau namens Linnéa bringen.“ Tala fasste unter ihr Hemd und zog das Amulett hervor. Wenn er sie ausrauben wollte, würde er es ohnehin entdecken.
     „Ich muss meine Freunde aus der Eiswelt wiederfinden, die hier vielleicht genauso umherirren wie ich. Das ist alles, was ich weiß.“ Sie atmete tief ein. „Ich erwarte nicht, dass du mir glaubst. Aber ich wollte dich und dein Volk nicht willentlich kränken, und ich habe deinen Stein an mich genommen, weil ich dachte, dass ich träume. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was passiert ist und warum ich ihn bei mir hatte, als ich aufgewacht bin.“
     Ihre Stimme zitterte leicht bei den letzten Sätzen. Sie sah auf den Bogen des Waldbewohners, ihren Kampfstock in seiner Hand, und spürte, wie hilflos sie ihm ausgeliefert war.
     Der junge Mann bedachte sie mit einem Blick, den sie nicht ergründen konnte, dann sah er auf das Amulett an ihrer Brust. Langsam legte er den Bogen beiseite und setzte sich ihr gegenüber auf den Pilzboden, wobei er sie nicht aus den Augen ließ.
     „Du kommst aus den Vielwelten, sagst du?“ Er sprach mit einem leichten Akzent, und seine Stimme klang wie das undeutliche Murmeln eines versteckten Waldbaches.
     Tala nickte. Der Fremde mit der hellbraunen, perlmuttartig schimmernden Haut blickte zu Boden. Langsam schüttelte er den Kopf.
     „Das ist zu sonderbar.“
     Tala wusste nicht, was sie von dieser Bemerkung halten sollte. Glaubte er ihr? Er hob den Kopf und sah sie nachdenklich an. „Es fällt mir schwer, dir zu glauben. Es fällt mir schwer, und doch ...“ Seine hellgrünen Augen mit den goldenen Sprenkeln schienen in sie hineinzutauchen. „Ich spüre keine Lüge in deinen Worten.“
     Tala atmete aus. Es war richtig gewesen, ihm die Wahrheit zu sagen, und sie schöpfte Hoffnung.
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz