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TASCHENBUCH
 
Faber und Waatstedt ermitteln 6 - Tödliches Campen
Verfasser: Elke Nansen (9)
Verlag: Klarant (702)
VÖ: 16. Juli 2019
Genre: Kriminalroman (7835)
Seiten: 199 (Kindle Edition), 200 (Taschenbuch-Version)
Themen: Auftragsmord (32), Camping (80), Ermittlungen (1347), Erpressung (298), Hotel (772), Kommissare (2106), Mord (6105), Nordsee (337), Ostfriesland (581)
Reihe: Faber und Waatstedt ermitteln (9)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein unerklärlicher Mord versetzt den ostfriesischen Ort Campen in Aufruhr. Der Einheimische Timmo Beimes wird beim Tennisspielen erschossen, doch es gibt weder Spuren noch eine logische Erklärung für den tödlichen Schuss. Auch ein weiterer rätselhafter Todesfall sowie mehrere Erpressungen blieben bereits ohne Spur – treibt ein Phantom sein Unwesen in Ostfriesland? Die Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden/Leer stoßen in ihren Ermittlungen auf das ganz große Geld: Das Mordopfer sperrte sich als Einziger der Inhaber eines Campingplatzes gegen den lukrativen Verkauf. Für die Errichtung eines Wellnesshotels direkt an der Nordsee sind die Investoren bereit, Millionenbeträge zu bezahlen. Handelt es sich um einen Auftragsmord aus den Reihen der Geldgeber? Oder ist der Täter im privaten Umkreis des Toten zu finden? Der Campingplatz-Besitzer hatte sich durch seine aggressive Art viele Feinde gemacht …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Leider ist Homosexualität bei vielen der männlichen Kollegen wieder ein Reizthema geworden, dachte Faber und fuhr auf den Parkplatz der Polizeidirektion am Theodor-Tantzen-Platz. Immer öfter entdeckte man auch, dass Polizisten Unterstützer von ultra-rechten Vereinigungen und Parteien waren. Fabers Verlobte hatte ihm einmal erklärt, dass es damit zu tun habe, dass immer noch zu viele Menschen mit einem übertriebenen Machtwunsch zur Polizei gingen. Und eines war Faber da klar geworden: dass das reine Streben nach Macht, egal in welcher Lebenssituation, falsch war. Denn es zog immer die bizarrsten Auswüchse von Unterdrückung nach sich.
     Eigentlich war es dringend notwendig, vor allem die jungen Kollegen bei der Polizei in dieser Hinsicht weiterzubilden. Nur so konnte man verhindern, dass Mobbing, Diskriminierung und auch allgemeine Vorurteile eine Chance hatten. Doch viele Bundesländer hatten bereits Probleme, die Überstunden der Polizei zu vergüten. Wo sollten in solch einer Situation das Geld und die Zeit herkommen, auch noch diese Art von Fortbildungen zu ermöglichen? Und wer wollte sich in Hinsicht Toleranz schon fortbilden? Selbst der in den meisten Bundesländern gesetzlich zugestandene Bildungsurlaub wurde in Deutschland nur von etwa zwei Prozent der Arbeitnehmer in Anspruch genommen.
     Der Kriminalhauptkommissar schüttelte die negativen Gedanken ab, er wollte positiv in das Bewerbungsgespräch gehen. Immerhin wollte der Polizeipräsident die Mobbinguntersuchung so schnell wie möglich ad acta legen. In dem Fall, dass Faber die beiden Beamtinnen für eine gute Besetzung hielt, könnten die zwei Kriminalkommissarinnen in Emden anfangen. Und das, obwohl die Organisation in Emden eigentlich nur zwei offene Positionen für Kriminalmeister hatte. Aber es war von oben abgesegnet worden. Daher setzte er seine Hoffnungen darauf, dass die beiden Damen irgendwie passen würden.
     »Ah, prima! Da sind Sie ja, KHK Faber«, sagte sein Chef erfreut, als Richard um kurz nach neun in dessen Büro kam. Der Erste Kriminalhauptkommissar Sinus Miedler saß an dem kleinen, runden Besprechungstisch, zusammen mit zwei Frauen in Zivil. Faber erkannte sie sofort von ihren Fotos aus den Personalakten. Anscheinend hatte Sinus Miedler bereits die Zeit genutzt, um mit den beiden Bewerberinnen zu sprechen. »Sie kommen gerade richtig, denn ich muss rüber zum Kriminalrat. Sie können sich jetzt ausführlich mit den beiden Kolleginnen unterhalten«, meinte er, stand auf und gab beiden Frauen mit einer netten Abschiedsfloskel die Hand. Miedler klopfte Richard kurz auf die Schulter und schon war er verschwunden.
     Faber blickte etwas erstaunt auf die mittlerweile wieder geschlossene Tür und zog dann erst einmal seinen Mantel aus. Er ging auf die beiden Frauen zu und schüttelte der größeren, muskulöseren Blondine die Hand. »Es freut mich, KK Withuus!« Dann schüttelte er auch die Hand der zarten, kleineren Kollegin mit den braunen Locken. »Kriminalkommissarin Heiligenstadt«, meinte er und bat beide, sich wieder zu setzen. Er ging zu Miedlers persönlicher Kaffeemaschine, die der EKHK auf eigene Kosten in sein Büro gestellt hatte, und braute einen doppelten Espresso. »Kann ich Ihnen auch noch einen Kaffee machen oder sind Sie versorgt?«, fragte er. Beide lehnten ab, weil ihre Tassen noch voll waren.
     Sie unterhielten sich eine Weile über Allgemeinplätze, bis Faber sie aufforderte, etwas über ihren Werdegang zu erzählen. Faber hatte konzentriert zugehört. Er war einigermaßen beeindruckt von der beruflichen Entwicklung der beiden, als sie etwa eine Stunde später geendet hatten. Kommissarin Withuus war neben ihrem Beruf eine begeisterte Kampfsportlerin und nahm an überregionalen Karatewettkämpfen der Polizei teil. Schon zweimal hatte sie es in der Disziplin zur bundesdeutschen Polizeivizemeisterin geschafft. Vom körperlichen Erscheinungsbild genau das Gegenteil, hatte Laurien Heiligenstadt vor ihrer Polizeiausbildung ein Jurastudium abgeschlossen. Daher war sie Expertin, was das Strafgesetzbuch anging.
     Richard war erfreut, das alles zu hören, und sich bereits klar darüber, wie gut die beiden in sein Team passen würden. »Ich habe den Eindruck, Sie beide wären die ideale Besetzung in Emden«, sagte er dann auch.
     »KHK Faber, ich will nicht um den heißen Brei herumreden«, warf Frau Heiligenstadt dann ein. »Als ich in Wilhelmshaven anfing, hielt ich es nicht für nötig, mich zu erklären. Doch wie auch Sie bereits wissen, ist das für mich und auch für Sonja reichlich schiefgelaufen«, sagte sie mit harter Stimme. »Sie sind natürlich im Bilde über meine persönliche Situation. Vor allem über die Mobbingvorwürfe, die wir gegen unsere Kollegen in Wilhelmshaven erhoben haben, oder?«
     »Natürlich, das bin ich, KK Heiligenstadt«, erwiderte Faber neutral. Er verstand, warum sie sich dieses Mal absichern wollte, und wartete, dass sie weiterredete.
     »Da ich mit einer Frau verheiratet bin, musste sich sogar meine berufliche Partnerin Beschimpfungen wie Kampflesbe und Schlimmeres anhören«, erklärte sie. »Darum frage ich Sie und bitte seien Sie ehrlich, KHK Faber: Denken Sie, Ihr Team in Emden kann damit umgehen, dass ich in einer gleichgeschlechtlichen Ehe lebe?«
     Unwillkürlich musste Faber lächeln, als er an sein Team dachte. Seine beiden eingefleischten ostfriesischen Polizeimeister waren Torben Husman und Friedhelm Steiner. Die beiden waren schon immer auf dem Revier in Emden und würden dort auch pensioniert werden. Ganz typisch für die meisten Ostfriesen hatten sie das Herz auf dem richtigen Fleck und scherten sich in ihren Einstellungen nicht um sogenannte gesellschaftliche Normen. Hauptsache war, wie es menschlich um jemanden stand. Hatten sie einen Menschen mit einer sogenannten »anstännigen Aard« vor sich, dann war es ihnen reichlich egal, ob jemand eine andere Hautfarbe hatte oder welcher Gott angebetet wurde. Vor allem aber spielte es überhaupt keine Rolle, ob die Person in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebte.
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